Verschandelung

Noch ein Nachtrag zu Gößweinstein.

Mir ein Rätsel, wie man das durchbekommen hat, dass man oben auf die Burg einen Sendemast für Fernsehen installieren durfte. Ich meine, das ist nun wirklich weithin sichtbar und meine Frau sagte sofort „sieh mal, das kann doch nicht wahr sein, ist das ein Mast da oben?“. Mag sein, dass das strategisch der beste Punkt ist und Geld braucht man ja auch immer, aber – sorry – da fehlt mir wirklich jedes Verständnis dafür.


Und wohl nicht nur mir, wenn man nur ein klein bisschen im Netz stöbert findet man durchaus weitere kritische Stimmen – und nicht nur wegen der schönen Aussicht macht man sich Gedanken (Stichwort Elektrosmog).

Schön zu lesen die Argumentation im ersten Link der Mobilfunkanbieter, die gerne noch einen weiteren Mast da oben hätten: »Abgelehnt aus Gründen des Denkmalschutzes wurde allerdings ein weiterer GMS-Sender des Mobilfunkbetreibers O2 auf dem Burgturm gegen die Stimme von Roland Müller. Laut Müller sei der Standort für den Sender auf der Burg ideal, denn je schlechter der Handyempfang sei, umso größer sei die Strahlenbelastung für den Nutzer, so Müller.« – Dies ist aus zwei Gründen bemerkenswert: Erstens weil man sonst immer so vehement ablehnt, dass so ein Mast überhaupt gesundheitsgefährdent sein könne (und man hier aber im Umkehrschluß von einer niedrigeren Belastung spricht) und zweitens, weil man also sozusagen selbst Schuld sei als Bürger, wenn man einen anderen, schlechteren Platz wählen müsse.