SL: Ride the wild thing

SL Motorrad fahren

Wie fährt man das verdammte Ding?

Der nächste Ausflug in Second Life (SL) sollte mir neue Erkenntnisse bringen. Vor allem, wie ich das Ding, offensichtlich ein Motorrad, dass ich tatsächlich irgendwo gefunden habe, denn mal fahren kann.
Auf einer meinem letzten Ausflug lag irgendwo dieses Motorrad im Sand und ich durfte es mir kopieren und meine »Reisetasche« packen. Bestimmte Objekte, wie dieses hier, erschaffen von einen Linden Lab Mitarbeiter, sind für jedermann zur freien Verfügung oder beliebig kopierbar. Allerdings hatte ich bisher noch keine Gelegenheit es auszuprobieren, denn entweder es lautete System-seitig „Server full“ oder „not allowed by owner“. Neugierig war ich aber allenthalben, und so machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Ort. „Highway“ fiel mir als Stichwort ein und ich wurde fündig. Eine Straße mitten in den Bergen, perfekt.

SL Motorrad Ich packte das Motorrad aus und setzte mich drauf (rechter Mausklick auf das Objekt und Option „Ride“) und ließ mich überraschen. Und in der Tat, es bewegte sich was! Aber – wie das Bild ganz oben schon zeigte – offensichtlich nicht in der von mir erdachten Richtung. Was ich auch tat, ich wirbelte herum, die Welt drehte sich um mich, ich fiel in Böschungen – nur geradeaus wollte es partout nicht fahren. Ich beschloß es als „kaputt“ zu erklären und untersuchte es noch ein wenig, dann verlor ich doch die Lust.

Ich brauchte ein wenig Entspannung nach der Aufregung – Wellness, Sauna oder Strand und Meer? Sauna erspare ich euch, denn wie fast zu erwarten landet man da in einer eher frivolen Umgebung mit Services aller Art – natürlich wieder nur gegen Linden-$.

SL StrandAlso landete ich an diesem Strand. Und so rumliegen bringt schon wieder Linden-$, kein Scherz. Ich bin aber mittlerweile auch nicht mehr mittellos, ich habe mir in der Spielhölle, die ich ja beim letzten Ausflug entdeckte, tatsächlich stolze 3 L$ ersessen. Das ist nicht besonders viel wohl – siehe dazu auch hier, dort stand der Umtauschkurs bei ca. 200:1 L$ in $ – und man muss also lange sitzen für einen echten US-Dollar. Rumliegen ist also auch nicht das wahre, aber man kommt ins Gespräch, wie mit der sonnengebräunten Schönheit da neben mir. Sie war – in diesem Sektor eher überraschend – Deutsche und sagte, sie hätte eigentlich einen Shop für Handtaschen hier in SL, den ich auch einmal besuchen will. Sonst lümmelte nur noch ein Australier rum, der aber nicht so richtig interessant als Gesprächspartner sich erwies (aber redseelig).
So in voller Montur ist man doch etwas auffällig an so einem Strand und so stellt sich die Frage, wie man sich strandgerecht entkleidete. Nun ist mir das schon im Selbstversuch partiell einmal gelungen (auf der „meiner“ Insel), aber dann musste ich mich mühsam wieder im Auswahl-Menü anziehen – sehr lästig. Die Dame, die offenbar darin mehr Erfahrung hat, verriet mir dann auch den Trick: Über das Inventar sind alle bereits einmal getragenen Sachen archiviert. Man kann dort selektiv auch wieder anziehen – also wieder was gelernt. Dennoch wusste ich dann, nur noch in Shirt und Unterhose rumsitzend, dass ich für Strandbesuche zukünftig entweder eine Badehose brauche oder schickere Unterwäsche. *grmpf

Die Frage ist doch: Warum kriegt man Geld fürs rumsitzen oder -liegen? Die Antwort ist (meine Meinung!) einfach: Weil man Leute dort hinziehen will. Denn egal wo ich war bisher: Viel los ist nicht. Sind mal 10 oder 20 an einem Ort, ist es schon richtig viel los. Und ich meine, wenigstens in deutschen Sektoren vermute ich zu abendlichen Stunden zwischen 21:00 und 24:00 Uhr die meisten Nutzer. Die Zweifel, ob denn SL bereits wirklich so ein User-Knaller ist, wie oft lanciert, könnte ich nähren. Viele stehen nur rum ohne sich zu bewegen, man sieht viele kommerzielle Anbieter von Dienstleistungen „aller Art“, aber einfache Leute wie Du und ich … da muss man schon suchen. Viele Plätze sind sogar ausgesprochen leer – ganze Inseln ohne ein Wesen zu finden.

So viel für heute. Leider konnte ich gerade erst die letzten Zeilen schreiben, hätte den Bericht gerne gestern Nacht bzw. heute morgen zu Ende gebracht – aber ging eben nicht.

www.secondlife.com


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