Und nun zu etwas vollkommen anderen.
Bei mir war es wieder soweit: Abgabetermin Steuererklärung – war eh schon zwei mal verschoben.
Man stellt sich doch die Frage: Warum hat die Mehrheit der Bevölkerung eine derartige Aversion gegen die Steuererklärung.
Wirtschaftstreibende haben natürlich eine komplexe Steuererklärung, klar, aber dafür auch meist einen Steuerberater. Aber warum ‘Otto Normalverbraucher‘? Der Versuch einer Erklärung.
1. Negative Konnotation
Steuer hat nun einmal was mit Wegnehmen zu tun. Oben am Gehaltszettel steht jeden Monat was man ‘verdient’, unten ‘was man kriegt’. Das Thema Steuer ist also per se negativ aufgeladen.
2. Angst vor Fehlern
Das Fiese an der Steuererklärung ist, dass man für Fehler, die man zu eigenen Lasten macht, keine Gnade zu erwarten hat, und für Fehler, die man zu Lasten des Staates macht, gnadenlos abgestraft wird. Der Staat darf sich aber natürlich nachträglich korrigieren, na klar.
3. Die Unterschrift ins Blaue
Korrespondierend zu oben 2. besteht das Problem, dass man eigentlich das, was man da – mit viel Pathos – zu unterzeichnen hat, eigentlich nicht richtig verstanden hat. Querverweise und Bezugnahmen innerhalb der Formulare, Begriffe, die man nicht wirklich versteht und die dazu juristisch schwer aufgeladen sind, und Paragrafen-Verweise auf Gesetze, die man meist nicht einmal kennt, noch – würde man sie kennen – finden würde, noch – würde man sie kennen und finden – verstehen könnte, noch – würde man sie kennen und finden und verstehen – richtig interpretieren könnte, da sie von der Verwaltungspraxis und Rechtsprechung zwischenzeitlich ausgelegt wurden.
Unser Steuerrecht braucht primär keine Vereinfachung im steuerrechtlichen Sinne (- gut, das mag auch wichtig sein -), unser Steuerrecht braucht vor allem mal ein Verständnis in der Breite von den Basics. Kompliziert ist das Thema, weil wir (die Deutschen) kompliziert sind. Ändert man nämlich irgendwas, blickt die eine Hälfte erst Recht nicht mehr durch und die andere Hälfte sucht sich daraus auf Biegen und Brechen einen Vorteil zu verschaffen.
Ich bin sogar der Meinung, dass es kaum leichter hinzubekommen ist. Beispiel Geschäftsessen: Klar ist, dass man es weder ganz von der Steuer befreien kann, noch kann man es komplett unreglementiert lassen kann (sonst gibt es wieder römische Verhältnisse). Also muss man es einschränken, vernünftig, doch nur wie? Eine Gesamtsumme? Eine Beschränkung der Gänge? Eine Maximalsumme pro Person? Alles nicht wirklich passend, und es ist ja auch klar, dass die Chefetage anders tafeln muss wie der Sachbearbeiter. Allein wenn man sich eine einfache und für alle und alle Lebenslagen in diesen Punkt einfache Regel selbst überlegen soll, wird man scheitern. Das Leben ist eben kompliziert, vor allem wenn man nicht mit Vernunft und Verantwortungsgefühl rechnen darf.
Aprospos – soweit ich weiß ich der Termin für die Steuererklärung 2005 der 31. Mai 2006. Also so langsam ran an das Thema! (Ich weiß, das war jetzt gemein, sorry.)
Und nun zu etwas vollkommen anderen.
Bei mir war es wieder soweit: Abgabetermin Steuererklärung - war eh schon zwei mal verschoben.
Man stellt sich doch die Frage: Warum hat die Mehrheit der Bevölkerung eine derartige Aversion gegen die Steuererklärung.
Wirtschaftstreibende haben natürlich eine komplexe Steuererklärung, klar, aber dafür auch meist einen Steuerberater. Aber warum 'Otto Normalverbraucher'? Der Versuch einer Erklärung.
1. Negative Konnotation
Steuer hat nun einmal was mit Wegnehmen zu tun. Oben am Gehaltszettel steht jeden Monat was man 'verdient', unten 'was man kriegt'. Das Thema Steuer ist also per se negativ aufgeladen.
2. Angst vor Fehlern
Das Fiese an der Steuererklärung ist, dass man für Fehler, die man zu eigenen Lasten macht, keine Gnade zu erwarten hat, und für Fehler, die man zu Lasten des Staates macht, gnadenlos abgestraft wird. Der Staat darf sich aber natürlich nachträglich korrigieren, na klar.
3. Die Unterschrift ins Blaue
Korrespondierend zu oben 2.
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Filed under: Allgemein,Gesellschaft