15. April 2007
Schreib ich den Artikel, schreib ich ihn nicht … schreib ich den Artikel, schreib ich ihn nicht … schreib ich den Artikel, schreib ich ihn nicht …schreib ich den Artikel, schreib ich ihn nicht … scheiß egal, ist mein Blog – Bloggen nach 23 Uhr
Ich war also nicht auf der Re:Publica … konnte nicht das lustige Augenzwinkern oder die vier Bier in den Augen oder in dem Glas des anderen sehen. Musste nicht über Kontakt-Stress posten, keine Groupies suchen und finden, keine Beschwerden ob der frühen Ansetzung eines brutal spannenden Vortrags um 10 posten, musste mich nicht selbst zitieren, noch nicht einmal über einen tagesschau oder sonstwas Hinweis.
Scheiße, ich war nicht da, das war es wohl mit der Blogger-Zukunft. Ich war nur eine Randerwähnung in der Frankfurter Neuen Presse. Man nimmt, was man kriegt.
Keine Frage, wer mal an so einer Tagung da war, der weiß, dass Rudel-Bumsen gegenseitige Befruchtung (ob das nun besserer Begriff ist …) sehr emotional und förderlich ist. Und – wer hier ab und an liest, der weiß das erst recht – wenn ich mal “Scheiß” sag, dann ist das fucking selten. Aber ich verfolg das nun (das mit republica) seit Wochen und ich muss das los werden – das alles.
So ne Tagung/Konferenz ist sicher sinnvoll/förderlich/dienlich und was weiss ich noch. Aber es ist auch fucking separating. Früher – geil das mal zu schreiben – ‘früher’ hätte ich mich da vielleicht auch reingeschmissen, oder ’später’, kann auch sein, aber nicht jetzt. Und so bleibt das Gefühl, dass sich der Klüngel nun immer mehr konzentriert. Ob adical oder Blogger-Treffs, es bilden sich die Kristalle, die Connections, die das Grundgerüst bilden.
Kein Vorwurf! Ist eben so, kenn ich, weiß ich. Aber die fucking blogosphere sollte halt mal was anderes sein. Nicht das “ich link dich du linkst mich”, das netzwerk von nebenan, sondern das neue Ding, das neue Denken. Es ist mir furz-egal, ob irgendeiner Werbung macht (oder sogar ich), es ist mir aber nicht egal, wenn ich sehe, was ich sehe (auch wenn es mir manchmal dient…): A mag B und B mag C und C hasst D und D kennt E und alle schreiben über sich und konferenzen sich. Die “stars are born and getting older” – dabei sollte das mal ein Feld der Schreibe sein (und nicht des Autors), eine Plattform des Geistes, der freien Sprache.
Doch es ist funktioniert halt jetzt wie immer, und davon profitiert man – oder nicht, auch ich tu das, same procedure as ever.
Grundsatzdiskussionen soll es ja angeblich auch geben – hörte ich natürlich nur von denen die eine Stimme haben (Blog-Postings sind da leider nur bedingt einreichungsfähig – es sei denn man findet einen Link-Mentor). Über die neue Vermarktung, die neue Professionalität der Blogs. Oder über eine neue Netiquette in der Blogosphere (und wer darüber noch nicht begrifflich stolpert, der mag sich den neuen Fachterminus dafür erst gar nicht ergooglen). Dabei ist das eigentliche was passiert nichts Neues, nur das Alte. Alles wie gewohnt, business as usual: Ein paar werden berühmt und werden hofiert, ein paar schwimmen mit, ein paar springen auf, am Ende kommt das big business und alles wird “wie gewohnt”.
Ich war nicht da … auf der Re:Publica … hatte eben zu arbeiten, habe Kinder und Familie. Sorry, ich dachte mal in Bloggersdorf zählt was anderes als Posting-Frequenz, Hazardeur-Mentalität und Konferenz-Bereitschaft. Aber hey – wir spielen doch nur. Am Ende ist dann doch der vorn, der die Charts stürmt und Hände schüttelt – der darf dann auch mitmengen.
