STANDORT:
Weblog von Alexander Endl
Startseite
Weblog Home
Best of Blog
Prosa
Lyrik
Photographie
Netzwelt
About / Vita
Impressum
Zielpublikum.de
Clubfans United
PC-Manufaktur
» Twitter
» Facebook
» Xing
» Google Profil
» YASNI
» Ask me things

Absolut normales Blog



25. Oktober 2006

Blättern: links for 2006-10-24 «» Kinder-Pornographie und Pädophile Seiten im Internet

Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 25. Oktober 2006 12:20

Ausgeliefert – YouTube gibt Nutzerdaten weiter


Es ist harter Tobak, den wir da zu kauen haben. Wenn sich bestätigt, wovon ich ausgehe, dass YouTube dem Druck nachgegeben hat und die Nutzerdaten an die Anwälte der Filmindustrie übergeben hat (Quelle: Netzzeitung), dann ist das mehr als eine Randnotiz. YouTube hat in meinen Augen damit seine Nutzer verraten und verkauft, sie ausgeliefert.

AuslieferungWikipedia ist für mich da der wirklich passende Begriff: »Sprachlich bedeutet ausgeliefert sein bzw. sich jemandem oder einer Situation auszuliefern, wenn gewisse als zentral erachtete Umstände nicht mehr selbst beeinflusst werden können (siehe Ohnmacht).« [Wikipedia]

Der starfrechtlichen Auslieferung – um bei dieser Analogie zu bleiben – setzt voraus, das die ihm zur Last gelegte Tat in beiden Ländern strafbar sein, ihm keine menschenunwürdige Behandlung droht und sichergestellt ist, dass ihn ein fairer Prozess erwartet (ebenso aus Wikipedia). Hier aber ist dies alles ja nicht der Fall: Unsere Daten – auch meine, auch wenn ich vielleicht tatsächlich gar nichts relevantes getan habe – werden einfach weitergegeben. Ich kann nicht kontrollieren, welche Daten das sind, kann mich nicht dagegen wehren, wenn ich nun auf irgendwelchen Daten-CDs mit anderen gelistet werde, die tatsächlich kriminielle Energie antreibt. Ich bin im Kollektivverdacht – ohne Rechtsschutz, in einem Land, dass derzeit aufgrund der (wenn auch schrecklichen) Ereignisse der vergangenen Jahre zur Zeit vollkommen aus dem Ruder ist, was den Schutz von Persönlichkeitsrechten angeht. Alles wird der vermeintlichen Sicherheit untergeordnet, auch meine Rechte.

Einschub: Bitte versteht mich nicht falsch! Ich wiederhole gebetsmühlenartig, dass ich gegen die Missachtung von Urheberrechten bin. Aber bitte mit Maß und Verstand. Bitte unterscheidet vorsätzliche kriminelle Energie und bloße Leichtfertigkeit. Auch wenn die Unterscheidung vor dem Gesetz mitunter unerheblich ist, so denkt doch einmal weiter. Das hier sind vor allem mal Menschen, und eure Nutzer, und das ist auch euer Markt, eure Kunden. Wir stehen vor einer Zeit (oder sind schon drin), in der das Image eines Unternehmens zunehmend an Bedeutung gewinnt und mitunter sogar die Bedeutung der Qualität der Produkte selbst übertrifft. Wer sich heute als der Schrecken der Netze präsentiert, kann morgen nicht auf ‘der freundliche Partner ihres Vertrauens’ machen.

Die Netzwelt spürt sehr gut, was da gerade vorgeht (hier, hier, hier und hier) und man ahnt schon, dass das, was bisher ungeklärt im Raum stand, bald das Netz und Bloggersdorf überzieht: Eine Abmahnwelle für das Einbinden von YouTube-Videos, die vermeintlich gegen Urheberrechte verstoßen.

Denn das lustige Filmchenportal hat offensichtlich kein Problem damit, seine User an die Filmindustrie auszuliefern, wenn die Urheberrechte verletzen. Der Zeitpunkt, wo es dann nicht mehr nur die Einsteller erwischt, sondern vielleicht auch diejenigen, die besagte Videos mit dem praktischen Button zwengs Content in Blogs einbinden, ist nach meinem Gefühl nicht mehr sehr weit weg.
[DonAlphonso]

Ich fragte mich ja schon, was Google eigentlich mit YouTube will und hatte für mich schon so eine Antwort, doch die Frage scheint eher noch zu klären zu sein, was Google denn da bekommt! Die Parallelen mit Napster und Bertelsmann, die ich für mich bis dato als zu weit hergeholt sah, könnten jetzt durchaus besser passen als ich dachte. Denn Angst beginnt sich breit zu machen, Angst Filme bei YouTube zu posten, Videos von dort einzubinden und Angst davor überhaupt Mitglied zu werden, um nicht im Kollektiv in Generalverdacht zu kommen. Am Anfang ist das nur so ein Rumoren in Blogs wie diesem hier, aber wie schnell auch Netzwelts-Lieblinge wieder ab-, aus- und verstoßen werden, durfte Napster damals am eigenen Leib erfahren.

