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Kommentar by Allmighty — 9. April 2007 19:22 —
Glauben heißt nicht wissen.
Und das Universum ist nicht nur “Mensch”. traurig, dass Wissen bei wenigen statisch zu sein scheint
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Kommentar by Alexander — 9. April 2007 20:14 —
Wer sagt das? Glauben bedeute nicht wissen?
Wenn ich von “glauben” rede, dann bedeutet es für mich mehr als “zu wissen”, es ist eine Überzeugung, die über die einfache Sinneswahrnehmung und auch die Summe meiner Erkenntnisse weit hinausgeht.
Universum? Mensch? Was bedeutet schon diese Unterscheidung? Wir können doch auch nur aus unserem Standpunkt wahrnehmen – was nutzen alle andere Gedankenspielchen?
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Kommentar by rene — 9. April 2007 22:04 —
„Universum? Mensch? Was bedeutet schon diese Unterscheidung?“
Das ist für mich ein zentrales Problem, das ich mit dem Konzept Religion habe. Es zentriert – nicht Gott oder irgendsowas! – sondern den Menschen im Universum. Und wenn Du schreibst: „Wir können doch auch nur aus unserem Standpunkt wahrnehmen – was nutzen alle andere Gedankenspielchen?“, dann mach das doch und glaube, was Du siehst und nicht, was Dich deine Tradition lehrt.
Gott ist die Chance der Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten, darum eine Kirche zu bauen ist Mumpitz.
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Kommentar by Alexander — 9. April 2007 22:38 —
Immer wieder “Kirche” … Kirche ist doch nicht Glaube … eine Form von, ja. Ich rede von Glauben und ich höre Kirche. Muss man das immer erst trennen um reden zu können?
Ich sage es anlaßbedingt gern, weil ich es eh zu selten tue: Hier stehe ich und kann nicht anders als zu sagen, ich habe mehr gesehen als Kirche, ich habe Glauben erlebt. Was will ich da noch mit religiösen Scharmützeln? Wer mag kann mich ausfragen, diskutieren werde ich nicht.
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Kommentar by Allmighty — 10. April 2007 20:38 —
Mit der Kirche hat das nichts zu tun.
Ihr betet einen Menschen der früher mal Zimmermann war und sich anscheinend echt gut zu verkaufen wusste.
Der Mensch ist nicht das “Zentrale” im Universum. Das dachte man vor tausenden von Jahren.Heute wo man das besser weiß, sollte man einfach mal darüber nachdenken.
Ohne Wünsche – keine Religion. That’s all.
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Kommentar by rene — 10. April 2007 23:42 —
Was hast Du gesehen? Das würde mich interessieren. Echt. Ich hab ja auch schonmal ein UFO gesehen. Echt!
Was ich bei Religion nicht ab kann, das ist ihr Wirklichkeitsanspruch. Religion wurzelt für mich in den Anlagen des Menschen, eine Entscheidung zu haben, das richtige oder das falsche zu tun. Engelchen, Teufelchen.
Das hat dann aber nichts mit einem Mann zu tun, der im Himmel wohnt und eine Liste hat, mit 10 Dingen, die man nicht tun soll, und tut man sie doch, dann hat er einen Platz, wo man leidet und weint und noch mehr leidet. (© George Carlin)
Das hat dann nur etwas mit menschlichem Geist zu tun. Religion ist also ein Hirngespinst, zumindest der ganze Mythos darum.
Über die BEDEUTUNG können wir gerne streiten und diskutieren. Über den Wirklichkeitsanspruch aber nicht. Gott ist nicht tot, wie Nietzsche dachte, denn dazu hätte er existieren müssen. Hab ich schonmal geschrieben.
Was mich weiterhin stört, ist die Wertigkeit. Glauben wird von Gläubigen grundsätzlich über das Wissen gestellt und das leider meist in einem diffus metaphysischen Zusammenhang. So als ob sich die Wissenschaft in Jahrhunderten des Kampfes gegen organisierte Religion (ich vermeide bewusst das Wort „Kirche“) nicht aufgeopfert und zumindest eine zeitlang Erfolge erzielt hätte. Wo wären wir heute ohne die Wissenschaft?