Nix für ungut, Folks. »nah you see I’ve learned my lessons and I don’t even want to here about your confessions« (Lyrics Confessions – Violent Femmes). Ich werde meine “kleine Runde” fahren, meinen Weg gehen. Ich werde verdammt noch mal keine Wende vollziehen um ‘dabei zu sein’. Ich werde mich fröhlich einmischen aber nicht vermischen, ich hab mich angeboten, aber wurde nicht gewählt, ich werde trotzdem für etwas sein, ohne deswegen Schmuseblogging zu betreiben, oder mich über etwas aufregen, ohne ein Troll zu werden. Ich kämpf schon mal um meine Position in der Blogroll, denn auch Erniedrigung gehört zum Handwerk. Aber am Ende wird nicht der Idealismus siegen. Das tat er nie. Wenn er als Impulsgeber taugt, ist viel schon gewonnen.
Ach, macht doch was ihr wollt.
P.S. Ich verzichte freibleibend auf Verlinkung… Trackback- und Ping-Anbiederung würde aber sicher dem Artikel dienen.
Diesen Beitrag finde ich total albern. Wovon fühlst du dich denn ausgeschlossen..?
AntwortenNicht “ausgeschlossen” – jeder konnte doch hin, keine Frage. Alles nur eine Frage der persönlichen Möglichkeiten. – Es ist mehr (m)ein Wehklagen über die üblichen Mechanismen (egal ob man da selbst nun mitmengt oder nicht)
AntwortenKann dem nur zustimmen. Albern finde ich daran gar nichst.
AntwortenP.S. Und nichts gegen die Veranstalter, das war sicher alles top und wäre schön gewesen da zu sein. Aber das ändert auch nichts – so grundsätzlich…
AntwortenAlbern? Wenn man sich selber von etwas abgrenzt, warum soll man sich dann bitte ausgeschlossen fühlen?
“Du bist ja nur neidisch auf den Erfolg”, ist ein Argument, dass man vor allem bei fanatischen Anhängern von Populärmusik findet.
Gestern abend habe ich übrigens aus der selben Intension einen ähnlichen Artikel geschrieben…
Danke, dass du Deinen Artikel doch geschrieben hast. Es ist schön mal im allgemeinen Meta-Blog-Kanon, eine eigenständige Stimme herauszuhören…
Antwortenmarkus … gerade habe ich deinen Artikel gelesen. Das glaubt mir keiner, dass ich den nicht vorher gelesen habe! Ist aber so, sogar die Sache mit den Links und Pings ist ja ne Parallele. Wow.
AntwortenDas was man überall lesen “muss”, lässt ja eigentlich nicht allzu viele Schlussfolgerungen zu (um nicht zu sagen, zwei Dumme ein Gedanke
)
AntwortenAlex, normalerweise kannst Du das besser.
Du schreibst, so eine Tagung wäre fucking separating, tatsächlich bist Du der einzige, der sich hier ausgrenzt und damit hat keine re:publica was mit zu tun.
Sorry, aber der hier ist eine reine Nabelschau, aber wahrscheinlich muss ich mir Zwinker-Semikolons dazudenken (würde auch eher zu Dir passen).
Muss ich mich jetzt rechtfertigen für meine Art zu bloggen? Jetz mal ehrlich: wenn das hier kein Artikel ist, der mit dem Finger auf andere Leute zeigt und sagt: Ich bin ein besserer Mensch als Ihr, denn ich hab ja ne Familie, dann weiß ich auch nicht. Und da geht mir schon der Hut hoch. Sich selbst die Murmeln kraulen, weil man ja moralisch ach so unbedenklich ist.
Stimmt schon: albern.
PS: Ich finde es hochinteressant, dass keiner der Kritiker vor Ort war.
AntwortenNur mal so: Was ist Re:Publica? Weiß ich das deshalb nicht, weil ich Spreeblick nicht lese?
AntwortenNoch was:
Nicht das “ich link dich du linkst mich”, das netzwerk von nebenan
Noch mehr Unsinn. Als wir beide angefangen haben, Alter, haben wir uns gegenseitig verlinkt wie blöde. Das ist doch alles haltlos.
