Senft dazu: Knut

Senft dazuOch wie niiiieeedlich. Iss klar, mit nackten Frauen und Tieren (die aber nicht nackt) kannst du in Deutschland (und wahrscheinlich auf der ganzen Welt, mindestens bei den Tieren aber mit regionalen Unterschieden) Quote machen. Aber – unter uns – dieser Hype ist doch absurd.
Wenigstens die sueddeutsche flüchtet da noch in das letzte Verbleibende, die Ironie:

Seine Natürlichkeit, sein ungekünsteltes Verhalten, gerade gegenüber der medialen Öffentlichkeit, hat uns total entwaffnet. Selbst hartgesottene Journalisten liegen sich frag- und sprachlos weinend in den Armen, schlagartig wurden von ihrer Berufskrankheit, ihrem ätzenden Zynismus geheilt.
Quelle: Phänomen Eisbärbaby

Eigentlich könnte man da wirklich ganze Abhandlungen zu schreiben, ‚wie‘ absurd das ist. Aber eigentlich bleibt einem nur zu sagen:

Habt ihr keine anderen Probleme?

Aber das ist wohl der Punkt: „Probleme“. Knut ist eben „so ein flauschiger Eisbär [der] an allem rumknabbert oder auf tapsigen Pfoten die Welt entdeckt, dann wird [einem] ein bisschen warm ums Herz.“ (Blog i-jeriko). Also eben mal einfach was niedliches und nichts problematisches, so problemtisch wie die EU z.B., die Jubiläum hatte und keinen hat’s interessiert.

Knut wird also erwachsen werden. Auch er. Er wird über uns Menschen hinaus wachsen, eine gewöhnliche Bestie werden und uns allein lassen. Dann werden die schlechten Nachrichten wieder ungefiltert auf uns einprasseln können, wir sind wieder unglücklich.
Quelle: Phänomen Eisbärbaby

Ne, sorry, das wird nicht „mein Knut“. Ne Meldung JA, den Hype NEIN. Aber reden wir wenigstens solange drüber, solange noch keiner Lizenzgebühren dafür haben will…

P.S. Knut frisst kleine Hasen.