Alter, das selbe habe ich vor Jahren zu Dir gesagt: am Ende ist alles Physik. Und zwar ohne Meta.
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Kommentar by rene — 10. April 2007 23:43 —
Oder ist es am Ende so simpel, dass Du einfach an das Gute im Menschen glaubst? Dann, mein Lieber, wäre ich nämlich bei Dir.
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Kommentar by Allmighty — 10. April 2007 23:53 —
Da lässt sich nur das hinzufügen
WISSENSCHAFT ist, wenn man in einem
abgedunkelten Zimmer nach einer schwarzen
Katze sucht.
PHILOSOPHIE ist, wenn man in einem
abgedunkelten Zimmer nach einer schwarzen
Katze sucht, die nicht da ist.
RELIGION ist, wenn man in einem
abgedunkelten Zimmer nach einer schwarzen
Katze sucht, die nicht da ist und ausruft
“Ich hab sie!”
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Kommentar by Alexander — 10. April 2007 23:56 —
Nein, René, an das Gute glaube ich nicht und das mit dem Mittelpunkt des Universums ist auch so eine Sache, Allmighty. Ach … ich weiß nicht, ob ich das Faß wirklich aufmachen soll … ich müßte da so viel erzählen dann und will es aber nicht zerdiskutieren (das hab ich nämlich schon oft genug hinter mir) …
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Kommentar by rene — 11. April 2007 00:05 —
Ich weiß, Dicker, grade bei dem Thema haben wir beide ziemlich eingemauerte Standpunkte. Ich kann mich an sehr gute Gespräche erinnern, aber was solls. Is ja eh alles zu Klump wegen so nem Furz.
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Kommentar by Allmighty — 11. April 2007 00:07 —
mach es besser nicht auf. Du wirst Gott nie zeigen können, wetten?
Warte ruhig noch nal 2000 Jahre auf den Messias
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Kommentar by rene — 11. April 2007 00:13 —
@ Allmighty: Mir geht es ja darum, dass Gott durchaus existiert: als Konstrukt des Menschen, das ganz einfach die Wahl zwischen Gut und Böse darstellt. Aber das führst vielleicht doch alles zu weit.
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Kommentar by Allmighty — 11. April 2007 00:25 —
Nein, nein..dass du Gott fühlst und spürst glaube ich dir sogar
Auch das Tunnel- Licht am Ende kurz vorm endgültigem Tod – was einige wohl nicht wahrhaben wollen – sind reine psycho- chemische- Abläufe. Auch ohne Gott erkläbar.
Und mir warklar das du oder auch sonst wer Gott zeigen kann. Den Beweis werdet ihr und immer schuldig sein.
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Kommentar by Allmighty — 11. April 2007 00:27 —
ohh- meinte natürlich “Gott nicht zeigen kann.”
Wer lesen und schreiben kann ist klar im Vorteil.
Egal, gute Nacht
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Kommentar by rene — 11. April 2007 00:28 —
Exakt, und zeigen kann man den nicht. „Gott“ ist nur ein menschliches Konstrukt, quasi als moralische Instanz „installiert“, als der Affe so langsam ein abstraktes Denken erlernte. Irgendwie so.
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Kommentar by Alexander — 11. April 2007 01:05 —
‘es’ riecht aber immer noch und du weisst, dass es mehr war als das
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Kommentar by Alexander — 11. April 2007 10:07 —
Allmighty … stimmt, die Wette würdest du gewinnen, denn der Satz stimmt eben: »Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die nicht glauben« … im O-Ton sogar noch etwas deutlicher:
Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Kraft Gottes.
1. Korinther 1, 18
Beweise gäbe es auch genug, doch es besteht kein Bedarf danach Gott beweisen zu wollen oder sein Wirken. Dann wäre das mit dem “Glauben” witzlos.
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Kommentar by rene — 11. April 2007 10:21 —
Das sagen sie immer. Klar kann man das beweisen, aber wenn ich es beweise, dann ist es ja kein Glaube. Mumpitz.
