Wir jammern

Ja, wir jammern! Nicht auf hohem Niveau, nein, ganz tief unten raus. Und wir jammern über’s Wetter. Ich darf das, ich hab es nie herbeigesehnt oder hochgejubelt.

Warum? Erstens weil es zu warm ist, um sich zu konzentrieren und um zu arbeiten. Muss man aber, sonst gibt’s mittlelfristig keine Brötchen mehr. Und weil man nicht schlafen kann, weil es – wie in den letzten Jahren vorgekommen – einfach nicht normal ist, wenn es nachts über 25 Grad hat. Mag sein, dass das manche wegstecken, ich nicht so besonders. Auch ich wälze mich nachts rum und bin morgens unausgeschlafen – sei es, weil ich wach wurde, sei es, weil es den Kids wegen der Hitze zu warm wurde (alternativ wegen irgendwelcher Geräusche aufgrund der offenen Fenster).

Aber was mich richtig nervt ist meine Unverträglichkeit der Wetterwechsel hier im Rhein-Main-Gebiet (da klagt fast jeder in den ersten Jahren nach dem Zuzug drüber). Der Sprung von gefühlten 10 Grad auf gefühlte 35 Grad innerhalb eines Tages hat mein Hirn zu einer wummernden unkoordinierten Masse degeneriert. Dauerzustand – seit ein paar Tagen. Dazu kommen über den Nacken ausstrahlende Verspannungen höchster Kategorie, die auch eine Massage nur lindern aber nicht auflösen konnte.

Nun könnte man sich mit Paracetamol oder Aspirin zuballern, ist aber auch nicht gesund und senkt die Vorfreude auf das Bier zum Länderspiel deutlich (aufgrund diverser Erfahrungen in Selbstversuchen der Jugendzeit).

Kurzum: Ich leide und ich jammere. Und Schuld daran ist das Wetter.