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Absolut normales Blog

30. April 2005


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 30. April 2005 15:44

Eine Schrift für Legastheniker



Eine Schriftart, speziell für Menschen mit Dyslexie? Wie soll das denn gehen?
Unter Dyslexie versteht man Probleme beim Lesen und Verstehen von Worten und Texten. Besonders bekannt ist darunter die »Legasthenie«, die Lese-Rechtschreib-Schwäche, die noch zu meiner Schulzeit so manchem Mitschüler die Versetzung kostete – denn das Problem wurde lange weitgehend ignoriert.
Eine spezielle Schriftart für Menschen mit diesem Problem zu entwickeln ist wohl nur einem Menschen möglich, der aus eigener Erfahrung sprechen kann, wie die niederländische Grafik-Designerin und Typographie-Expertin Natascha Frensch. Eine der Kernpunkte der neuen Schriftart: Statt Buchstaben einfach zu spiegeln, wie dies z.B. bei den Buchstaben b und d erfolgt, sind alle Zeichen individuell gestaltet.

Schriftart für Menschen mit Dyslexie
http://www.barrierekompass.de/weblog/index.php?itemid=338

Read Regular – von Natascha Frensch
http://www.readregular.com/




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29. April 2005


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 29. April 2005 15:46

Bei 66% hört der Spass auf!


Meine kleine WM-Tickets-Verschwörungstheorie hier im Blog nahm ich ja selbst nicht sonderlich ernst, dann lese ich aber heute bei Spiegel Online in einem Interview mit einem der glücklichen WM-Tickets-Los-Gewinner:

SPIEGEL ONLINE: Sind Sie vom Stuhl gefallen, als die glückliche Botschaft am vergangenen Freitag sie erreicht hat, oder sind Sie gleich in die nächste Kneipe marschiert?

Gronau: Weder noch. Ich wurde erst am Samstag dran erinnert, als ich in der Zeitung von den vielen Fans las, die leer ausgegangen sind. Dann bin ich an den Rechner gegangen und habe gesehen, dass ich einige Karten bekommen habe.

SPIEGEL ONLINE: Wie bitte? Haben Sie etwa neben den Finalkarten noch mehr Tickets zugelost bekommen?

Gronau: Ja. Meine Quote liegt bei 66 Prozent. Ich hatte je zwei Karten für ein Vorrunden-, ein Viertelfinalspiel und das Finale bestellt. Jeweils in der günstigsten Kategorie. Bis auf das Viertelfinale gingen meine Wünsche in Erfüllung.

Das soll mir mal bitte ein Stochastiker vorrechnen! Das ist statistisch so gut wie unmöglich.

Interview mit einem WM-FINALKARTEN-BESITZER
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,353983,00.html

Anm.: Und das finden übrigens Uwe und Svenja auch!
Sind wir die einzigen? Hier Namen eintragen!

Oder stimmen Sie mit ab: Ist das Losverfahren der FIFA korrekt verlaufen?

Abstimmung beendet 




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28. April 2005


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 28. April 2005 15:49

Wir sind Papst! Zielpublikum!


Es gibt wohl kaum eine Headline, über die in letzten Tagen seit »Habemus papam« mehr geschrieben wurde als die der BILD-Zeitung »Wir sind Papst!«

So eine Headline schreite ja nach Verriß und Satire und das Netz gab bereitwillig und gerne. Wie bspw. die »Eye said it before«-Fotoaktion, die Dank des »sponen« – was soviel bedeutet wie »von Spiegel Online erwähnt werden« (was in der Regel erst mal den Kollaps der Domain zur Folge hat) – sofort in aller Munde war.

Die Fotoaktion fand ich gut von der Idee, aber mäßig von den Einreichungen. Nur eines der Motive sieht man immer wieder: Den Schriftzug »Wir sind Papst!« gesprüht auf eine Eisenbahnbrücke.
Das fand wohl auch die BILD so toll, dass sie dieses Foto gleich mal abdruckte unter dem Titel »Eine Schlagzeile wird Kult« und im Text »Auch ganz echt gibt es “Wir sind Papst!” als Graffiti an Brücken, auf S-Bahnen«.

Dumm nur, dass man die Ironie der ganzen Foto-Aktion wohl nicht so richtig erkannte (… oder es einem auch egal war, das würde leider auch passen …) und zudem das tolle Sprayer-Foto nur eine E-Card/Bildpostkarte von LetterJames.de ist, die jeder selbst nach Wunsch zusammenbasteln kann.