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Kommentar by Alexander — 11. April 2007 11:17 —
Wenn einer eine Kopfschmerztablette frisst und hat danach keine Kopfschmerzen mehr, nennt man das Medizin. Fressen 100 Kopfschmerztabletten und sie haben keine Kopfschmerzen mehr, nennt man das “den Beweis”. Die, die Kopfschmerztabletten nehmen und die Kopfschmerzen gehen nicht weg, nimmt man so hin.
Bei Glaubensfragen ist es anders, da reicht es nicht aus, wenn man 100 Beispiele zitiert. Also sollte man es wohl lassen.
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Kommentar by Sympatexter — 11. April 2007 11:31 —
Ich lese gerade “Das neue Buch Hiob” von Heinlein. Sehr interessant… vor allem die letzten Seiten.
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Kommentar by Allmighty — 11. April 2007 12:23 —
Du zitierst aus der Bibel.
Von irgendeinem Menschen mal aufgeschrieben. Vermutlich genau so ein “Betender” Wie du selber. Sorry, aber so was kann ich nicht ernst nehmen.
Schön, dass du mir aber zustimmst, das du oder sonst wer Gott nie zeigen kannst.
Das sage ich ja auch. Und bis zum Gegenbeweis bin ich da schon im Recht. Nur wir warten jetzt schon mehr als 2000 Jahre darauf.Wann kommt denn euer erwünschter Erlöser. Wäre echt supi, oder?
bei anderen Göttern ist das übrigens ähnlich. Auch das sollte einen vernüftigen, nicht naiven Menschen wirklich mal zum Nachdenken bringen.
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Kommentar by Alexander — 11. April 2007 12:31 —
Allmighty – wen soll ich denn sonst zitieren, wenn nicht Menschen? *grübel
Aber willst du nun deinen allgemeinen Frust über den Glauben und deine Lebensweisheiten allgemein loswerden, oder Antworten auf deine Fragen kriegen? So ganz schlau werde ich da gerade nicht.
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Kommentar by Allmighty — 11. April 2007 13:01 —
Hmm..hast du jetzt Frust, lieber Alexander? Oder wie kommst du darauf?? Ich bin jedenfalls sehr zufrieden auch ohne Gott. Schließlich habe ich Ferien
Du scheinst dich aber nun wirklich angegriffen zufühlen. Ich will dein Weltbild ja gar nicht zerstören.
Nur was sollen denn diese nichts aussagenden Bibelzitate? Von betenden Fanatikern mal aufgeschrieben. Der Staat trennt Religion deshal sehr präzise. Und das finde ich echt super so. Stell dir mal vor, Religionen hätten noch irgendwelchen Einfluss bzw. könnten Macht ausüben. Religionen werden dann tolerant, wenn sie keine Macht haben. (vgl. mal die Situation im Nahen Osten)
Welche Antworten meinst du?
Gruß Allmighty (God)
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Kommentar by Alexander — 11. April 2007 13:10 —
Frust? nö – eigentlich nicht
War mir außerdem auch klar, dass man sich angreifbar macht, wenn man Überzeugungen hat und die posted – das ist immer so.
Ich kann auch gut damit leben, dass du nicht glaubst. Finde ich zwar schade, aber ich kann es ja nicht ändern. Antworten meine ich in dem Sinne: Wenn jemand sich von dem Thema schon so angesprochen fühlt, dass er so viel dazu schreibt, dann lässt ihn das wohl nicht kalt. Und oft ist das ein Zeichen dafür, dass man mit dem Thema nicht durch ist. Aber ist bei dir sicher ganz anders.
Die Trennung zwischen Staat und Religion hat historisch gesehen absolut Sinn, inhaltlich ist sie nicht ohne Schatten. Wie sagte (schon wieder ein Mensch) ein Autor so schön: Durch die Trennung von Moral (Religion) und Staat sind auch die Gesetze nicht mit moralischem Anspruch und die Einhaltung ist keine Frage mehr einer inneren Überzeugung sondern eine Frage der Strafandrohung und der Wahrscheinlichkeit der Überführung.
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