Sicher gibt es viele Ursachen für den Tod eines Blogs, und ich rede nun nicht von den Test-Blogs, die nur mal fühlen wollten, wie das mal ist. Die sind so wie in der Kneipe sitzen um 17oo und danach sagen: War ja keine Stimmung.
Eine Abmahnung zum Beispiel ist ein probates Tötungsmittel. Das mag der eine oder andere für eine überzogene oder gar kindische Trotz-Reaktion halten, aber ich erinnere mich nur an meinen kleinen Fahrad-Diebstahl und wenn einem die Unbekümmertheit und Leichtigkeit genommen wird, wenn der Gedanke an etwas, was einem Freude machte, plötzlich schwer vorkommt. Insoweit haben Abmahnungen und Verbrechen etwas gemein.
Doch das meine ich gerade nicht, ich denke gerade an etwas anderes und das langweilt nun sicher alle die, die schon über den Punkt hinaus sind …
Wenn Leute zu bloggen beginnen, dann denken sie an vieles, vielleicht sogar an kommende technische oder mögliche juristische Probleme, aber sicher nicht an etwas was ihnen droht über kurz oder lang das Leben schwer zu machen: der Erfolg.
Man kann ja gar nichts richtig dafür. 3 1/2 Wochen fast ohne nennenswerten Beitrag hier – vollkommen egal. Ab einem bestimmten Moment wird die Entwicklung zum Selbstläufer. Die Zahlen gehen nach oben. Woche für Woche, Monat für Monat. Und damit gehen die Probleme los. Spamattacken auf allen Kanälen (Mail, Kommentare, Trackbacks), Trolle und Psychos. Man steht plötzlich im Visier von Überwachungsmaschinen, Worte werden auf Goldwaagen gelegt, Aussagen hart bis unter die Gürtellinie kritisiert und polemisiert. Das ist dann manchen schon zu viel. Der Zeitaufwand, auch für Updates und Backups, nimmt immer mehr Raum ein. Nicht zu unterschätzen die Zeit für Jagd nach Daten rund ums eigene Blog. Die meisten Blogger werden über kurz oder lang statistik-süchtig (manche schaffen aber den Entzug).
Was aber vielen den Rest gibt und was total unterschätzt wird: Die Kosten.
Wer bei einem Standard-Hoster bloggt und nicht Willens und in der Lage ist, sich bei kleineren Hostern umzutun und ständig den Markt zu sondieren, sondern eben einfach nur bloggen will, der stößt über kurz oder lang an seine Grenzen – unfreiwillig und unvermeidlich. Und wenn dann das Hosting in den Bereich von 25 Euro kommt, dann zieht so mancher sicher die Reißleine. Manche gehen da deutlich früher in die Knie.
Naja, wollte ich nur mal so einwerfen. Manche verlieren aber auch einfach die Lust oder ärgern sich derart über schwachsinnige Blogs, die mit “Fun” und “nackten Titten” so derart in den Zugriffszahlen die anspruchsvollen oder wenigstens authentischen Ich-Blogs überrollen, dass sie lieber Schokolade essen und einen Film anschauen, als sich in diesem Teil der Welt langfristig einzurichten.
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Sicher gibt es viele Ursachen für den Tod eines Blogs, und ich rede nun nicht von den Test-Blogs, die nur mal fühlen wollten, wie das mal ist. Die sind so wie in der Kneipe sitzen um 17oo und danach sagen: War ja keine Stimmung.
Eine Abmahnung zum Beispiel ist ein probates Tötungsmittel. Das mag der eine oder andere für eine überzogene oder gar kindische Trotz-Reaktion halten, aber ich erinnere mich nur an meinen kleinen Fahrad-Diebstahl und wenn einem die Unbekümmertheit und Leichtigkeit genommen wird, wenn der Gedanke an etwas, was einem Freude machte, plötzlich schwer vorkommt. Insoweit haben Abmahnungen und Verbrechen etwas gemein.
Doch das meine ich gerade nicht, ich denke gerade an etwas anderes und das langweilt nun sicher alle die, die schon über den Punkt hinaus sind ...
Wenn Leute zu bloggen beginnen, dann denken sie an vieles, vielleicht sogar an kommende technische oder mögliche juristische Probleme, aber sicher nicht an etwas was ihnen droht über kurz oder lang das Leben schwer zu machen: der Erfolg.
