Es geht doch nur um das eine.
Natürlich blickt man auf alle Listen und Ratings und Rankings und will oben dabeisein, das ist eben Blog-Sport. Aber darum gehen tut es den meisten Bloggern doch gar nicht. – Im Gegenteil: Ist man erstmal oben (oder in meinem Fall ‘ein bisschen weiter oben als vorher’) gehen die Probleme erst richtig los mit Massenspam, unerwünschten Kommentaren, Traffic-Limits beim Hosting (die überschritten werden und alles immer teurer machen), Anfeindungen, Risiken (Abmahnungen resultieren u.a. gern aus dem Umstand jemanden aufgefallen zu sein) und Nebenwirkungen (Blogzwang, Blitz-Hysterie, Wochenend-Statistik-Depression, Rechnerausfall-Paranoia, Hirnleer-Syndrom verbunden mit Ideenlosigkeits-Panik).
Eigentlich wollen Blogger doch nur das, was man im Biz-Speech so schön wie folgt auf ein Schlagwort reduziert:
Awareness
Der Blogger will einfach Aufmerksamkeit. Der eine bei seiner persönlichen Zielgruppe (vielleicht einfach die Mädels aus der eigenen Klasse), der andere bei anderen seiner Art, die anderen beim Fachpublikum, die anderen bescheidenerweise in der ganzen Welt. Und Aufmerksamkeit bedeutet mehr als nur Auffallen, es bedeutet wahrgenommen zu werden, anerkannt zu sein, einen Namen (und vielleicht ein Gesicht) zu haben. Ein ‘Jemand’ zu sein, einer, den man kennt, schätzt oder fürchtet. Es bedeutet Einfluß zu haben, Einfluß auszuüben, Gehör zu finden und auszustrahlen.
Und dabei ist er gar nicht so gierig, wie man meint.
Wer eigentlich nur so vor sich hinbloggt will eigentlich gar keine beständigen Belehrungen vom Fachpublikum, die einem ständig auf die Ohren hauen wenn etwas nicht richtig recherchiert oder falsch formuliert ist. Wer sich mit Blogs sexy machen will, ist im Regelfall von bloggenden Geschlechtsgenossen (je nach sexueller Ausrichtung) gelangweilt, wenn die zu engagiert und damit penetrant werden. Wer eigentlich Kommentare nur zum spielen will, ist genervt vom ständigen Antwortzwang, findet Abschalten aber uncool. Und – last but not least – ist gefunden werden was tolles, aber wer braucht schon (außer für den Blog-Sport, siehe oben) ständig eintrudelnde Google-Surfer, die nur nach “nackt” oder “Joga Bonito” suchen. Bringt zwar Hits, die sind aber ebenso qualitativ unwichtig wie die bloggersche Stöckchen-Kultur und so manches “via” (Diskussion dazu via hier).
So, und das messt mal!
Und dann könnt ihr mir sagen wer bei seinem Zielpublikum angekommen ist.
Und dann habt ihr den wirklich erfolgreichsten Blogger gefunden.
[Mittagspausenblogging Ende]
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Es geht doch nur um das eine.
Natürlich blickt man auf alle Listen und Ratings und Rankings und will oben dabeisein, das ist eben Blog-Sport. Aber darum gehen tut es den meisten Bloggern doch gar nicht. - Im Gegenteil: Ist man erstmal oben (oder in meinem Fall 'ein bisschen weiter oben als vorher') gehen die Probleme erst richtig los mit Massenspam, unerwünschten Kommentaren, Traffic-Limits beim Hosting (die überschritten werden und alles immer teurer machen), Anfeindungen, Risiken (Abmahnungen resultieren u.a. gern aus dem Umstand jemanden aufgefallen zu sein) und Nebenwirkungen (Blogzwang, Blitz-Hysterie, Wochenend-Statistik-Depression, Rechnerausfall-Paranoia, Hirnleer-Syndrom verbunden mit Ideenlosigkeits-Panik).
