W-LAN unverschlüsselt

Erst vor kurzem irgendwo im TV: Ein Hosianna auf die Freifunker, ein Loblied auf diese generösen Menschen, die „ihr“ W-LAN (mit Flatrate) der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Dabei auch ein Interview mit einem selbstlosen Nutzer, der ja die ‚ganze Flatrate allein gar nicht sinnvoll nutzen‘ kann.

Wie im TV-Beitrag herausgehoben und auch in den FAQs bei freifunk.net nachzulesen sei das auch alles erlaubt (solange die Mitnutzung Dritter nicht im individuellen DSL-Tarif ausgeschlossen) und zudem sogar von der „EU“ ausdrücklich unterstützt.

Also wer da noch verschlüsselt, ist quasi ein Menschenfeind, ein Sozialkrüppel, ein … ach was weiß ich.

Und mir grummte bei dem Beitrag der Magen. … Nicht wegen des generellen Prinzips, nein nein, klingt ja auch schön und gut und edel. Auch nicht wegen der Sicherheit der Daten (das muss ja jeder selbst wissen, Otto-Normal-Surfer ist das aber meistens total egal). Aus irgendeinem Grund passte mir was nicht. Ich dachte an Vertragsbedingungen, aber das scheint in der Tat meist zulässig zu sein (abgesehen davon, dass ich mir gut vorstellen könnte, das bei zu hoher Nutzlast die Kündigung folgt, aber das nur Spekulation… …). Heute nun der Artikel beim WRS Verlag und ich kann wieder ruhig schlafen: Bauch hatte sich nicht geirrt.

Vertragsrecht hin oder her: Die Haftung ist das Problem!

Betreiber eines WLAN-Funknetzes können haftbar gemacht werden, wenn Dritte einen darüber erreichbaren Internetanschluss zu illegalen Aktivitäten missbrauchen. Ein jetzt bekannt gewordenes Urteil des Landgerichts Hamburg weist den Inhabern ungeschützter WLAN-Zugänge eine entsprechende Störer-Haftung zu. [Quelle]

Ich meine, auf den Aspekt hätten die im TV-Bericht durchaus mal kommen können. Meine ich.