AntwortenAlder du bist so fucking crazy, dass du sowieso nicht in die fucking crowd der re:publica gefittet hättest.
Aber fucking cool, dass du so endgeil über was schreiben kannst, das du, verfickt nochmal, nur von brutalst objektiven Tagesschau-Berichten, oder blog-summeries erfahren hast.
Alder, du bist ein endgeiles Opfa deiner selbst!
AntwortenAlso ich war selbst nicht auf der re:publica. Fühle mich jetzt aber nicht ausgegrenzt oder ähnliches.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Beitrag hier nicht verstehe.
Was wäre denn eine Alternative für Dich, größere Treffen aka Konferenzen komplett zu verbieten?
AntwortenViele Fragen …
@ kopfkribbeln … schon klar, das muss ich bei meiner eigenen Wortwahl abkönnen, dass so ein Kommentar kommt. Mach ich auch selten, aber mir war danach. Ich bin sicher, dass ich mich auf der Veranstaltung wohl gefühlt hätte, allein weil ich viele der Beteiligten ja wenigstens vom lesen kenne. Aber das war alles auch gar nicht das Thema. Aber ich kann es auch nicht jedem erklären, auch weil es für manchen auch gar nicht nachvollziehbar ist.
Antworten@ Judith … ist die Frage ernst gemeint?
Das ging doch nun wirklich durch alle Gazetten, wobei auch das kein Garant ist, dass es deswegen einem auffällt. Die re:publica ist so eine Art Blogger-Tagung in Berlin.
Antworten@ rene und marcel … ich weiss, was ich hier anspreche ist schwer nachzuvollziehen (ohne Ironie), gerade weil es mitunter so schizofren ist. Ja klar profitiere auch ich davon und bin da zum Teil mitten dabei. Und hätte ich gekonnt oder einen guten Anlass gehabt, ich wäre auch in Berlin gewesen. Aber wenn man eben mal die Gelegenheit und den Abstand hat, dann ist das manchmal für mich auch sehr erkenntnisreich.
Ich habe nichts gegen Bloggertreffs und Tagungen und Blogcharts, die sich nach Verlinkungen innerhalb des Zirkels richten. Aber neben des allgemeinen Hypes, der für mich zum Teil schon nervig war (was die Blog-Präsenz anging), desillusioniere ich gerade, weil es halt so ist, wie es ist. Weil so halt die Welt funktioniert.
Ich will nicht zu pathetisch werden, aber es passiert halt das, was abzusehen war. Am Anfang konnte nahezu jeder den “Artikel des Tages” schreiben, weil es fast keine Stars und Star-Blogs gab. Heute – so kommt es mir vor – ist es fast noch schwerer, weil die Masse so gross wurde. Man merkt das ja selbst, bei 100 Feeds im Reader hast du schlicht keine Zeit mehr für anderes, neues.
Ich beklage also nicht “die anderen” (insoweit ist das mit dem Ich und Familie Quatsch, Rene, es war eben nur eine Erklärung warum ich nicht konnte), ich beklage die Entwicklung, die Lösung des Problems und wie Blogs mit eben zu erwartenden Problemen umgehen würden. Probleme wie “Masse”, Professionalität, Vermarktung, Unterwanderung, Ruhm, Aufmerksamkeit … und was passiert? Das Gleiche. Keine neue Welt, einfach das Gleiche.
AntwortenIch würde es aber gerne nachvollziehen können, weil ich weiß, dass Du normalerweise differnziert an die Dinge herangehst. Deshalb versteh ich den Artikel ja nicht.
Ich kann ja verstehen, wenn man da irgendeinen „Klüngel“ unterstellt. Der ist aber in Blogs durchaus postiv besetzt und nennt sich glaube ich Social Network. Ich kann auch nur eine bestimmte Anzahl an Blogs im Auge behalten, die ich verlinke, lese und schätze. Da jetzt Inzest zu unterstellen ist verdammt richtig, den hats aber doch schon immer gegeben.
Und früher war der gut und jetzt auf einmal böse. DAS ist es, was ich nicht verstehe.