Eigentlich wollen Blogger doch nur das, was man im Biz-Speech so schön wie folgt auf ein Schlagwort reduziert:
Awareness
Der Blogger will einfach Aufmerksamkeit. Der eine bei seiner persönlichen Zielgruppe (vielleicht einfach die Mädels aus der eigenen Klasse), der andere bei anderen seiner Art, die anderen beim Fachpublikum, die anderen bescheidenerweise in der ganzen Welt. Und Aufmerksamkeit bedeutet mehr als nur Auffallen, es bedeutet wahrgenommen zu werden, anerkannt zu sein, einen Namen (und vielleicht ein Gesicht) zu haben. Ein 'Jemand' zu sein, einer, den man kennt, schätzt oder fürchtet. Es bedeutet Einfluß zu haben, Einfluß auszuüben, Gehör zu finden und auszustrahlen.
Und dabei ist er gar nicht so gierig, wie man meint.
Wer eigentlich nur so vor sich hinbloggt will eigentlich gar keine beständigen Belehrungen vom Fachpublikum, die einem ständig auf die Ohren hauen wenn etwas nicht richtig recherchiert oder falsch formuliert ist. Wer sich mit Blogs sexy machen will, ist im Regelfall von bloggenden Geschlechtsgenossen (je nach sexueller Ausrichtung) gelangweilt, wenn die zu engagiert und damit penetrant werden. Wer eigentlich Kommentare nur zum spielen will, ist genervt vom ständigen Antwortzwang, findet Abschalten aber uncool. Und - last but not least - ist gefunden werden was tolles, aber wer braucht schon (außer für den Blog-Sport, siehe oben) ständig eintrudelnde Google-Surfer, die nur nach "nackt" oder "Joga Bonito" suchen. Bringt zwar Hits, die sind aber ebenso qualitativ unwichtig wie die bloggersche Stöckchen-Kultur und so manches "via" (Diskussion dazu via hier).
So, und das messt mal!
Und dann könnt ihr mir sagen wer bei seinem Zielpublikum angekommen ist.
Und dann habt ihr den wirklich erfolgreichsten Blogger gefunden.
[Mittagspausenblogging Ende]
8 Comments
A(wareness)-Blogger?!
(Konnte nicht widerstehen, sorry)
genau! und dann sind wir endlich wieder alle vereint und Frieden überkam die blogosphere
Das mit den Suchanfragen nervt mich schon ewig… es gibt ein paar gute, die in Ordnung gehen – z.B. bei leuten, die nach Hilfe für etwas suchen und bei mir finden – aber sonst nutzlos. Klar ist es toll, ein paar mehr Hits zu bekommen, aber wirklich was bringen tun sie nicht. Na ja… hauptsache ein paar wirkliche Mitleser sind da, dann ist das Schreiben nicht umsonst – wobei es das eh nicht wäre… es soll ja Spaß machen und so
Ok, einen Vorteil haben viele Suchanfragen… man kann daraus herrlich doofe Blogeinträge schreiben ;D
Und wieder eine passende Gelegenheit auf das wunderbare Blog SearchRequest hinzuweisen, das sich dem Sammeln eben dieser Sucheinträge verschrieben hat
Ja, gut und schön. Ich könnte auch locker auf die gut 200 allnächtlichen Gäste, auf der Suche nach Paris Hilton, verzichten. Würde mich gerne auf die wenigeren Besucher konzentrieren, die mich zum deutlich besser gerankten Keyword “Marketing” finden.
Aber ich gebe dann auch gerne zu, dass ich hier den Weg des geringsten Widerstandes gehe, den entsprechenden Artikel mit den nötigen Tags versehen habe, um die zumeist erste Frage jener, die meinen sich mit Online-Marketing auszukennen, zufriedenstellend beantworten zu können: “Wieviele Besucher hat die Seite?”
Und da ich annehme, dass du auch nichts dagegen hättest, wenn du mal rein zufällig – und sowas soll ja alle paar Jahre mal wieder vorkommen – ein T-Shirt, eine Tasse oder ein Base-Cap an einen hereinrauschenden Google-Sucher verhökerst, wirst du´s verstehen.
Ist halt ein bisschen so wie beim Playboy (super Keyword übrigens). Die Mädels sind eigentlich völlig überflüssig, gekauft wird er nur wegen der tollen Interviews.
Naja, um festzustellen, daß Blogger letzten Endes nur Aufmerksamkeit suchen, muß man ja nun auch kein Prophet sein, oder?
Das sagst du so einfach …