30. Juni 2005
Für alle, die Endl heißen oder das mal werden möchten:
Mein Special-Artikel rund um meinen Familiennamen in der ersten Version ist fertig. Sind zwar nur Ansätze, aber ich arbeite dran.
Mit Informationen, wie bspw. über einen Passauer Bürgermeister des Mittelalters, werde ich zwar keinen hinter dem Ofen hervorlocken und meine Ausführungen zum C/C++-Befehl endl sind auch nicht sonderlich erhellend, aber vielleicht schaffe ich es so nach und nach, einen Überblick zu bekommen.
to whom it may concern: all about »Endl«
http://www.endl.de/endl.htm
29. Juni 2005
Na das nenne ich mal einen netten Service: Der Webimpressum-Assistent
»Unser Webimpressum-Assistent erstellt in nur wenigen Schritten anhand Ihrer Angaben ein Musterimpressum für eine Vielzahl von Berufen und Rechtsformen. Wir bieten Ihnen diesen Service kostenlos an.« [di] Webimpressum-Assistent
Auch wenn es mir noch keiner richtig glauben mag: Man braucht ein Impressum. Auch im privaten Bereich und gerade auch bei Weblogs – auch wenn das noch nicht Gesetz ist. Das Problem ist nämlich: Die wenigsten wissen, ob sie eines bräuchten, warum also nicht gleich eines anlegen? Und es kommt sowieso, wenn man die Entwicklung in Europa, aktuell gerade in Österreich, so beobachtet.
Domain-Inhabern dürfte es außerdem eh egal sein: Die sind mit einer Anfrage z.B. bei der denic.de jederzeit identifizierbar.
[di] Webimpressum-Assistent
http://www.digi-info.de/de/netlaw/webimpressum/index.php
Gefunden bei: Dico, ergo sum! – Weblog
http://impulz.deweblog/2005/01/17/korrektes-impressum/
‘Ich hab keine Ahnung, was ich kaufen soll!’ – So geht es vielen zur Zeit mit denen ich spreche, gerade im Elektronik-Bereich. Man will vielleicht gerade was anschaffen, hat aber keine Ahnung welche Marke oder welches Modell – bisweilen scheitert es schon an der richtigen Preiskategorie.
Da man auf die Beratung in den Geschäften bisweilen getrost verzichten kann (ich erinnere an »Was uns der geile Geiz gekostet hat…«) und die Produktvielfalt bzw. die immer kürzeren Produktzyklen keinen Überblick mehr erlauben, stehen viele potentielle Konsumenten ratlos da.
Ich sag ja nur ungern ‘früher war alles besser’, aber ‘früher’ hatte man – bspw. bei Stereoanlagen – so ein paar Produktklassen (Ramsch, Solide, High End) und innerhalb der Klassen jeweils eine Handvoll ernstzunehmende Kandidaten. Jetzt guckte man nur noch in den Geldbeutel, was die Klassenentscheidung erleichterte, las ein paar Testberichte im Stehen am Kiosk (das war damals einfach aufgrund der begrenzten Produkte noch machbar sich einen Überblick zu verschaffen) und stapfte mit 2-3 Favoriten in den Fachladen. Dort wurde Probe gehört und nach Beratung entschieden.
So leicht war das einmal, aber auch das war manchem schon zu kompliziert.
Als unsere Ober-Verbraucherschützerin Künast vor einiger Zeit einmal anmerkte, dass unser offener Markt den Verbraucher zu überfordern beginnt, legte sie da den Finger in die Wunde. Die Menschen wollen konsumieren, sie trauen sich aber zum Teil einfach nicht mehr, weil sie nicht wissen, ob sie etwas Gutes für ihr Geld bekommen oder eben nicht. Ob das Produkt gerade ein Auslaufmodell, ein Ladenhüter mit gesenktem Mondpreis, ein Billigteil mit Lizenz-Marken-Label oder oder oder. Bsp. SONY: Wer weiss schon noch, ob das gerade die Billig-Linie zum Mondpreis oder die HighEnd-Linie zum Top-Angebot ist. UVPs sind sowieso nur noch ein kleiner Scherz am Rande, vor allem wenn man bspw. bei Amazon bereits vor Veröffentlichung das Produkts mind. 10% unter UVP vorbestellen kann (so bspw. bei meinem letzten Siemens Gigaset).
Diesen Aspekt sollte man einmal diskutieren, wenn man über Kaufzurückhaltung spricht!
Und: Wer wundert man sich da überhaupt noch, wenn man dann nur noch auf ‘Hauptsache billig’ zugreift?!