AntwortenOkay Alex, gekauft. Der Kommentar obendrüber entstand übrigens vor Deinem letzten Kommentar.
Dein allgemeines Unbehagen kann ich nachvollziehen und die Einschätzung mit Abstand finde ich gut. Kann ick selber nüscht, weil ick komplett mit drin stecke. Und am berlinern bin ick och noch
Aber: lasst uns doch erstmal schauen, was am Ende bei rauskommt. Ich blogge nicht anders, weil ich bei adical bin. (Und die Diskussionen gehören für mich schon irgendwie zusammen).
Das mit „anders aber nicht besser“ hast Du schon vor nem halben Jahr gesagt und Du hast Recht damit. Letztlich ist es glaube ich einfach so, dass Blogs mittlerweile so groß sind, dass automatisch äußerer Einfluß stattfindet, in Form von Werbung, Themen, Personen. Das stört, kann ich verstehen, aber es war klar, dass das kommt.
Ich wünschte mir nur manchmal eine etwas entspanntere Haltung dabei. Das ist alles.
AntwortenRene … ich denke ich weiss, was dich irritiert, auch weil du mich länger kennst. Und das mag auch richtig sein, wenn man mir da eben unterstellt, ich würde meine Ansicht wechseln. Aber was eben im Kleinen funktioniert hat, funktioniert nicht unbedingt im Großen. Und wenn das “social network” beginnt keine Sprungbrett mehr zu sein, sondern eine Art Organisation zu werden, dann gefällt mir das nicht bzw. nicht mehr oder weniger wie mir eine Partei oder eine Gewerkschaft gefällt. Ich hätte mir eben andere Lösungen erhofft, vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen.
Aber eines sollte man in all der Freude der re:publica und seiner Beteiligten eben auch einmal zu Kenntnis nehmen: Es gibt auch Blogger, die anders denken, über alles. Und wenn man sich formiert und zum Sprachrohr des Blogwelt geriert (und sei es nur durch widerspruchslose Hinnahme der Medienresonanz), dann sollte man wissen, dass man nur sein “social network” vertritt und repräsentiert, und nicht die ganze Welt. Das alles erinnert verdammt an “Demokratie” … auch in der Praxis. Fehlen nur noch Wahlen.
AntwortenP.S. Der letzte Beitrag entstand zeitgleich zu deinem Posting, Rene. Überschneidet sich also etwas.
AntwortenDanke für die Stichworte.
1.) Ich entdecke ungefähr ein neues, kleines Blog im Monat, das ich verlinke und im Feedreader abonniere. Meistens sind es mehr. Das Sprungbrett ist, da kann ich aber nur für mich reden, noch intakt.
2.) Genau dieses „Formieren zum Sprachrohr“ wird von niemandem behauptet! Oder hab ich da was falsch verstanden? Damn, es ist doch am Ende nur ein Bloggertreffen. Ich hab geschissen auf die Panels und mich nur auf die Leute gefreut und genau das hatte sich auch gelohnt.
Es ist schon klar, dass die Tagesschau in der Form darüber berichtet. Die Szene trifft sich. Jo. Egal. Es ist doch allen Beteiligten klar, dass das nur ein Ausschnitt war, ein Querschnitt durch die „Blogosphäre“.
Ich habe null Problem damit, dass Du deine Ansicht wechselst. Das gestehe ich jedem zu. Tu Du das bitte auch bei mir
(Am Ende fängst Du jetzt auch noch an, Graffitis an die Wände zu malen, hihihi
AntwortenP.S. Der letzte Beitrag entstand zeitgleich zu deinem Posting, Alex. Überschneidet sich also etwas.
*lach*
Schön, dass es so nebenher auch lustig zugehen kann
Antworten@ rene … ich finde auch, dass “lustig” wichtig ist – ich blogg auch lieber aus spass statt zur seelenhygiene
Aber – und das war auch mein Auslöser für den Artikel: neben all der zwischenmenschlichen Sachen und dem Spass an der Freude ist das alles auch ein bisschen wichtig, für mich. Für mich war das Internet und gerade das Bloggen schon auch was Revolutionäres. Hätte ich die Presse und die Medien mit neu erfinden sollen, ich hätte es mir noch mal überlegt ob ich mit dem Bloggen anfange. Verstehst du, was ich damit meine? Ich kenne die Diskussionen irgendwie alle schon, und mir erscheinen die Lösungen so altgedient. Und je länger man abwartet, desto wahrscheinlicher werden die nächsten Schritte.
