
»Wer will fleißige Fussballer sehen? Der muss zu der FIFA gehen…« [frei nach einem Kinderlied] – und so stellten wir uns alle brav in der virtuellen Schlange vor den Schaltern der FIFA an, ließen die (Daten-)Hosen runter zur Leibesvisitation und wurden dann weggeschickt – Nachfragen verboten! Die Beratungsstelle »Customer Self Service« wurde vorsorglich für unbestimmte Zeit geschlossen. Also hofften wir auf den 22.04. – Judgement Day – Der Tag der Entscheidung.
Und dann das: »Leider konnten Ihnen keine Tickets für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 (TM) zugeteilt werden.«
Vielleicht hätte man sich doch an den Fussball-Gott wenden sollen? Oder wenigstens seinen Vertreter auf Erden, die FIFA? So jedenfalls laß man gestern im Handelsblatt-Blog:
»
FIFA, FIFA unser Fußballgott,
du bist der Wächter vor den Toren unserer Stadien.
Ich werde dir ewig danken, teilst du mir nur eine Karte zu.
Willig übergebe ich dir all meine Daten und zahle den Preis,
den du verlangst,
läßt du mich nur teilhaben am großen Fußballglück.
Deine Website will ich verlinken,
Franz Beckenbauer und Joseph S. Blatter ehren
und nie an Spielgergehältern zweifeln.
Den Deutschen Schiedsrichtern will ich künftig blind vertrauen
und mit meiner Jahreskarte den Reichtum meines Vereins mehren.
«
Zu spät für mich, alles ist vorbei. Beklagen wir also das fehlende Losglück – oder wie wäre es mit einer hübschen Verschwörungstheorie? Alle mir bekannten Teilnehmer an der Tombola sind nämlich auch leer ausgegangen – statistisch ist das eigentlich nahezu unmöglich. Und meine Bekannten sind keine US-Sammelbesteller oder Trickbetrüger, die die FIFA um ihre Tickets prellen wollten.
Wer hat denn nun eigentlich Karten?
blog.handelsblatt.de: FIFA, FIFA unser Fußballgott
http://blog.handelsblatt.de/adhoc/eintrag.php?id=166
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