Monthly Archives: April 2005

Rätsel um schmidt.de gelüftet

Nach dem Start der neuen Harald Schmidt-Show bin sicher nicht nur ich auf die weweweschmidtpunktde und fragte sich, warum denn hier noch alles ist wie es war – im Sinne von: alles veraltet und alles so, als ob SAT1 noch on air mit der HSS wäre.
Des Rätsels Lösung war ein (welch Wunder) anhängiger Rechtsstreit um die Domain, der nun entschieden ist. Doch (welch Wunder!) nicht Dirty Harry ist wieder zurück, ein Webdesigner namens Schmidt hatte, wie SPON berichtet, erfolgreich geklagt.
Na, da warten wir doch mal ab, wann jemand mit ner größeren Wumme – will sagen – stärkerem Recht kommt und Webdesigner Schmidt sein Spielzeug wieder weg nimmt. Herr Shell lässt schön grüßen.

SPON: Sat.1 muss Schmidt.de hergeben
http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,352781,00.html

heise online: Sat1 muss Domain schmidt.de abgeben
http://www.heise.de/newsticker/meldung/58943

Harald Schmidt in der ARD
http://www.daserste.de/haraldschmidt

UPDATE: Das Urteil zu schmidt.de des LG Hannover ist bei rechtsanwaltmoebius.de als PDF nachzulesen.

UPDATE: Von einer netten ‘Anekdote’ am Rande des Urteils berichtet der Domain-Newsletter in seiner Ausgabe #257 vom 28. April 2005:
»Harald Schmidt hatte an Eides Statt und seine Managerin Sigrid Korbmacher als Zeugin erklaert, die Domain sei fuer Harald Schmidt 1995 registriert worden. Nach Auskunft der DENIC hat SAT 1 die Domain aber erst im Oktober 2000 uebernommen. So wird aus diesem Domain-Streit gleich noch ein strafrechtliches Ermittlungsverfah- ren gegen Harald Schmidt und seine Managerin wegen Falschaussage.«

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»A« wie Agenturhöchstleistungen

»So, und jetzt machen Sie mal den Geldbeutel auf und sagen “A!”« – das Weblog medienrauschen über die Überarbeitung des »A« der Bundesagentur für Arbeit.
Da schließt man sich doch gerne an: »Liebe Kommunikationsagentur: Herzlichen Glückwunsch!«

So, und jetzt machen Sie mal den Geldbeutel auf und sagen “A!”
http://www.medienrauschen.de/archiv/2005/04/21/machen-sie-mal-den-geldbeutel-auf-und-sagen-sie-a/

Anm.: Die Kommentare zu diesem Blog-Eintrag sind aber auch absolut lesenswert und zeigen eine durchaus differenzierte Sichtweise.

»Dann nehme ich… ein “A”!« – Verständnis zeigt Spreeblick
http://spreeblick.com/blog/index.php?p=765

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Schöner neuer Button


Die kleinen Buttons in Orange und Grau in Blogs sind doch einfach très chic. Wie gut, dass es dafür einen Button-Maker im Netz gibt.

80×15 Brilliant Button Maker
http://www.lucazappa.com/brilliantMaker/buttonImage.php

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Wie aus »sozialer Verantwortung« »Corporate Social Responsibility« wurde

»Kapitalismus ist ein Raubtier«, so klang es gern aus tendentiell linken Kreisen. Zutreffender erscheint mir die Aussage von Agent Smith (Spielfilm »The Matrix«): »Menschen sind wie ein Virus«. Die Menschen sind es also, nicht das Wirtschaftssystem per se. Oder macht das System den Menschen zum Virus?

Ein Virus befällt einen Wirt und plündert ihn aus, bis er sich erfolgreich wehrt oder verbraucht ist – dann wird ein Neuer gesucht. Ob es einen Neuen gibt, darüber macht sich ein Virus keine Gedanken, es konzentriert sich nur auf die aktuelle Aufgabe: Steigerung der Produktivität unter effizienter Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen.

Damit wir uns als Mensch vom Virus unterscheiden, haben wir Verstand und Moral bekommen, und beide mahnen uns zu dem, was man soziale Verantwortung nennt. Es ist gerade keine rein moralische Frage! Soziale Veranwtortung ist eben auch logisch – nämlich Zukunftssicherung.

Wenn man heute sieht, wie Arbeitnehmer in die Knie gezwungen werden und Manager sich dafür noch Leistungs-Boni geben, wenn man liest, dass Gewinne erwirtschaftet und dennoch zur weiteren Gewinnsteigerung (steuer-begünstigt) Arbeitsplätze ins Ausland verlegt werden, wenn berichtet wird, wie Unternehmen nur noch Gewinnmaximierung verfolgen und Anleger und Analysten trotzdem enttäuscht sind, weil sie eben noch höhere Erwartungen hatten …
Da fragt man sich doch: Wohin soll das alles führen? Was ist das Ziel des Ganzen, wenn man es einmal in Ruhe ganz einfach zu Ende denkt?