Aber das war ja eigentlich gar nicht mein Thema…
Wenn man also Herstellerpreisen nicht mehr trauen kann, eine Beratung in den Großmärkten Glückssache ist und das Verschaffen eines Überblicks im Fachzeitschriftenmarkt aufgrund der Vielfalt und der ständigen Veränderung nicht mehr so richtig klappt, dann sucht man nach Alternativen, nach weiteren “weichen Faktoren”, die einem die Kaufentscheidung vereinfachen: Kundenrezensionen!
Wenn – von Kunde zu Kunde – ein Produkt bewertet wird, dann liest man doch gerne einmal quer. Die persönlichen Erfahrungen, die individuelle Zufriedenheit – ich gebe gerne zu, dass diese Kundenrezensionen, wie bspw. zu lesen bei golem.de (dort die Kommentare), amazon.de oder guenstiger.de (dort gleich mit Preisvergleich), bei mir zwischenzeitlich mind. 10% Kaufentscheidung ausmachen. Ein dort verissenes Produkt kann nur noch schwerlich bei mir punkten, eine gemischte Bewertung lässt mich zumindest nachdenklich und kritischer werden.
Kundenrezensionen sind mittlerweile eine Macht, sie können – an der richtigen Stelle – ein Produkt ernstzunehmend gefährden. Erfolge von Portalen wie ciao.de, von denen ich allerdings persönlich wenig halte (mir haben sie jedenfalls nie was gebracht bisher), belegen das.
Das Problem: Das wissen die Firmen zwischenzeitlich auch!
Das Zauberwort heißt Guerilla-Marketing. Auch wenn es niemand offen zugeben will, so werden doch Menschen von Firmen beauftragt, unter privaten Namen ein bisschen ‘gute Stimmung’ in Foren und bei Kundenrezensionen zu machen. Man sei also gewarnt, wenn man Kundenrezensionen liest. Denn auch wenn manche bei solchen ‘Werbemaßnahmen’ wenig Geschick zeigen und sehr schnell zu erkennen sind, so gibt es doch einige wahre Profis in diesem Geshäft.
Hier ein Beispiel, das gut passen könnte – man will ja nichts unterstellen, aber ein wenig komisch liest sich das doch. Man meint fast, jemand von Nokia traf jemand von Siemens…

Ich habe keine bessere Botschaft als diese: Frau Künast hat wohl Recht! Dem Kunden wird eine ganze Menge abverlangt und vielleicht wird er bisweilen auch überfordert dabei.
Ein Bauchgefühl dafür zu entwickeln, was und wem man trauen kann im Netz, das kann einem eben niemand abnehmen.
Update 05.09.2005: Nun hat sich auch der PR-Blogger des Themas angenommen.
Wie wichtig sind Online-Rezensionen?
http://klauseck.typepad.com/prbloggerweblog/2005/09/wie_wichtig_sin.html
28. Juni 2005
Jetzt macht es mich doch ein wenig nervös: Mein Weblog unter den letzten 15 – nominiert beim Preisbloggen 2005 von Zeit.de und Blogg.de: »Jetzt geht das Preisbloggen 2005 endgültig in die heiße Phase: die Zeit-Onlineredaktion hat aus 719 Weblogs 15 je Kategorie [...] herausgefiltert, diese werden nun von der Jury bewertet und kämpfen somit um Ehre und Preise«.
Vom Preisbloggen hatte ich ja » hier schon berichtet, hatte damals aber nicht einmal im Traum daran gedacht, bei der(!) Konkurrenz in diese erlauchte Runde zu kommen. Und unter den letzten 15 in meiner Kategorie ‘Wissen’ befindet sich wirklich exquisite Konkurrenz, allein LawBlog und Schockwellenreiter, da ist man schon geehrt hier dabei zu sein. Ehrlich.
And the nominiees are (Kategorie ‘Wissen’; lfd. Nr. 16.-30.):

Warum eigentlich die Kategorie ‘Wissen’? Also ich fühle mich da wirklich gut aufgehoben. Ich hatte erst kürzlich eine Diskussion darüber, warum man eigentlich ein Blog macht, und meine Motivation ist die gleiche wie die damals bei der ersten Website oder beim Newsletter: Spaß am Publizieren und Wissen weitergeben.
Nicht das große Wissen, die Wissenschaft, die Tiefen der Politik, nein – das Wissen aus meinen Erfahrungen als Internet-Nutzer, Jurist, Publizist, Internet Projektmanager, ehem. Portalbetreiber, Angestellter, Vater, Verbraucher, (Ehe-)Mann, (Exil-)Franke, Frankfurter … irgendwie das alte Prinzip des Internets eben: man nimmt und man gibt. (Da fällt einem doch glatt der Ohrwurm »Glory of Love«, gesungen u.a. von Bette Midler, ein: – »You’ve got to give a little, take a little – And let your poor heart break a little – That’s the story of, That’s the glory of love« *g)
Preisbloggen 2005
http://preisbloggen.zeit.de/
27. Juni 2005
Das war für manche Webmaster ein harter Schlag: Die Anbieter von Online-Kartenmaterial gingen (und gehen) aggressiv gegen die unberechtigte Nutzung ihrer Pläne vor und zeigten dabei bisweilen beeindruckende technische Fertigkeiten. So berichtete mir ein persönlich Betroffener, dass auch bei Neu-Abspeicherung und Format-Änderung es dem Karten-Anbieter vor Gericht gelang, mit Hilfe einer Art digitalem Wasserzeichen das Urheberrecht nachzuweisen.
Man mag jetzt einmal den Streit vernachlässigen, ob Kartenmaterial, das schließlich auf tatsächliche Gegebenheiten (Straßen, Flüsse) beruht, überhaupt schützenswert ist und wann die sog. Schöpfungshöhe erreicht ist, Fakt ist aber, dass es vor allem im Business-Bereich mitunter schon sehr blauäugig zugeht, wenn Kartenmaterial einfach kopiert und für eigene Zwecke im Netz eingesetzt wird. Noch immer ist im Netz ganz offensichtlich das Unrechtsbewusstsein noch nicht so richtig ausgebildet, jedenfalls wenn es um Urheberrechte (der anderen) geht.
Wie dem auch sei: 1&1 hat jetzt für seine Kunden seine kostenlosen Zusatzleistungen um Kartenmaterial für die eigene Website erweitert. Das ist ziemlich nett von 1&1 und das kann ich sogar richtig gut gebrauchen. So kann ich den lange auf der ToDo-Liste stehenden Punkt “Anfahrtsskizze zeichnen” einfach löschen.
Hier am Beispiel meiner alten Heimat (Übersichtskarte):
[Update 09/07: Nicht mehr verfügbar, da ich kein Kunde von 1&1 mehr bin]
1&1 Content-Module jetzt mit Lageplaner
http://www.1und1.info/xml/order/WebHostingNewsletterActual
Im LawBlog-Archiv: Stadtplan, Wegskizze, Abmahnung
http://www.law-blog.de/archives/000020.html
24. Juni 2005

Von monopoly live hab ich ja schon berichtet.
Aber seht euch den Top-Score an! Wenn es stimmt, was man behauptet, dass Londons Broker ihre Kosten-/Nutzen-Software (Effizienzrechner) eigens für dieses Spiel angeworfen haben, ist das aber auch kein Wunder.
Monopoly live
http://www.monopolylive.com/
Als ob es nicht schon kompliziert genug wäre…
Google bietet jetzt an – zur Zeit noch in der Beta-Version – selbst etwas für seine Erfassung in der Suchmaschine zu tun! (Als ob man das nicht schon immer tat…)
Mit Google Sitemaps (oder wie es lässig unter Nerds heißt: »G Sitemaps«) kann man eine Art Baum pflegen, der Google über das Verzeichnis der eigenen Website, dessen Aktualität und (vor allem) dessen Priorität informiert. Das Ganze wird in einer XML-Datei gespeichert und an Google “gesandt” (technisch gesehen wird die xml-Datei am Server hinterlegt und ein Ping geschickt).
Das Problem: Das Ganze ist mal wieder derartig Nerd-lastig, dass es einem schon beim ersten Blick übel wird.
Beispiel gefällig? In der Hilfe bei Google liest man:
»Webmaster, die sitemap_gen.py installieren und ausführen möchten, sollten wissen, wie sie Dateien auf ihren Webserver hochladen, eine Verbindung zum Webserver herstellen und Skripts ausführen können. Auf dem Webserver muss Python, Version 2.2, installiert sein – fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Webhosting-Anbieter nach.«
Alles klar, lieber Hobby-Websitebastler?
Und warum schenkt uns Google diese Errungenschaft?
Auch hierauf gibt Google Antwort:
»Im Einklang mit der Mission von Google, den Informationsschatz der ganzen Welt zu strukturieren und universell zugänglich zu machen, soll dieses kollaborative Crawlingsystem dazu beitragen, den Nutzen des Google-Indexes für Benutzer durch verbesserte Abdeckung und Aktualität zu optimieren.«
Aber es gibt Lichtblicke! Erste Free-Tools sind schon am Entstehen und werden fast stündlich verbessert. So z.B. das Tool bei VIGOS Gsitemap. Hier kann man sich so eine xml-Datei generieren lassen und auch gleich per FTP hochladen lassen.
Das Tool hat zwar noch ein paar Macken (so ist die Bedienung manchmal etwas mühselig und bei mir spidert die Website im Loop), aber für die Version 0.96 ist das schon einmal sehr hoffnungsvoll.
Hilfe zu Google Sitemaps (BETA)
https://www.google.com/webmasters/sitemaps/docs/de/about.html
VIGOS Gsitemap
www.gsitemap.com
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