Der erste Weg war meiner Ansicht nach der richtige: Der Versuch zu legalisieren statt zu kriminalisieren, indem man mit der Filmindustrie Gespräche aufnahm um Regeln für beiderseitigem Vorteil zu finden. Dieser Akt dagegen war desaströs und ein Schlag ins Kontor.

[via AugsBlog]




Artikelansicht: Artikel anzeigen
Blog-Tags: , , ,



Abgelegt unter: Bloggersdorf, Medien, Netzwelt
Trackback-Link: TrackBack URI
Artikel-Adresse: Permalink-URI




Keine Kommentare - jetzt Kommentar schreiben »




Es gibt noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Einen Kommentar hinterlassen




Kleingedrucktes:

Wichtiger Hinweis für Werbelink-Kommentierer: Kommentare, die ungefragt Werbung enthalten (ob im Kommentarfeld oder in der Link-Adresse), werden mit 200,- EUR netto je angefangener Monat in Rechnung gestellt. Als werblich gelten dabei auch Direktlinks auf Produkte, Kategorien oder sonstige Inhalte, die vermuten lassen, dass die Platzierung des Links nichts mit dem Autor persönlich zu tun haben und im Schwerpunkt werbliche Absichten verfolgen.

Als Reaktion auf die Entscheidung des LG Hamburg werden alle Kommentare unbekannter Kommentatoren vorab moderiert. Sollte der Kommentar auch nach einiger Zeit nicht angezeigt werden, dann ist er wohl auch noch im Spam gelandet. Bitte mir das per E-Mail melden oder sich irgendwo beschweren.

Kommentare dürfen nicht beleidigend sein, keine strafbaren Inhalten enthalten und auch kein fremdes Urheberrecht oder Persönlichkeitsrecht verletzen. Nutzer tragen die alleinige Verantwortung für die kommentierten Inhalte und stellen den Website-Betreiber von allen weitergehenden Ansprüchen frei. Wer kommentieren will, muss einen Nutzernamen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Der Website-Betreiber erlangt uneingeschränktes Nutzungsrecht an den eingereichten Beiträgen, die Kommentare können verschoben und dupliziert werden, ein Anspruch auf Löschung besteht nicht. Es ist darauf hinzuweisen, dass Kommentare auch von Suchmachinen erfasst werden.

Ich glaub, das war's.




Copyright Alexander Endl 2004-2010 | Version 5.2 10/2008 | Erstellt mit WordPress

Twitter Updates


    TwitterCounter for @zielpublikum

    Follow me: Zielpublikum


     RSS-Feed abonnieren


    Kommentare

    • Frau Pfeffer (www): Ahhja… »»»
      (4 days 0 hours ago)
    • Herr Loeffler (www): Geht mir auf meinem Blog gerade genauso. Allerdings kann ich Alex nur Recht geben, manchmal braucht man für... »»»
      (4 days 8 hours ago)
    • Frau Pfeffer (www): :lol: »»»
      (8 days 11 hours ago)
    • Alexander (www): Ich hoffe es war ok, dass ich den Werbelink ohne Rechnung Stellung entfernt hab. Ein kostenloser Service des Hauses... »»»
      (13 days 3 hours ago)
    • Corinna (www): Das habe ich mir auch lange gedacht, aber jetzt konnte ich einfach nicht mehr widerstehen, weil es einfach jeder hat! »»»
      (13 days 4 hours ago)
    • Alexander (www): Vielleicht genauso “bigott” wie Kommentare schreiben nur um des Backlink willens und sich dann noch... »»»
      (14 days 6 hours ago)

    Suche im Blog




    Oktober 2006
    M D M D F S S
    « Sep   Nov »
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    3031  


    Vor einem Jahr



    Letzte Trackbacks






    Werbliche Links



    Meta


    Buntes Allerlei



    bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis

    blogoscoop

    Wikio - Top Blog



    ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider