Monthly Archives: Juli 2005

Ungeschriebene Gesetze: Das Ende wird nicht verraten

Es gibt so ein paar Regeln der modernen Zivilisation, die irgendwie ‘heilig’ sind und die niemand bricht und derer sich sogar die Medien in ihrer Breite unterwerfen. Eines davon ist: Das Ende wird nicht verraten.

Sich ein Fussball-Spiel seines Lieblingsclubs als Aufzeichnung zeitversetzt anzusehen ist eigentlich so gut wie unmöglich. Auch bei totaler Informationsblockade kommt bestimmt spätestens zwei Schritte vor der Haustür der Nachbar mit dem nett gemeinten: »Glückwunsch zum Sieg!«. Da werden freudig erwartete 90 Minuten zum Ärgernis.
Und dabei gab es früher sogar einmal in der Tagesschau vor der Sportschau nur eine tonlose Einblendung der Ergebnisse – mit Vorankündigung!

Aber Filme und Bücher – da hält man noch heute dicht. read more »

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Amazon lässt ab sofort komplette Bücher durchsuchen


Amazon hat’s getan: Ab sofort wird auch in (sic!) Büchern gesucht. Wer bei Amazon einen Suchbegriff eingibt kann nun auch über »Search Inside« (Übrigens ein Trademark!? Was kann man eigentlich noch alles schützen lassen? *kopfschüttel) auch in Büchern suchen und damit bspw. erfahren, »in welchem Kontext ein Thema behandelt wird«.

»Sie möchten sehen, wie zum Beispiel ein Kochbuch oder Kinderbuch gestaltet ist? Sie würden gerne das Inhaltsverzeichnis einsehen? Sie möchten wissen, ob ein Buch tatsächlich Ihren Anforderungen entspricht und zunächst Auszüge lesen? All das bietet Ihnen unser neuer Service Search Inside!« [aus der Website]

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Laß dich nicht verarschen, vor allem nicht bei der URL

Ist das nun die Adresse der Postbank, oder nicht? Nein!
Auch wo www.postbank.de drinsteht, muss noch lange nicht www.postbank.de dahinterstecken. Das ist nun keine echte Neuigkeit, aber offensichtlich fehlt es hier und da am Grundverständnis der Internet-Technologie, anders wäre mir der oben gezeigt Pishing-Versuch nicht zu erklären: Man setzt auf das Unwissen der Nutzer und versucht auf diese (plumpe) Weise zu täuschen.

Tatsächlich lautet die Pishing-Adresse:
http://www.postbank.de.pbde_pk_home-pbde. pk_produkteundpreise.pbde_pk_serviceundkredite- 00945001843.serverbackup09.com/

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Egal ob die Neuwahl kommt: Ich sage schon mal Nein

Vielleicht mag man es als besonders albern empfinden, wenn man als Blogger, der sich ja Tag für Tag in einer gewissen Weise vor seinem Lesevolk nackisch macht, penibel auf seine Daten achtet, aber ich tue das. Ich gebe eben das von mir preis, was ich will und wem ich es geben will. Und den Parteien (von links über die Mitte bis ganz rechts …) gebe ich sie eben nicht. Basta. Ich krieg’ ja auch nichts zurück und das (Un-)Wort »Stimmvieh«, das wieder für die nächste Wahl gerade zusammengetrieben wird, finde ich gar nicht so unpassend. Aber dazu mehr, wenn es dazu kommt…

Wie also schon einmal hier berichtet, kann man der Weitergabe seiner Daten an Parteien aber widersprechen.
frankfurt.de berichtet: »Bundespräsident Horst Köhler wird voraussichtlich am 22. Juli seine Entscheidung über die Bundestagswahl bekannt geben. Setzt er Neuwahlen für den 18. September an, werden die Parteien die Wählerdaten sehr kurzfristig bei den Meldeämtern abfragen.«
Bis 31. Juli hat man dann der Quelle nach noch Zeit, eine Übermittlungssperre eintragen zu lassen. Nach Rückfrage per E-Mail wurde ich gerade informiert, dass hierzu ein Fax ausreiche, nicht aber – mangels Unterschrift – eine E-Mail. Egal, schon erledigt.

