Eine der wichtigsten deutschen Internetseiten, Spiegel Online, hat gerelauncht. Meldung Ende. Fast.
Eigentlich hätte das ein Paukenschlag sein können, so, wie man selbst auch von Spiegel Online 7.0 spricht und sich damit selbst weiter sieht als Web 2.0. Doch auf der ersten Blick verbirgt sich hinter dem großen Relaunch eher ein “me2″ – ein “ich mach das jetzt auch so wie die anderen”. Die Navigation links wanderte jetzt nach oben (wie auf den Artikelseiten bereits vor einiger Zeit vollzogen) und die Teasermeldungen bekommen so mehr Platz. Die Änderungen im Forum kann ich nicht nachvollziehen, da das von mir seltenst genutzt wurde, die angekündigte Nachrichten-Show wird abzuwarten sein.
Kurzum: Alles schon dagewesen oder woanders schon gesehen. Sicher bietet das leicht abgewandelte Format bessere Möglichkeiten Text und Bild zu präsentieren, dafür verliert man aber einen großen Teil an eigenständigem Gesicht, gibt ein Stück Corporate Design auf.
Nichts gegen solche Art von Relaunch, wenn man meint, sie müssen sein (für mehr Platz für Werbung zB), aber dann bitte nicht davon sprechen, dass man Web 2.0 hinter sich gelassen hätte. Denn kümmerliche 3 Leser-empfehlen-Meldungen rechts oben haben nichts mit der Idee einer User-basierten und -orientierten Navigation und Struktur gemein. Im Gegenteil: Die wieder herausgekramte horizontale JavaScript-Ausklapp-Navigation erinnert mehr an gestern als an morgen.
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