Keine Sorge: Dies ist ein Blog, keine Chronik und kein Gutachten – Und zu meiner Beruhigung: ich muss mich gar nicht erst um Vollständigkeit bemühen.

Voller Interesse nahm ich also vor kurzem (9.3.) an einem Abend aus der Veranstaltungsreihe »MedienMittwoch« in Frankfurt teil – Thema: »Gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft: Alles nur heiße PR-Luft?« – Hatte ich wirklich erhofft, hier etwas zu hören, was meine Stimmung verbessert? Das Ergebnis war in meinen Ohren vielleicht sogar schlimmer als befürchtet: Hätte man doch wenigstens das Thema »Soziale Verantwortung« durch Allgemeinplätze und PR-Aussagen umschmeichelt – hätte man sich doch wenigstens bemüht, uns zu vertrösten und alles zu beschönigen. Nein! Es war noch schlimmer: Man hat dem ganzen eine neue Verpackung verpasst, einen neuen Namen gegeben und dann instrumentalisiert. Und was hätte besser gepasst als dem Ganzen im Zeitgeist des globalisierten Denken den Namen »Corporate Social Responsibility (CSR)« zu verpassen?! Kein Wort der anwesenden Verteter mächtiger Unternehmen von »Verantwortung« im übergreifenden Sinne. Man schränkte »CSR« ein, wie z.B. auf ein branchen-spezifisches Förderprogramm, und man zeigte Akribie in der Abgrenzung zur schnöden Marketing-Maßnahme. Und wehe einer sprach das Thema Arbeitsplatzabbau an! »Das ist doch Themaverfehlung! Das hat mit »Corporate Social Responsibility« ja doch gar nichts zu tun!« – Richtig! Aber ging es an dem Abend nicht um das Thema »gesellschaftliche Verantwortung«…?

Wenigstens der Aspekt des Arbeitsplatzabbaus kam dann doch noch auf den Tisch des Abends – und wenigstens dieser trübte die sonst so selbstschulterklopfend frohe Stimmung. Aber auch das machte mich nicht wirklich zufriedener: Wo war der Hauch eines übergreifenden Ansatzes? Ein Bekenntnis zu den Wurzeln der Unternehmen und den Menschen, die darin arbeiten. Vor allem aber auch: Wo ist die Verantwortung für das Land und die Menschen, die das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Wenn Unternehmen so mächtig geworden sind, dass die Politik die Zügel verliert, so ungreifbar geworden sind, weil sie durch den globalisierten Markt unter gar keine Kompetenz mehr fallen, dann wäre es eben an der Zeit aus sich selbst heraus die Verantwortung zu begreifen, die man für die Gesellschaft hat.

Aber – ich erinner an den Gedanken vom Anfang – ‘Unternehmen’ sind keine Wesen, es sind die Menschen, die Unternehmen zu dem machen, was sie sind. Und auch die Käufer der Produkte, die Kunden und die Partner bestimmen den Kurs mit, vielleicht ebenso wie die Manager selbst.

Warum also gibt es keine Liste, aus der ersichtlich ist, wer denn tatsächlich noch im eigenen Land produzieren lässt? Warum keine Auswertung, wessen Mitarbeiter wirklich zufrieden sind und welche Manager sich nicht dafür besonders bezahlen lassen, den Karren, den andere der Zunft in den Dreck gefahren haben, wieder rausziehen (denn das ist ja eben deren Job!).

Vielleicht ist es so, vielleicht muss der Druck erst weiter wachsen, bis Unternehmen soziale Verantwortung begreifen. Und vielleicht braucht die Gesellschaft noch ein wenig Zeit, bis sie versteht diesen Druck aufzubauen. Zeit für die Erkenntnis, dass Geiz und Egoismus eben nicht geil sind, sondern es geil ist Mensch zu sein und Verantwortung für sich, seine Mitmenschen und seine Umwelt zu übernehmen.

Responsibilityyyy – Aus einem Weblog zum »MedienMittwoch«
http://myblog.de/comment.php?blog=so-zi-al&id=994474

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Drahtloses Multimedia im Wohnzimmer – Und warum es sich nicht durchsetzen kann!

Drahtloses Multimedia soll ja die nächste technische Revolution in unseren Wohnzimmern einleuten. Am Rechner den Film starten und drahtlos per W-LAN zur kleinen Box im Wohnzimmer senden: Digitaler Filmgenuss pur!
Die Geräte sind schon entwickelt und schon stehen die kleinen Wunderwerke, wie golem.de berichtet, bei einem Lebensmitteldiscounter für jederman bereit.
Also einfach neben Fleischsalat, Gurken und Nüsschen noch den Digital Media Adapter mit in den Wagen gelegt, und der technikbegeisterte Frühpensioniär (oder ein anderer aus dem Zielpublikum), den die Frau zum Einkaufen verdonnert hat, bricht auf in ein neues Zeitalter. Doch am folgenden Nachmittag würde ich doch gern mal Mäuschen spielen.

