Hustle the sluff – Die wahre Geschichte (mit Bildern und Videos)
Hier also die ganze Geschichte des Wochenendes ungeschminkt und direkt aus der Tastatur bis dass die Mittagspause endet. Alles über »Hustle the Sluff«, dem Shuffle-Shuttle, die Rolle von T-Mobile, VM-People, den Schlüsselkindern, Erik Pollard und was ich sonst noch so brauche, um alle Keywords abzudecken.
Meine kleine Münchhausen-Geschichte von gestern hat mir eh keiner so Recht geglaubt, aber die hatte schon so ihren Sinn und der erschließt sich ein wenig, wenn man hier das Zitat liest.
Mit Andreas hab ich nämlich genau das lange am Sonntag noch besprochen: Wie fühlen wir uns nun nach dem Wochenende? Zufrieden? Enttäuscht? Begeistert? Ernüchtert? – Und so kam man fast zwangsläufig auch zum Thema, was man denn für sich selbst erwartet hatte. Denn ‘enttäuscht’ kann ja nur der sein – wenn es denn überhaupt einer der Beteiligten war – der andere Erwartungen hatte.
Aber nun erstmal der Tag im Protokoll.
Samstag ging es also los – und zwar mit dem Bus von Frankfurt-Höchst zum Flughafen. Bus, weil das mit Frau und Kindern zu viel Action gewesen wäre und Frau sich das stundenlange Quengeln unsere Sohnemanns ersparen wollte (“Ich will auch fliegen!”). Anfahrt klappte ganz gut, das Auffinden des Check-Inn-Schalters schon komplizierter – Frankfurt ist einfach echt ein verdammt großer Flughafen. Fröhlich anstehend dann die erste Erleuchtung … Leatherman … na prima, den hatte ich ja eingepackt und der geht doch nie im Handgepäck durch. Anfängerfehler (Schande).
Also egal und alles relevante in Jacke stopfen und Tasche eben abgeben. Dann zur Sicherheitskontrolle und dann zum Gate, mal sehen ob die angekündigten Mitreisenden Susanne und Andreas auszuspähen wären. Mehr so zufällig noch ein Blick auf mein Ticket und die Frage … waren das nicht zwei Zettel? … Zwei Zettel, sagt der nette Mann am Gate. … Ich hab meine Bordkarte verloren auf dem Weg zum Gate. Panik. … An der Sicherheitskontrolle suchen dann zwei Mitarbeiter am Boden kriechend nach meiner Bordkarte, ohne die geht nichts. … Dann kommt jemand auf mich zu und sagt: Gehört das Ihnen? Ich nenne meinen Namen und man überreicht mir mein Ticket. Ticket? Ich dachte Bordkarte? Ok, hatte also auch gerade mein Ticket noch verloren. … Ich kam mir vor wie ne Landpommeranze in der großen weiten Welt. … Blöder hätte es nicht anlaufen können. … Der Rest ist schnell erzählt, trotz gegenteiliger Aussagen konnte man die nicht auffindbare Bordkarte nochmal ausdrucken (Dank eTicket! da geht das. Erik sprach ja von Zufällen, das war einer, denn auf eTicket wurde ja erst kurzfristig umgestellt und mit normalem Ticket hätte ich nun ein paar Euro geblutet). … Flieger fliegt nun, mein Puls normalisiert sich … Ganz ruhig, es loooft.
Berlin-Tegel … das Warten auf mein Handgepäck kostet mich natürlich richtig Zeit und so läuft mir selbige mehr und mehr davon. 15:00 soll Treffen sein, ich muss nun sputen. Es ist zwar ok, dass man Treffpunkt am Hotel ausmacht, aber so einfach sich selbst überlassen relativiert die Erwartungen bereits ein ganzes Stück. So ne große Sache wird es also wohl doch nicht werden, sonst hätten die schon nen Abholservice organisiert.
Die BVG ist hilfreich aber letztendlich viel zu unpräziese, und so ist mein Weg zum Hotel nochmal mit Umwegen verbunden (vor allem der letzte Umstieg auf die U-Bahn war totaler Nonsense und kostete mich mind. ne halbe Stunde. Wie dem auch sei, ich irrte ein wenig herum (erster Random-Walk sozusagen), ließ mich von Menschen vom Weg abbringen und kam so also an wie befürchtet: Mit fliegenden Fahnen, während ein Grüppchen vor einem goldenen Benz bereits gespannt lauschte. Na super, wieder mal ne Einführung verpasst und am Zimmer war ich auch noch nicht mal.