AntwortenNa klar, ich verstehe das ganz genau! Wer ist denn hier der Revoluzzer von uns zwo?
Aber das Bloggen wird doch nicht deshalb weniger medien-(r)evolutionär, nur weil sich das ein wenig organisiert? Was haben wir denn nicht eine Blog-Versicherung herbeigesehnt, die einen Topf bietet für Abmahnfälle? Das ist in Adical eingebaut!
Ich glaube, wenn ich mir die Diskussion (nicht hier) so anschaue, die Blogger haben ein bißchen Angst, dass ihnen was weggenommen würde. Aber das ist doch Käse.
Am Ende hockst Du nur wieder vor einem leeren Textfeld und schreibst rein. Daran ändern weder Banner noch Publicas etwas.
Antwortenrene … das mit adical wird sicher mit diskutiert an der Stelle, ist für mich aber eine kleine Nummer im Ganzen. Aber dass ich kein Problem mit Werbung hab ist ja ein alter Hut. Da passt mir höchstens die Auswahl der, die mitmachen duften, gerade ins Bild. Aber das auch als einziges dazu an der Stelle.
Wer von uns zweien der Revoluzzer ist, hätte ich dir vor zwei Jahren jederzeit klar unterschrieben, nun langsam frage ich mich, ob der Schein nicht trügt – jedenfalls in bestimmten Grundsatzdingen.
AntwortenDamit kannst Du Recht haben, wie gesagt: wir verändern uns beide grade. Lass uns das einfach gegenseitig zugestehen und alles wird gut.
AntwortenNoch was: schöne Diskussion hier. Echt. Das ist wenigstens nicht so ein getrolle wie andernorts.
AntwortenSorry, dass ich Dich so zuspamme. Du bist eingeladen, meine Comments zusammenzufassen. Aber was ich noch loswerden wollte:
Ich hab nen Artikel angefangen, der ist noch null formuliert, aber die Überschrift steht:
„Und auf einmal gehörst Du zum Establishment“
(Is ja nich so, als ob ich mir darüber jetzt gar keine Gedanken machen würde
AntwortenOhne dir das Schlusswort des Tages nehmen zu wollen (wäre aber ein schönes gewesen, die No. 26), doch noch ein Wort zur 25. Ich denke nicht, dass “wir” uns verändern, ich denke vor allem “du” veränderst dich, meine Denke hat sich nicht geändert, eher die Blogwelt (um mal darauf zu fokussieren) um mich. Aber – und das will ich mal als mein Schlusswort für heute anbringen – deine Veränderungen haben mit “uns” nichts zu tun, es ist eher noch die eine Sache (genauer gesagt waren es ja mehrere), die mich ziemlich gefrustet hat. Aber vielleicht sollte man unter Freunden auch mal aufhören auf Kapitulation zu setzen und Dinge einfach stehen lassen können. Ich arbeite dran, my friend, an mir…
AntwortenDanke. Für die Diskussion und das Schlusswort. Hat mir viel gegeben und das weisst Du.
AntwortenBlogosphärenüberschätzung…
Zur Zeit weht ein Hauch schlechter Stimmung durch die deutsche Bloglandschaft. Es gab eine Konferenz namens re:publica, meiner Meinung nach schon vom Titel her einfach ne gute Sache. Dort drehte sich drei Tage alles um Blogs und den Umgang mit diesen -…
Ich will mich, nich groß in die Debatte einklinken. Aber ich glaube Alexanders vermisst einfach nur die guten alten Zeiten. Das hat eigentlich jeder einmal. Für jeden Zocker war die C64 / Amiga Zeit die beste. Für jeden Musikfan sind die besten Hits aus den 70ern oder früher. Das is ganz normal und ab und an kochts halt über. Das hat glaub ich auch was damit zu tun ob man “loslassen” kann oder nicht. Wenn man es nicht kann, schreibt man halt solche Sachen wie oben und schneidet sich noch mehr ins eigene Fleisch. Denn solche Beiträge lassen die Blogosphäre erst recht schlecht für Aussenstehende dastehen. Ich bin eigentlich von den Foren zu den Blos geflohen, weil ich die ewige rumtrollerei nich mehr lesen konnte.