»Ganz echt!« im BILDblog
http://www.bildblog.de/?p=565

»Das siebte Gebot« im BILDblog
http://www.bildblog.de/?p=564

Eye said it before: Eine Schlagzeile für’n Arsch
http://www.eyesaiditbefore.de/esiblog/?p=707

LetterJames – individuelle Postkarten, E-Cards und Poster
http://www.letterjames.de/

UPDATE: Wie BILDblog berichtet, wurde auch ein Portraitfoto der »Eye said it before«-Fotoreihe bei BILD abgedruckt. Die dargestellte Frau hat nun gegen BILD Schmerzensgeld, Schadensersatz und Unterlassung geltend gemacht. BILDblog verweisst dabei auf Lawblog, wo die Klageschrift im Volltext nachzulesen ist. Anschauungsmaterial für Juristen und kleines Einmaleins für Publizisten.

Das siebte Gebot II
http://www.bildblog.de/?p=574




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Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 28. April 2005 14:50

Panikmache – Die Mär vom gläsernen Menschen


Datenausspähen, gläserner Verbraucher ‘Dank’ der Kundenkarte, Funkchips ‘verraten’ Produkte und geben Aufschluss über den Besitzer – Ist doch alles Panikmache, so habe ich mir das vor ein paar Tagen sagen lassen müssen, eine Mär, die viel zu hoch gespielt wird. Man selbst sei jedenfalls nicht betroffen und wenn, dann wären die Erkenntnisse doch ohne Belang.

Mitnichten – leider ist alles viel realer und aktueller als man sich das zugestehen will.

Es geht nicht einmal um das Thema »Microsoft späht uns aus«, nein es geht tatsächlich um das gezielte Sammeln und Auswerten von Konsumverhalten. Je spezifischer die Daten, desto wertvoller.

haufe.de berichtet:
»Bereits mit den derzeit genutzten Techniken wie z. B. Kunden- oder Rabattkartensystemen lassen sich erhebliche Informationen über das Konsumverhalten gewinnen. [...] In Zukunft könnte das Verbraucherverhalten sogar noch wesentlich detaillierter beobachtet werden, wenn auch die Möglichkeiten der RFID-Technik ausgenutzt würden. Insbesondere durch eine Vernetzung der Produktinformationen mit personenbezogenen Daten könne der gläserne Kunde schon in kurzer Zeit Realität werden.«

Und wie real das Ganze sein kann, verrät der Praxis-Tipp von haufe.de im Nebensatz: Zwar könne man die eigenen Schufa-Daten (Kreditwürdigkeit) zur Kontrolle einmal abfragen (gegen eine geringe Gebühr), doch »verweisen Verbraucherschützer darauf, dass schon die Auskunftseinholung selbst zu einer Verschlechterung des Scoringwertes führen kann«!

haufe.de: Warnung vor dem gläsernen Verbraucher
http://www.haufe.de/newsDetails?newsID=1114604716.5




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27. April 2005


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 27. April 2005 15:52

SOKO Hommingberger Gepardenforelle


Wer es noch immer nicht mitbekommen hat: Die Wahrheit über die Hommingberger Gepardenforelle

Die vielzitierte »Hommingberger Gepardenforelle« gibt es nicht, es ist eine Art fiktiver Suchbegriff, den die Zeitschrift c’t in ihrer April-Ausgabe ins Volk warf und damit einen Wettstreit ins Leben rief. Ziel: Wer bringt den Suchbegriff an die beste Position in den Top-Suchdiensten.
Der Begriff wurde gewählt, weil es weder Hommingberg noch eine Gepardenforelle gibt, wobei man aber mal ketzerisch fragen darf, warum man dann überhaupt einen Begriff wählte, der einen Sinn ergibt. »Sobzofle Jedizai« wäre doch auch was gewesen. Aber Nerds haben ja auch ein Herz…
Interessant, dass ausdrücklich »legitime wie unerwünschte« Methoden zulässig sind. Ist das ein Aufruf zu unrechtmäßigen Taten? Darf man sowas überhaupt ausrufen? Die Unterwanderung der Richtlinien einer Suchmaschine als nahezu olymipisches Testfeld? Auch wenn das Ziel sei, einen »Einblick in die Rankingmechanismen« zu gewinnen, so bin ich doch einmal gespannt, wie die Reaktion der Betreiber ausfällt.

