Eine subjektiv unbrisante Meinung vom
12.05.2005 um 13:14 Uhr
Regie-Leistung hin oder her, die Verfilmung der »Herr der Ringe«-Trilogie war alles, nur eben keine Tolkien-Verfilmung – eher eine Jackson-Verfilmung. Es fehlte die ‘Leichtigkeit’, diese Leichtigkeit des Seins der Auenländer, die so im Kontrast mit dem Schweren und Düsteren der Welt stand. Aber dazu wurde schon genug geschrieben und kommentiert. Ich verweise da nur auf eine gute Rezension unten.
Nun stand die nächste Verfilmung eines der wenigen Bücher mit Kult-Status auf dem Programm: »Per Anhalter durch die Galaxies« vom Douglas Adams. Und die ersten Bilder und Previews verhießen viel. Doch dann kam der erste Bericht von der »Hitchhiker«-Premiere in Neuseeland: »Hitchhiker’s Guide: utterly, utterly crap«
Ist es das Los unserer Generation, zwei literarische Meisterwerke verfilmt sehen zu dürfen und beide versagen zu sehen? Und wieder scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Cineastisch gut gemachte Werke, mit den Büchern – und vor allem dem Geist der Bücher – haben sie aber nur wenig gemein. Oder um es mit den Worten eines (jüngeren) Bekannten auszudrücken: »Lies blos nicht die Tolkien-Bücher, die versauen dir den ganzen Film« …
»Hitchhiker’s Guide«: utterly, utterly crap
»Kirkpatrick hat zwar in seinem Blog erwähnt, dass er Adams’ Drehbuch gelesen hat, aber die scheinbar zufällig erscheinende Addition von neuen, wirren Handlungssträngen macht es eher unwahrscheinlich, daß er irgendetwas behalten hat.«
http://www.industrial-technology-and-witchcraft.de/index.php/gast/14444/
Wie wäre es mit einer kleinen Diskussion zum Guide bei Nerdcore?
http://www.nerdcore.de/wpweblog/2005/05/11/hitchhiker-sucks-to-the-galaxy/
Wir blicken zurück: Rezension »Der Herr der Ringe – Die Gefährten«
»Gäbe es im Film den dank der Schauspieler Ian McKellen und Christopher Lee sehr passabel getragenen Kontrast zwischen den beiden Zauberern Gandalf und Saruman nicht, so würde nicht mehr viel von der hermetisch in sich abgeschlossenen Welt des Buchs auf der Leinwand übrig bleiben und Jacksons so gewaltig, zu gewaltig anmutendes Epos ein blasses Kino-Märchen bleiben. Aber an seinem hoch gesteckten Anspruch scheitert der Film doch. Was für den Roman gilt, der sich in Krisenzeiten besonders gut verkaufen soll, wie es von Seiten des Verlags heißt, Indiz dafür, dass er einen Nutzen der Literatur, Fantasie-Welten dem Leser zu erschließen, bestens erfüllt, lässt sich über die Verfilmung keineswegs sagen. Dafür stolpert die eigentliche Hauptrolle Frodo zu unbeholfen, charakterlich unentwickelt und verloren in der ihn überwältigenden bayreuthisierten Kulisse herum, als dass er im Film dem Zuschauer als Identifikationsfigur Halt geben könnte.«
http://www.filmrezension.de/filme/der_herr_der_ringe.shtml
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