Bloggerlyrik

Aufgewühlter Gedankenwahn losgelassen
im Niemandsland unbekannter Wesen.
Auf Themenminen wütend tretend,
achtlos liegengelassener Fragmente
unvollständiger und unvorsichtig
preisgegebener Facetten eines Seins.

Unvorsichtig war es zu schreiben
noch unvorsichtiger dir zu antworten.
Schnell warst du, hast jeden Einwand
vorher abgewogen und nie ein anderes
Ziel gehabt als diesen Augenblick
der totalen Verwirrung in dessen
Zenit du selbst die Fallstricke legtest
– um dann grußlos zu gehen.

Du schaltest aus, das Adrenalin einer
Schlacht der Worte pulsiert durch
deine Adern. Du hast gesehen wie dein
Opfer begann sich zu winden, du hast
den Triumpf gespürt in einem Kampf
der nie verlierbar war, denn allein der
Kampf war nur dein Ziel.

Du schaltest aus.
Dein Zimmer durchschreitest du,
hast alles richtig gemacht.
Zufriedenheit wird gestört durch wirre Gedanken.
Am Ende warst du im Recht, im Recht, im Recht.
Deine Rhetorik, deine Argumente waren überlegen.
Man war selbst schuld, wer sich nach
draußen wagt, der will es nicht anders.

Morgen, morgen fängst du an und
verfasst selbst etwas, du wirst es besser machen,
wirst dir nicht durch solch dilletantischen Nonsense
eine Blöße geben.
Wenn, dann machst du es richtig.

Morgen, vielleicht, wenn Zeit bleibt.