Kurzer Blick in die Runde und ne Begrüßung von Erik ins Getümmel – man kannte sich ja schon ein bisschen vom Telefon. So richtig kapiert hatte ich dann die Sache nicht gleich, aber das machte wohl nichts, das ging den anderen wohl auch so (trotz Einführung). Im Ergebnis zogen wir Nümmerchen und wurden in Gruppen (2-3 Leute) eingeteilt. Jeder hatte eine andere Abfahrtszeit und meine “Gruppe” (ich war zusammen mit Judith) startete um 18:00 … am anderen Ende der Innenstadt.
Nun egal, jetzt musste was passieren. Ich schlug mal vor, nachdem die ersten schon am Sprung zur ersten Tour waren, dass sich der Rest erstmal zu einem Zeitpunkt trifft, das war schon mal pragmatisch, praktisch, gut. Denn offensichtlich hatten die Gruppen nach uns auch den gleichen Abfahrtspunkt, warum also die Zeit nicht zusammen bis dahin vertrödeln.
Nach Checkin im Hotel kurz hoch und da lag die – von den anderen natürlich längst entdeckte – Tupperdose mit Begrüßungsbrief, Stadtkarte, einem Dart-Pfeil und ÖPNV-Tickets. Damit konnte man arbeiten. Also kurz frisch gemacht und ab nach unten zum beschnuppern.
Spätestens am Oststrand (?) angekommen, dem Abfahrtspunkt, zeichnete sich bereits etwas schreckliches ab: Die sind ja alle super nett, die Truppe der hier anwesenden Schlüsselkinder versteht sich auf anhieb ganz prächtig.
Ich spring nun ein wenig.
18:00 Uhr sammelte uns Erik dann im Benz auf, also Judith und mich, und natürlich war der Treffpunkt doch woanders als wir dachten, aber wir fanden uns. Nun war ich doch gespannt. Nackt am Bungee-Seil hüpf ich nicht, das war klar, und Nieren gebe ich auch keine her. Aber was erwartet uns denn wirklich? Madonna privat? Backstage bei Pearl Jam? Live-Interview bei n-tv? Es hieß ja immer sowas mit Club, Party, Kultur, Events, aber das war ein weites Feld.
Im Benz gab es allerlei technischen Spielkram und ich musste natürlich am eingebauten Bildschirm erstmal die Bundesliga-Ergebnisse Nachrichten des Tages bei Spiegel kurz querlesen. Judith erkundete schon mal, was zu tun war. Das Erstellen eines Road-Movie scheiterte an zwei Dingen, erstens klingelte andauernd das Handy, mit dem wir filmen sollten, dann klappte der Upload nicht (allein weil wir es schon nicht kapierten was? wie?).
Per SMS kam dann eine Aufgabe rein (was mich glatt an diese TV-Serie mit dem Taxi und den Fragen erinnerte). Irgendwas mit Akrophobie und Gemüse und Berlin. So nach dem Motto: Welches Berliner Gemüse macht Akrophobikern Probleme? Und dann rief Judith eher zufällig (weil wir den gerade sahen) – ‘da müßten wir wohl mal auf den Alex (Fernsehturm) um das rauszukriegen’. Und Erik meinte “Prima, Aufgabe erfüllt”. Weil die Berliner ihren Turm den Spargel nennen, aber das wussten wir eigentlich gar nicht. Egal, Aufgabe erfüllt, Zufall ist hier ja auch Teil des Konzepts, also auch bei den Antworten. – Belohnung und Ziel war also der Fernsehturm und wir versuchten trotz Verkehr trotz Erik und trotz Navi dahinzugelangen, aber das gelang nur bedingt und wir wurden irgendwo ausgesetzt und schlugen uns durch. Amos sollte dort auf uns warten, aber das stellte sich als witzig heraus, denn da standen Massen von Menschen. Wie sollten wir da erkennen oder erkannt werden? Egal. Wir irgendwie an den Schlangen vorbei gemogelt und an der Kasse erkannten wir uns tatsächlich – genauer gesagt: Judith und Amos kannten sich, was mir sehr spanisch vorkam. Alles ein Komplott? … Tatsächlich war Judith wohl schon mal bei den VM-People in Berlin, Hintergründe mal außen vor, aber dann zufällig ausgewählt? Egal, ich will da nicht weiter nachhaken.
Das beste war schon mal an allen vorbei zu gehen wegen “Reservierung”, allerdings waren wir ob brutaler Verspätung beinahe des Tisches verlustig geworden, aber auch die Klippe wurde umschifft. Und so saßen wir, genossen den Blick auf die untergehende Sonne über Berlin und aßen. Die Unterhaltung war sehr interessant für mich, muss ich zugeben, denn Amos sprach offen über Arbeit und Ideen, vieles hat sich da für mich noch erschlossen, was noch unklar war. Und so verging die Zeit wie im Flug.
