Hustle the sluff – Die Zeit läuft ab und das Rätsel enträtselt sich

Es ist wohl – Gott sei Dank – tatsächlich nur eine virale Marketing-Kampagne, wie von Anfang an vermutet, aber in Zeiten wie diesen und kalendarischen (Beinahe-)Überschneidungen (9/11) wird man ja fast schon neurotisch.

Es hat uns alle bisher amüsiert und es war ausgesprochen kurzweilig, soweit alles klar – und je mehr Hinweise sich sammeln (immerhin beteiligen sich einige an der Jagd nach hinweisen – ich habe mich ja nach meinem myspace-Fund bei Spekulationen etwas zurückgehalten), desto mehr deutet sich ein Ende des Tunnels an. Was »Stefan Metze – Webdesigner, Experte für Suchmaschinenoptimierung in Berlin Adlershof« (wie man sich selbst kurz und knackig nennt) wohl als erster anhand der IPs nachvollziehbar belegen kann, handelt es sich bei der ausführenden Marketing-Agentur um die “VM People“. Noch ist das Produkt und der Initiator unbekannt, aber man munkelt ob der Termine und Anspielungen, dass es sich um Apple handeln könnte, die entweder den neuen iPod oder das neue Wunderding bewerben wollen.

Warten wir also noch auf den Big Bang am Dienstag. Wir sind gespannt.

Ein ganz anderes Thema wurde dabei am Rande klarer: Solche Marketing-Maßnahmen polarisieren, das war klar, aber sie bringen auch Blogger an den Rand der Gewissensfrage. Es deutet sich so ein bisschen an, dass die Blogger, die besonders fleißig waren, wenn es darum geht die Botschaft weiter zu tragen, belohnt wurden. Durch Aufmerksamkeit, durch Informationen, durch kleine Zuwendungen. – Diese Art der Belohnung nährt die Hoffnung, dass die Haupt-Protagonisten auch in der Endausscheidung/im Lostopf sind, wenn es denn was zu verschenken gibt. Und das kann im Ergebnis eine sehr kuriose Entwicklung auslösen: Maßnahmen wie diese werden in Hoffnung auf eine Belohnung nicht nur wohlwollend und amüsiert thematisiert, es könnte sich ein Run um die Gunst der viral Werbenden entwickeln. Ein Buhlen um die Gunst der Macher.
Das kann denen natürlich nur Recht sein und würde eine vorauseilende Welle auslösen, ganz ohne dass man auch nur irgendwas versprechen oder ausloben musste. Kann aber natürlich auch instrumentalisiert werden. Weswegen die Bedenkenträger (auch und gerade außerhalb der Werbewelt) wieder den Finger heben werden – und zu Recht.

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Facebook-Kommentare

One comment

  • 1
    10. September 2006 - 10. September 2006 21:52 | Permalink

    Zu dem “Beweis” mit der IP habe ich grade eben bei Stefan Metze etwas in den Kommentaren geschrieben. Kurz gesagt: Die IP beweist gar nichts, da es sich um einen Server handelt der von verschiedenen Webhostern benutzt wird. Unter anderem auch vom Fixing-Blog der Fischer Werke. Oder sind die Fischer Werke nun in der Hand von Viralvermarktern?
    So einfach kann man sich das nun nicht machen. Das mit der gleichen IP ist diesmal echter Zufall und ausgesuchter Blödsinn.

    Die Belohnungsstrategie das nur diejenigen Belohnt werden welche sich besonders bemüht haben, wäre die denkbar schlechteste. Der mensch ist von Geburt an Faul und will mit einem Minimum an Energieeinsatz ein maximum an Erfolg erreichen. Deswegen sind die Fragen bei den TV-Ratespielchen immer so absolut Kindergartenniveau. Es sollen möglichst viele Leute anrufen damit über die Telefonkosten die Kosten für das Gewinnspiel wieder rein kommen.

    Erschwere ich ein Gewinnspiel dadurch indem ich die Teilnahmebedingungen extrem erschwere, sei es durch schwer lösbare Rätsel oder aufwendige Arbeit, vermindere ich automatisch die Anzahl an Teilnehmern.
    Zumindest würde bei einer Wiederholung eines solchen Gewinnspiels sich jeder zweimal fragen ob der Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum Gewinn steht.

    Ich denke wenn man die Blogszene ein wenig beobachtet und nicht völlig Plemmplemm ist, dann hat man recht schnell gemerkt das es sich bei diesem Rätsel um ein Gewinnspiel oder eine Marketingaktion handelt. Die Paralellen zu Philipp Retlingshofer (www.philippretingshof.de) sind doch zu extrem. Das die Aktion von Philipp Retlingshofer von den VM-People gemacht wird, ist seit der petzerei von Don Alphonso ja bekannt.

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    Ich glaub, das war's.