Statt E-Mail empfehle ich den Dialog mit einer Wand
Was machen wir uns eigentlich die Mühe und schreiben E-Mails? Ob Anfrage, Feedback oder Bitte – ich empfehle die ehrliche Konversation mit der nächstgelegenen handelsüblichen Wand. Das kostet weniger Energie, minimiert die Response-Erwartung, spart dabei Traffic und ist im Ergebnis das Gleiche.
Sind wir doch mal ehrlich: Das einzige Feedback (bei größeren Unternehmen) erhalten wir von ‘der Maschine’, so genannt CRM-Software (Customer Relationship Management). Was da nicht vernünftig beantwortet werden kann, können Sie auch selbst in den virtuellen Lokus kippen.
Sie wollen Beispiele? Aber gerne und reichlich.
DFL – Die Deutsche Fußball-Liga belästigte ich bereits vor mind. 6 Wochen mit der Frage, ob man im regelmäßigen Bundesliga-Betrieb das Dach eines Stadions schließen kann. Keine Antwort. Ok, erneute Nachfrage mit Cc. DFB – keine Antwort. Nur der DFB schrieb, man wisse das auch nicht (…), man solle sich aber an die DFL wenden. Ob der DFB weiß, was eine Zusendung in Kopie ist?
Procter & Gamble – Meine Beschwerde via Formular wurde nie beantwortet. Erst per nochmaliger Beschwerde-E-Mail kam dann eine Antwort. Zur Ehrenrettung sei gesagt: Dann wurde problemlos die Packung ersetzt.
Leserbriefe – Ob Frankfurter Rundschau oder ‘wirtschaft digital’. Warten Sie nicht auf Antwort! Bei Spiegel Online kommt »vielen Dank für Ihre Mail, wir haben sie mit Interesse entgegengenommen. Jeden Tag erreichen uns Hunderte von Leserbriefen…« usw. usw. – Sie wissen, die Maschine… Aber immerhin war man kurz danach laut Blog-Statistik hier auf der Website.
Premiere TV – Lag zwar eine Weile zurück (als ich noch Kunde war), aber nett allemal. Auf meine E-Mail-Anfrage in einer Vertragsfrage kam keine Antwort per E-Mail. Auf mein telefonisches Nachhaken war die Mitarbeiterin am Telefon sichtlich amüsiert: ‘Aber Herr Endl, man schreibt doch keine E-Mail – da weiß man doch, dass das nicht ankommt.’ So so…
Statt sich in Meetings über effizientere CRM-Maßnahmen den Kopf zu zerbrechen, die »Business Intelligence« erneut zu überprüfen und noch mehr B2C-Marketingmaßnahmen aus dem Ärmel zu schütteln, sollte man vielleicht einfach einmal den Kunden, der gerade im Laden steht, eine Minute Aufmerksamkeit schenken. – Nur so ein Vorschlag.
to be continued
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Was machen wir uns eigentlich die Mühe und schreiben E-Mails? Ob Anfrage, Feedback oder Bitte - ich empfehle die ehrliche Konversation mit der nächstgelegenen handelsüblichen Wand. Das kostet weniger Energie, minimiert die Response-Erwartung, spart dabei Traffic und ist im Ergebnis das Gleiche.
Sind wir doch mal ehrlich: Das einzige Feedback (bei größeren Unternehmen) erhalten wir von 'der Maschine', so genannt CRM-Software (Customer Relationship Management). Was da nicht vernünftig beantwortet werden kann, können Sie auch selbst in den virtuellen Lokus kippen.
Sie wollen Beispiele? Aber gerne und reichlich.
DFL - Die Deutsche Fußball-Liga belästigte ich bereits vor mind. 6 Wochen mit der Frage, ob man im regelmäßigen Bundesliga-Betrieb das Dach eines Stadions schließen kann. Keine Antwort. Ok, erneute Nachfrage mit Cc. DFB - keine Antwort. Nur der DFB schrieb, man wisse das auch nicht (...), man solle sich aber an die DFL wenden. Ob der DFB weiß, was eine Zusendung in Kopie ist?
Procter & Gamble - Meine Beschwerde via Formular wurde nie beantwortet. Erst per nochmaliger Beschwerde-E-Mail kam dann eine Antwort. Zur Ehrenrettung sei gesagt: Dann wurde problemlos die Packung ersetzt.
Leserbriefe - Ob Frankfurter Rundschau oder 'wirtschaft digital'. Warten Sie nicht auf Antwort! Bei Spiegel Online kommt »vielen Dank für Ihre Mail, wir haben sie mit Interesse entgegengenommen. Jeden Tag erreichen uns Hunderte von Leserbriefen...« usw. usw. - Sie wissen, die Maschine... Aber immerhin war man kurz danach laut Blog-Statistik hier auf der Website.
Premiere TV - Lag zwar eine Weile zurück (als ich noch Kunde war), aber nett allemal. Auf meine E-Mail-Anfrage in einer Vertragsfrage kam keine Antwort per E-Mail. Auf mein telefonisches Nachhaken war die Mitarbeiterin am Telefon sichtlich amüsiert: 'Aber Herr Endl, man schreibt doch keine E-Mail - da weiß man doch, dass das nicht ankommt.' So so...
Statt sich in Meetings über effizientere CRM-Maßnahmen den Kopf zu zerbrechen, die »Business Intelligence« erneut zu überprüfen und noch mehr B2C-Marketingmaßnahmen aus dem Ärmel zu schütteln, sollte man vielleicht einfach einmal den Kunden, der gerade im Laden steht, eine Minute Aufmerksamkeit schenken. - Nur so ein Vorschlag.
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Ich glaub, das war's.