Man kann ja gar nichts richtig dafür. 3 1/2 Wochen fast ohne nennenswerten Beitrag hier - vollkommen egal. Ab einem bestimmten Moment wird die Entwicklung zum Selbstläufer. Die Zahlen gehen nach oben. Woche für Woche, Monat für Monat. Und damit gehen die Probleme los. Spamattacken auf allen Kanälen (Mail, Kommentare, Trackbacks), Trolle und Psychos. Man steht plötzlich im Visier von Überwachungsmaschinen, Worte werden auf Goldwaagen gelegt, Aussagen hart bis unter die Gürtellinie kritisiert und polemisiert. Das ist dann manchen schon zu viel. Der Zeitaufwand, auch für Updates und Backups, nimmt immer mehr Raum ein. Nicht zu unterschätzen die Zeit für Jagd nach Daten rund ums eigene Blog. Die meisten Blogger werden über kurz oder lang statistik-süchtig (manche schaffen aber den Entzug).
Was aber vielen den Rest gibt und was total unterschätzt wird: Die Kosten.
Wer bei einem Standard-Hoster bloggt und nicht Willens und in der Lage ist, sich bei kleineren Hostern umzutun und ständig den Markt zu sondieren, sondern eben einfach nur bloggen will, der stößt über kurz oder lang an seine Grenzen - unfreiwillig und unvermeidlich. Und wenn dann das Hosting in den Bereich von 25 Euro kommt, dann zieht so mancher sicher die Reißleine. Manche gehen da deutlich früher in die Knie.
Naja, wollte ich nur mal so einwerfen. Manche verlieren aber auch einfach die Lust oder ärgern sich derart über schwachsinnige Blogs, die mit "Fun" und "nackten Titten" so derart in den Zugriffszahlen die anspruchsvollen oder wenigstens authentischen Ich-Blogs überrollen, dass sie lieber Schokolade essen und einen Film anschauen, als sich in diesem Teil der Welt langfristig einzurichten.
14 Comments
Hallo,
es gibt sicherlich auch noch weitere Gründe für das Ende eines Blogs. Zum einen sind da Blogs die keine feste Themenstruktur haben. Daher dann auch kaum regelmäßige Leser. Und das wird sicherlich irgendwann – auch mit Erfolg – langweilig. Man kennt alle Kniffe und der Weiterbetrieb kann nur noch mit exorbitant großem Zynismusniveau aufrecht erhalten bleiben. Da schätze ich doch die Blogs mit einem deutlichen Themenbezug. Das ist dann meist ein Hobby außerhalb des Internets. Sicherlich, wenn das Interesse an dem Hobby schwindet, ist auch mit dem Blog schluß.
Viele Grüße
Thomas Günther
Realität und das wahre Leben ist der Feind der Blogs, da schließe ich mich Thomas an.
Ich bin auch viel zu viel offline, als das ich derzeit ein vernüftges Blog füllen könnte
… echt .. darüber muss ich nachdenken …
eigentlich muss ich nicht … weil man es allgegenwärtig sieht und lesen kann … bis auf eine kleine – ich sag es bewusst – Elite, die das beherrscht
Also ich kann Dir nur zustimmen. Gerade beim Thema Abmahnung kann ich diesen Schritt gut nachvollziehen. Mir kamen “damals” selbst mal solche Gedanken, stand aber nie wirklich zur debatte. Aufhören komt für mich (zumindest wegen sowas) nicht in Frage.
Gründe kann es immer geben, die einem mehr oder weniger zwingen irgendwann aufzuhören. Welche Gründe das sind muß jeder für sich selbst entscheiden. Gibt doch aber immer Sachen die wichtiger sind. Zumindest sollte es die immer noch geben meiner Meinung nach.
Das tägliche auf die Zahlen schauen habe ich mir auch abgewöhnt. Zeitweise habe ich wirklich überlegt was und wie ich schreiben muß um Leser zugewinnen. Das ging mir aber glücklicherweise auch schnell wieder auf die Nerven. Ich hab gemerkt das es nicht der richtige Weg ist, man verstellt sich irgendwie und schreibt nicht mehr so wie man wirklich ist. Darum nutze ich Toolz wie Blogscout, Google Analytics und wie sie alle heißen auch nicht mehr.
Das einzige was ich noch nutze ist ein kleines Plugin, allerdings nur um zu sehen von welchen Seiten Besuchern zu mir kommen oder durch welche Suchanfragen. Das ist immer noch recht interessant. Besucherzahlen zeigt das zwar auch an , aber die sind gar nicht mehr so wichtig.
