Wenn der Markt die Medien bestimmt,
und die Masse deren Themen diktiert,
wenn eine einfache Verdaulichkeit zum Konzept erklärt wird,
weil die kritische Auseinandersetzung zu viele langweilt und daher aus dem Programm gestrichen wird,
wenn unser Vorbilder bewogen und für zu leicht befunden werden,
wenn die Vordenker statt zu predigen lukrative Jobs in Unternehmen annehmen,
wenn die Politiker beginnen sich wie Medienstars zu fühlen,
und die Politik sich wie ein Medienunternehmen verhält
und sich entsprechend umstrukturiert,
wenn Werte weichgekocht werden,
um ja keinen Wähler/Kunden/Zuschauer zu verlieren,
und Moral in eine Ecke mit Fundamentalismus und Intoleranz geschoben wird,
… dann kommt man vielleicht zu der Frage,
ob die Demokratie bereits zur Diktatur der Mehrheit wurde.
Und eben zur Erkenntnis, dass wir nicht mehr von Werten bestimmt werden, die unser Leben und Zusammenleben auch auf lange Sicht nicht nur sichern, sondern verbessern, sondern von kurzlebigen Bedürfnissen, egoistisch-hedonistischen Zielen, oder kurz:
von unseren Trieben
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