Der Weitergabe der Daten an Parteien kann man widersprechen
http://www.frankfurt.de/sis/sis/detail.php?id=115468&template_id=15

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RegTP war gestern – Willkommen Bundesnetzagentur

»Seit dem 13.07.2005 ist das Zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts in Kraft. Von diesem Datum an heißt die Regulierungsbehörde (Reg TP) Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur).
Ab dem 20.07.2005 können Sie uns auch unter “www.bundesnetzagentur.de” im Internet erreichen.« [Aus der Website der RegTB/Bundesnetzagentur]

Wer sich z.B. mit Telekommunikation oder den Mehrwertdiensten (auch sog. Dialer) schon einmal beschäftigte (beschäftigen musste), der kennt natürlich die alte RegTP.
Die Regulierungsbehörde beschreibt sich selbst wie folgt: »Auch nach der Liberalisierung der Post- und Telekommunikationsmärkte werden die ehemaligen Monopolunternehmen, die Deutsche Post AG und die Deutsche Telekom AG, noch lange Zeit ihre dominierenden Marktstellungen halten können. Deshalb muss es die zentrale Aufgabe der staatlichen Regulierung sein, diese Marktmachtstellung des dominanten Anbieters zu kontrollieren und den neuen Wettbewerbern zur notwendigen Chancengleichheit zu verhelfen.«
Ihre Aufgabe wird wie folgt beschrieben: »Die Regulierungsbehörde hat die zentrale Aufgabe, auf der rechtlichen Grundlage des Telekommunikationsgesetzes (TKG) und des Postgesetzes (PostG) durch Liberalisierung und Deregulierung.«

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen – ehem.: Regulierungsbehörde (Reg TP)
http://www.regtp.de/

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Warnung vor der Pastbank

Kein Tippfehler – aber es fällt einem sofort auf, oder!? Natürlich muss das Postbank heißen und was einem sofort hier ins Auge sticht, fällt komischerweise vielen in der Adresszeile des Browsers nicht auf. (siehe erstes Bild unten)
Es geht – mal wieder (siehe hier mit weiteren Verweisen, Screenshots und Materialien) – um Phishing. Das Thema nimmt kein Ende und zieht sogar noch größere Kreise. Gestern die Postbank, heute die Sparkasse – aber auch eBay oder PayPal. Wo immer sensible Daten im Internet benötigt werden, Betrüger versuchen sie von Ihnen »abzufischen«.
Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen nehme ich das Thema immer und immer wieder auf.
Erst heute kam jemand ‘begeistert’ zu mir und wollte mir die »neue Masche« erklären – er meinte das Phishing. Und er betonte (und das zu Recht), dass Menschen ohne große Interneterfahrung auf so etwas auf jeden Fall reinfallen würden.
Ich will jetzt nicht wieder auf das schlechte Deutsch der E-Mail eingehen (ich bin ja nicht der Hof-Lektor der Phisher) – aber der Text ist besser geworden, leider.

Für (vor allem unerfahrene) Internet-Nutzer hier noch einmal alles zusammengefasst mit drei Beispielen:

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5 Links für den Newbie

Da sitzt man nun bei einem Glas Wein vor einem neuen Laptop und soll dessen Besitzer, ein klassischer Newbie, der sich zwar schon ordentliche Grundkenntnisse erworben, aber sonst vom Internet noch keine Ahnung hat, in der gebotenen Kürze erklären, was man denn im Internet Nützliches finden kann.
Also nichts nur so ‘Interessantes’ oder eine Antwort auf eine konkrete Frage, sondern einfach nur Links, die man im Alltag immer wieder gebrauchen kann. Suchmaschinen mal außen vor.

Hier im Frankfurter Raum böte sich zwar frankfurt.de an, oder – für’s Kulturelle – kultur.frankfurt.de. Aber für den täglichen Gebrauch kein absolutes Muss.

Also hier die Liste:

www.das-oertliche.de – Die Telefonauskunft für die Umgebung

www.wikipedia.de – Das Nachschlagewerk

www.rmv.de – ÖPNV in der Region mit Abfahrtzeiten
mit www.rmvplus.de – Routing für Auto, ÖPNV und Flug (Routing, Live-Flugdaten, …)

www.bahn.de – Die Bahn, für Zugverbindungen im Bahnverkehr

www.meinestadt.de – Stadtinformationen in Tiefe und Breite

Ich glaube, die fünf waren es. Da hat man schon mal was zum Stöbern und gucken.
Nächstes mal steigen wir dann in die News ein, da gibt es ja auch einiges aus der Region. Ok, den Spiegel hab ich auch schon mal gebookmarkt.
Btw.: So ein Modem ist echt bitter. Da merkt man erst mal, wie sehr man DSL braucht um nur halbwegs vernünftig durch die Gegend zu kommen. Man muss einfach konstatieren, dass das Netz nicht mehr für Modems optimiert wird.

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