Viel wichtiger finde ich die Kommunikation. Was nutzen mir 1000 Besucher täglich wenn keiner was sagt. Dann doch lieber 50 oder 100 Besucher und von denen kommentieren dann auch einige.
Wenn man ein Blog aufmacht um viele Leser zu haben und es irgendwann wieder schließt weil man eben kaum Leser hat, dann ist es doch eher so ne Art Testblog wie im beitrag angesprochen. Bloggen ist in meinen Augen mehr als nur viele Leser zu haben.
Wenn es nur darum geht, steckt kein Herz drin und ich denke das merkt man als Leser. Das kann auf Dauer auch nicht gut gehen.
Mario … du sprichst mir zum Teil aus der Seele … aber ich bin noch nicht so weit mich ganz von den Konventionen zu lösen. Dazu müßte ich den Mumm haben den Scheiß hier zu löschen, der Quote bringt einen aber eigentlich ankotzt. Aber da geht es mir wohl wie Spreeblick damals mit Sonnenlicht … man tanzt am Ende doch mit dem Götzen und hofft, dass es einem am Ende mehr dient als schadet …
Ach so weit mußt ja auch nicht gehen. Löschen würde ich nix und Du kannst ja trotzdem über alles schreiben auch wenn es für andere vielleicht so aussieht als wenn das nur geschrieben wurde um Leute anzulocken. Einfach schreiben was man denkt, fühlt oder warum auch immer wichtig ist. Versuchen gar nicht daran zu denken ob das nun Leute anzieht oder nicht. Dann klappt das schon.
Zeitweise habe ich Artikel nicht geschrieben, weil ich dachte das meine Leser denken werden das ich den Artikel nur geschrieben habe um damit auch noch Leute anzulocken, weil das Thema gerade in war. Aber ich kann ja nix dafür wenn ich bis spät am Abend arbeite und dann erst in der Nacht lese was geschehen ist. Wenn es mir wichtig ist schreib ich drüber, egal wie lang das dann schon her ist.
Ich hab vor kurzen die Top 20 der meistgelesenen Artikel meines Blogs veröffentlicht. Da weiß ich genau, das 2 oder 3 Artikel nur drin sind weil Spammer (warum auch immer) sie mögen. Oder Platz 6 eben nur weil es um T**io **tel gin. Platz 1 ist auch nicht überraschend. Aber es sind eben doch viele Artikel drin, das hat mich ehrlich gesagt auch überrascht, für die mich ins Zeug gelegt habe weil mir das Thema am Herzen lag. Ich denke das zeigt auch das Beiträge mit Themen die einen selbst wirklich wichtig sind auch eine menge Leser anlocken können.
Es ist also nicht verkehrt nicht immer an die Quote zu denken.
mario … ich denke die Leichtigkeit sucht man noch, aber man hat sie nicht mehr … man will sie, aber man scheitert an sich selbst … man kann nichts mehr tun, ohne die Folgen zu kennen, weil man sie kennt in dem Moment wo man es tut … man verlor seine Unschuld … und man muss sich danach neu finden … zeit zurückdrehen geht nicht … leider … wir werden auch nicht mehr 16 …
Hmm ist auch wieder Wahr. Alles kann man natürlich nicht bloggen, auch wenn man es gerne möchte. Man muß natürlich drüber nachdenken ob man es so schreiben oder zeigen kann. Aber die eventuellen steigenden Leserzahlen sollte man nicht so sehr beachten.
Aber um aufs Blogsterben zurück zu kommen: Gründe gibt es immer, auch wenn sie für andere vielleicht banal erscheinen. Die Prioritäten muß eben jeder selbst setzen und wer weiß was morgen ist.
Es ist zwar immer schade wenn ein blog geschlossen wird in dem man selbst gerne gelesen hat, aber der Autor wird sich schon seine Gedanken gemacht haben. Also sollte man die Leute dann auch ziehen lassen. Reisende sollte man nicht aufhalten heißt es doch so schön.
mario … ein blog sterben zu sehen heisst nicht unbedingt, dass es geschlossen wird … das vielsagend einwirft
*klick
Hmm ich denk ich verstehe was Du meinst.
Aber schön wäre es doch wenn man wieder so unbedacht und sorglos wie ein Kind sein könnte.
Wäre sicher sehr interessant was dann in manchen Blogs stehen würde.
mario …. lies das …
Hmm ich saß jetzt 5 Minuten vor dem Eingebefeld und hab überlegt was ich schreibe, aber ich scheiter an mir selbst.
ging mir jetzt genauso
aber gut geschrieben