Mach einfach dein DING. Du schreibst den Blog ja, weils dir Spaß macht und nich weil die Blogosphäre so ist wie sie ist (oder war). Das heisst nicht, das man sich nich auskotzen darf.
AntwortenZehn Thesen zur Blogosphäre…
Völlig subjektiv und ohne jeden Beleg entwickle ich aus meinen Beobachtungen bei der re:publica die folgenden Thesen. Wer sich wiedererkennt, darf sich melden. Wer anderer Meinung ist, muss sich melden.
Blogger sind Raucher. Beweise: Luftqualit&#…
polarity … sicher schwingt ne Art Nostalgie mit und impulsiv war der Artikel ganz sicher auch geschrieben. Aber es ganz darauf reduzieren will und kann ich es nicht und Schaden für die Blogosphäre durch “Kakophonie”, also doch Dissonanzen in einer vermeintlich heilen Welt, sollte durch meinen Beitrag auch nicht entstehen.
Aber je häufiger ich gefragt werde, desto klarer wird es mir auch selbst:
Was mich stört ist vor allem, dass die Welt des Bloggens bereits etwas verpasst hat! Nämlich Antworten auf die Fragen zu finden, wie man den Ursprung auch mit zunehmender Vereinnahmung von innen und außen und zunehmender Popularität und Masse modellieren kann, ohne ihn zu verlieren. Ich befürchte einfach, die Ausfahrt ist da schon vorbei. Und das ist für mich kein Nostalgie-Denken, sondern eine Art resignierendes Zwischenfazit.
Klingt komisch, dass ich das gerade anläßlich einer Veranstaltung poste, die doch gerade von so viel freundlichen Miteinander geprägt war, wie man so liest. Und mir wird ja auch schon Neid und Missgunst vorgeworfen. Aber tatsächlich ist das Thema schon eher im “Metabloggen” anzusiedeln.
Und noch kürzer: Wir haben keine ‘neuen’ Antworten, darum nehmen wir die alten Schläuche für neuen Wein.
AntwortenAls ich meinen Beitrag “Befriedigung an und für sich…” geschrieben habe, hätte ich nicht gedacht, dass so viele die Meinung teilen.
Bin echt geplättet.
Ich hab das jetzt bewusst nicht zum Trackback gemacht.
AntwortenInteressanter Punkt, den Ursprung modellieren, festhalten quasi, um ihn zu bewahren. Diskutiert hat das keiner, das ist wahr, aber ich habe da so ein Bauchgefühl, dass das von ganz alleine geht, dieses modellieren.
AntwortenRene … Eigentlich ist es nicht nur ein “interessanter Punkt”, es ist wahrscheinlich “der Punkt”. Weil genau das zieht sich ja quer durch Themen wie Blogs und PR, Blogs und Marketing, Blogs und Werbung, Blogs und Journalismus. Wie geht man damit um, wenn der erhoffte Erfolg und die erhoffte Aufmerksamkeit in Bezug auf Weblogs eintritt. Dass es nicht bleiben kann, wie es war, weiß oder ahnt jeder. Und an das FDP-Prinzip (= lass mal den Markt machen, dann wird das schon) glaube ich nicht, genauso wenig wie an eine gesellschaftliche Veränderung aus der Gesellschaft heraus. Am Ende siegen da die Stärkeren oder/und relativ niedere Instinkte/Interessen. Wir brauchen (und hätten längst gebraucht) eine Idee, wie es weitergehen sollte. Wir beide haben das sogar oft genug diskutiert, aber es auch nie formuliert was wir denken. Ist halt auch nicht einfach. Aber nun zieht es uns in den Sog des Gleichheitsstroms der Medien …
AntwortenNa dann formulieren wir es eben jetzt.