c’t – SEO-Wettbewerb
http://www.heise.de/ct/SEO-Wettbewerb/

heise online: »Jagd frei auf die Hommingberger Gepardenforelle!«
http://www.heise.de/newsticker/meldung/58647

Und Wikipedia sagt uns über die Hommingberger Gepardenforelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hommingberger_Gepardenforelle




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Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 27. April 2005 13:53

Vortrag »Standards im Internet« – mit Hinweis auf eine Studie zur Glaubwürdigkeit von Websites



Gestern (26.04.2005) durfte ich einen Vortrag über »Standards im Internet« im Rahmen der öffentlichen »Mehrlicht«-Vortragsreihe der Gastprofessur Typografie bei Professor Branczyk an der Bauhaus-Universität Weimar halten. Thema »Multimedia-Standards im Spannungsfeld von Kreation, Usability, Recht und Technik«

Neben der Tatsache der Einladung an sich, die mich wirklich geehrt hat, ist für mich aber auch Folgendes noch einen Weblog-Eintrag wert: Die Studie der US Universität Stanford zum Thema Glaubwürdikeit/Credibility. Denn diese Studie fand offensichtlich ganz besonderes Interesse beim Auditorium.

Dass die Ergebnisse der Studie auf die Frage »How Do People Evaluate a Web Site’s Credibility?« (»Was macht eine Webseite glaubwürdig?«) vor allem Gestaltern gefallen hat, war aber keine echte Überraschung. Als besonders wichtig für die Glaubwürdigkeit wurden in der Studie nämlich genannt:

1. 46.1% Design
2. 28.5% Struktur der Inhalte
3. 25.1% Aufbereitung der Inhalte
4. 15.5% Unternehmensdarstellung
5. 14.8% Nützlichkeit der Inhalte

Hier der Link zur Studie:
http://credibility.stanford.edu/

Und hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse beim agenturblog:
http://www.agenturblog.de/archives/2004/11/was_macht_eine.php

Anmerkung: Das Skript zum Vortrag wird in Kürze den Teilnehmern zugesandt werden. Weitere Interessenten können gern per E-Mail bei mir anfragen.

Update: Das Skript ist zwischenzeitlich online. Details » hier im Weblog




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23. April 2005


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 23. April 2005 18:46

Wer will fleißige Fussballer sehen? Der muss zu der FIFA gehen…



»Wer will fleißige Fussballer sehen? Der muss zu der FIFA gehen…« [frei nach einem Kinderlied] – und so stellten wir uns alle brav in der virtuellen Schlange vor den Schaltern der FIFA an, ließen die (Daten-)Hosen runter zur Leibesvisitation und wurden dann weggeschickt – Nachfragen verboten! Die Beratungsstelle »Customer Self Service« wurde vorsorglich für unbestimmte Zeit geschlossen. Also hofften wir auf den 22.04. – Judgement Day – Der Tag der Entscheidung.

Und dann das: »Leider konnten Ihnen keine Tickets für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006 (TM) zugeteilt werden.«

Vielleicht hätte man sich doch an den Fussball-Gott wenden sollen? Oder wenigstens seinen Vertreter auf Erden, die FIFA? So jedenfalls laß man gestern im Handelsblatt-Blog:

»
FIFA, FIFA unser Fußballgott,
du bist der Wächter vor den Toren unserer Stadien.

Ich werde dir ewig danken, teilst du mir nur eine Karte zu.
Willig übergebe ich dir all meine Daten und zahle den Preis,
den du verlangst,
läßt du mich nur teilhaben am großen Fußballglück.

Deine Website will ich verlinken,
Franz Beckenbauer und Joseph S. Blatter ehren
und nie an Spielgergehältern zweifeln.

Den Deutschen Schiedsrichtern will ich künftig blind vertrauen
und mit meiner Jahreskarte den Reichtum meines Vereins mehren.
«

Zu spät für mich, alles ist vorbei. Beklagen wir also das fehlende Losglück – oder wie wäre es mit einer hübschen Verschwörungstheorie? Alle mir bekannten Teilnehmer an der Tombola sind nämlich auch leer ausgegangen – statistisch ist das eigentlich nahezu unmöglich. Und meine Bekannten sind keine US-Sammelbesteller oder Trickbetrüger, die die FIFA um ihre Tickets prellen wollten.

Wer hat denn nun eigentlich Karten?

blog.handelsblatt.de: FIFA, FIFA unser Fußballgott
http://blog.handelsblatt.de/adhoc/eintrag.php?id=166




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