Lesen wir doch einfach mal bei golem.de mit:

»Mit dem TG100 Air Media bietet Plus für 149,- Euro einen Digital Media Adapter (DMA), mit dem per WLAN (auch WEP-verschlüsselt) oder Ethernet Fotos, Musik oder Filme vom Computer in das Wohnzimmer übertragen werden können. Der auf einem Sigma-Chip basierende Netzwerk-Player kann JPEG-Bilder, Audiodateien (MP3 und WMA) inkl. Internetradio sowie Videos wiedergeben.«

Das dürfte noch den meisten so halbwegs verständlich sein, vor allem der letzte Teil ist ja wichtig: »Videos wiedergeben«.

»Videos müssen in den Formaten MPEG-1, MPEG-2 oder als MPEG-4-AVIs vorliegen, damit der TG100 mit ihnen zurechtkommt. Auch wenn das Gerät kein DivX-Logo ziert, versteht es sich dennoch auf DivX 4.x/5.x- sowie auf XviD-Dateien, wie unsere Tests ergaben. Mit DivX 3.x kommt der TG100 nicht zurecht, die Chip-Funktionen bekommen nur DivX-Lizenznehmer freigeschaltet. Per Firmware lässt sich dieses Manko nicht korrigieren.«

Spätestens jetzt dürfte die Anleitung die Komplexität einer durchschnittlichen IKEA-Bauanleitung weit überschritten haben, doch weiter…

»Probleme gab es im Test auch mit Xvid-AVIs mit aktivierter GMC-Kompressionsoption (Global Motion Compensation), hier gab es Bildaussetzer, die in Verbindung mit DivX nicht auftraten – hier ist abzuwarten, ob Firmware-Updates dies noch ausbügeln können. Bei DivX/XviD-Dateien mit QPEL-Kompression (Quarter Pixel) wurde das Video nicht dargestellt. Wer DivX-Videos erstellt, sollte auf die Anwendungen Nandub oder Vdub setzen, mit Avimux erstellte Dateien machen nur bei MP3-Sound mit variabler Bitrate keine Probleme.«

Lesen wir da von »Problemen«? Unserem Testkandidaten ‘Frühpensionär’ sollten jetzt die Schweißperlen auf der Stirn stehen, spätestens dann aber wenn Frau fragt: »Schatzi, haben wir denn die Anwendungen Nandub oder Vdub und erstellst du die Dateien auch wirklich nur als MP3-Sound mit variabler Bitrate? Und wer kümmert sich ums Firmware-Update?«.

Solange da nicht nur sowas wie »Kassette einlegen und Play-Drücken« steht, sehe ich für das ganze System noch keine echte Chance.

Angetestet von golem.de: Kabellose Multimedia-Hardware bei Plus
http://www.golem.de/0504/37532.html

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Neues vom Postbank-Phishing


Die bereits bekannte Phishing-Mail für Postbank-Kunden ist wieder unterwegs. Doch entgegen der z.T. vermeldeten »textlichen Verbesserungen« ist der Text noch immer identisch mit der bereits alt bekannten Mail. Dafür ist aber die Phishing-Website wieder erreichbar, so dass man die einmal studieren kann. Und die ist wirklich gut gemacht! Bis auf die Domain (angezeigt wird eine IP und nicht die Postbank-URL) ist wirklich nicht erkennbar, dass es sich hier um eine Fälschung handelt. Bis in die Details hat man bspw. Links auf die entsprechende Seite bei der Postbank gesetzt, so beim Impressum. Und auch die Domain irritiert nur, wenn man auch wirklich vorgewarnt ist, denn eine Auflösung der URL in die IP oder kryptische Zahlen- und Buchstabenkolonnen aus Session-ID und CMS-Pfaden sorgen schon im Internet-Tagesgebrauch oft für Verwirrung in der Adresszeile. Einzig das fehlende Sicherheitszertifikat (http statt https) hätte mich als Kunde wirklich skeptisch werden lassen.

Der Text der Phishing-Mail hier im Weblog
http://www.endl.de/weblog/2005/kw11.htm#0042

Über “Postbank-Phishing” bei netbib weblog
http://log.netbib.de/archivesweblog/2005/04/19/postbank-phishing/

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You scored 75 % as Christianity

»Your views are most similar to those of Christianity« – Da hab ich ja noch mal Glück gehabt! Immerhin hat die Auswertung des Fragebogens zur Bestimmung meiner passenden Religion noch 17 % Atheismus hergegeben … Asche auf mein Haupt.
Der kurzweilige kleine Test ist durchaus unterhaltsam, grübelt man doch bei so manchen Fragen doch mal länger nach. Manche Fragen des Fragenkatalogs (englisch) sind aber durchaus auch unterschiedlich zu interpretieren.
Freundlicherweise gibt die Auswertung des Fragebogens neben einer Übersicht der Prozentwerte auch praktische Tipps mit: »Do more research on Christianity and possibly consider being baptized and accepting Jesus, if you aren’t already Christian.«

http://quizfarm.com/test.php?q_id=10907

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