1. Sub-Blogosphären gab es schon immer und sind ihr natürlicher Bestandteil. Marketing-Blogs, Fun-Blogs, Literarische Blogs, Technische Blogs, Bunte Blogs, all die haben ihre Schnittmengen und Abgrenzungen, schon immer gehabt. Das ist gut so (und warum wird es auf einmal kritisiert?)
Du bist dran.
Antworteneuro … ich war ehrlich gesagt auch erstaunt, dass ich Artikel fand, die sich just auch mit den Themen (nicht immer mit gleichem Ergebnis, klar) auseinandersetzen. Das fand ich gut, das ist sicher die gute Seite des Bloggens, keine Frage.
Antwortenrene … da muss man mal genau drüber nachdenken … das darf man nicht so aus dem Ärmel schütteln, sonst bagatellisiert man es. So Marke: Jetzt hau ich mal fünf Punkte auf den Tisch, wie man hier in Deutschland alles besser macht.
Ich denk mal über Punkt 2 gut nach.
Soll sich aber keiner ausgeschlossen fühlen, seinen Punkt 2 zu nennen.
AntwortenMetablogging…
…zur re:publica. Ich sitze jetzt schon einige Zeit hier und versuche einen Zusammenhang zu formulieren und einen roten Faden für diesen Artikel zu finden. Es gelingt mir nicht wirklich und so……
Was in Deutschland in der Blogosphäre passiert ist einfach lächerlich. Ein Teil der Blogger benehmen sich wie Cinderella und denken sie wären das Zentrum der neuen Medienwelt.
Irgendwo wurde mal so treffend gesagt das Internet bringt das globale Dorf noch näher zusammen und jedes Dorf hat auch seine Dorfdeppen. Ein Teil davon kommen eben auch in der deutschen Blogosphäre zu Worte.
Antworten>Ein Teil davon kommen eben auch in der deutschen Blogosphäre zu Worte.
Ich gebe Dir sooooowas von Recht. Aber sowas von.
Antworten… kommt darauf an, wen er gemeint hat, René ^^
Antworten[...] Scheiß Re:Publica Der Text schlägt in eine ähnliche Kerbe, nur das Alexander schon von der gesellschaftlichen Komponente ausgeht und die immer gleichen Mechanismen aufzeigen möchte. Wann immer sich viele Menschen versammeln, dabei ist jetzt nur indirekt die re:publica gemeint, wir sich eine “Elite” herausbilden, es wird Leute geben, die Neidisch sind, es wird Leute geben die dazu gehören möchten, Alternative und diejenigen die auch Geld daraus holen wollen. Alex kritisiert das eigentlich nichtmal, es hat ihn nur eingeholt. Ich denke auch, dass diese Komponente bei all dem zur Schau getragenen Spaßbloggen zwar nicht übersehen wird, aber doch sicher oft übertüncht. Klar muss das Spaß machen, aber auch ein Hedgefontmanager wird einigen Spaß an seiner Arbeit haben. Spaß ist einfach nicht das Gegenmodell. Ohne geht kaum etwas. Zumindest nicht in einer “Spaßgesellschaft”. Ich mag den Artikel, so wirsch er auch ist, weil er endlich mal deutlich macht, was eigentlich jedem bekannt sein sollte. Dass man sich darüber aufregt versteh ich nicht. Schade finde ich es auch nicht. So ist das eben. Außerdem kann man auch weiterhin vor sich hinbloggen. Freizeit statt Beruf. Ob man dann oben oder unten mitspielt ist doch wirklich egal wenn man Spaß hat. [...]
[...] Warum können sich nicht einfach ein paar Leute ne Scheibe von Batz abschneiden, hm? Dann wäre das alles weitaus entspannter. Bei jedem Kulturprodukt, das eine Weile erfolgreich war kommt [...]
[...] da vielleicht auch reingeschmissen, oder ’später’, kann auch sein, aber nicht jetzt. [Scheiß Re:Publica [...]
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