Und das war es dann auch, der Beta-Test. Der Rest ist schnell erzählt, denn wir trafen uns dann noch in einer Art Hardrock-Kneipe namens White Trash (?) und stießen auf einen Teil der Gruppe zu der sich mittlerweile C. von T-M. gesellt hatte. Danach ging es für einen Teil auf einen kurzen Spaziergang, während C. und ich den Rest bei einer Kneipe namens “Wir wollen Freunde sein” (oder so ähnlich) trafen (erinnerte mich im Übrigen sehr stark an das alte “Transfer” in Erlangen). Dort blieben wir auch zusammen, sicher auch ob der Einladung alles Getränke wären frei. Das lassen sich Blogger nicht nehmen. Und so saßen wir lachend, dabattierend und quasselnd bis um 4:00 um ne halbe Stunde später irgendwie wieder im Hotel anzukommen. Dort wollte ich – topfit – noch unbedingt eine kleine Lehmann-Lesung veranstalten, am Besten am See, der direkt am Hotel war, doch dann sprangen doch alle ab – und das war auch gut so…
Der nächste Tag hatte noch ein Brunch in der kleinen Orangerie am Schloß Charlottenburg auf dem Programm. Die Regenerationsfähigkeit der Gruppe war dabei beachtlich. Bis auf Müdigkeit und vereinzelte Kopfschmerzen waren alle wohlauf. Der Brunch verlief dann wieder redselig ohne Höhepunkte und so verlief sich der Tag bis wir – nach kurzen Besuch der Innenstadt mit Berlin Marathon-Abstecher und Bahnhofs-Inspektion – bis wir, diesmal im Dreierpack, zurück nach Frankfurt flogen. Dummerweise ereilten mich da die bisher freundlicherweise ausbleibenden Kopfschmerzen, was meine Familie zu ertragen hatte. Die Ärmsten. Nach Paracetamol aber war dann alles wieder im Lot.
Das war es eigentlich. Oder wie “John Bender” im Film “Breakfast Club” sagen würde: Ein wenig langweilig und ein wenig verrückt, aber gesellig.
“Langweilig” allerdings mit Anführungszeichen, denn gelangweilt hat sich eigentlich keiner, vor allem ich nicht. Ich habe mich wirklich hervorragend unterhalten. “Langweilig” höchstens also im Sinne dessen, dass das ein wenig erwartet/befürchtete/erhoffte/herbeigeredete Mega-Event eben nicht statt fand. Es war genau das, was beschrieben war: Eine Einladung einiger beteiligter Blogger zu einem Beta-Drive eines Event-Shuttles. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ach ja, hier noch schnell ein paar Bilder, wie versprochen. Und eines muss ich noch los werden: Ich habe hier verdammt nette Leute kennengelernt, sowohl seitens der Blogger als auch der anderen Beteiligten. Das war einfach klasse euch alle kennen zu lernen.
Bitte melden, wenn jemand ein Bild hier nicht sehen will!
Schlüsselkinder reden Klartext – Direktlink zu YouTube
26. September 2006 - 26. September 2006 09:55 |Permalink
Guten Morgen!
Mich hat es ebenfalls gefreut, Euch kennenzulernen!
Aber ich habe Kritik an Deinem Artikel: Wieso hast Du ausgerechnet den tollen “Speicher”-Kellner übersprungen?
Spass beiseite – alles in allem scheint das WE ja einen guten Schnitt bekommen zu haben.
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Frittenmeister (www): Ich bitte darum … »»» (23 days 4 hours ago)
Mark Scheppert (www): könnt ihr die vollständige Rezension lesen: Tags: 90 Minuten Südamerika, Alexander Endl, Clubfans United,... »»» (23 days 7 hours ago)
Mark Scheppert (www): Alexander Endl von Clubfans United . Mauergewinner: »»» (23 days 7 hours ago)
Alexander (www): @Frittenmeister: Erklär ich mal bei einem Bier. :-) »»» (23 days 9 hours ago)
Frittenmeister (www): Wie meinst du jetzt das? »»» (23 days 10 hours ago)
Alexander (www): Ich glaub, lieber Frittenmeister, du bist Herrn Scheppert auch näher als ich. »»» (23 days 10 hours ago)
5 Comments
Guten Morgen!
Mich hat es ebenfalls gefreut, Euch kennenzulernen!
Aber ich habe Kritik an Deinem Artikel: Wieso hast Du ausgerechnet den tollen “Speicher”-Kellner übersprungen?
Spass beiseite – alles in allem scheint das WE ja einen guten Schnitt bekommen zu haben.