Jetzt geht es abwärts

1. Quartal 1. Jahresdrittel (!!) ist vorbei, da schielt man schon mal auf die Statistiken. Allerdings kam ich noch nicht groß dazu. Bin aber wohl nicht der einzige, den das Thema bewegt was zu schreiben, liegt aber auch an was anderem: der neue Pagerank ist da. Und ich mach es kurz: Es geht abwärts mit mir. Ehemals PR 5 nun wieder downsized auf PR 4 (kann man hier prüfen bei Future Page Rank. Der Ego-Gutgefühl also beendet. Ob es was ändert? Vielleicht weniger Google-Hits. Das trifft das Ego noch mal, aber – Hand auf’s Herz – trifft einem nur so halb.

Die (Un-)Bedeutung von Zahlen hab ich ja schon oft genug thematisiert – und selbst wenn der Referer via Google ein echter Mensch ist, so waren die allermeisten Leute, die ich eigentlich hier gar nicht haben will und die hier auch gar nicht herwollen. Die Suchen nämlich meistens nach Bildchen von nackten Frauen oder der Nationalmannschaft. Und genau so zusammen zu verstehen: die “nackte Nationalmannschaft”. Denn nach Suchtreffern habe ich so ziemlich die ganze Mannschaft als nackten Suchstring: Schweinsteiger nackt, Ballack nackt, Lahm nackt usw. usw. Kein Scherz. Ich hab hier Augenzeugen. Das sind dann wohl – tendentiell – die weiblichen Surfer. Die Männer geben sich da derber und bewegen sich bisweilen deutlich im strafbaren Bereich. Aber lassen wir das, nervt mich eh schon.

Der neue PR ist jedenfalls niedriger, auch wenn das sinnfrei erscheint. Aber so im Querflug war es eher eine Nivellierung. Jetzt haben fast alle so den PR 4 (siehe auch hier). Na super …

Zuletzt kam auch wieder einmal die Deutsche Blogcharts in die Diskussion (hier und hier), wobei sich bei Schnitzel auch der Initiator in die Diskussion einschaltete. Und – obwohl ich Schnitzels Ansatz und Kritik vollauf teilte – gebe ich nach Jens Kommentar zu, dass alles schon besser so bleibt, wie es ist. Es gibt eben unterschiedliche Listings (und ständig mehr), die einen zählen Reichweite, die anderen Verlinkungen, andere bilden einen besonderen Faktor, wie Blogscout. Alles sagt ein bisschen was aus, alles ist grundsätzlich nicht frei davon unterlaufen zu werden oder aufgrund besonderer Ereignisse oder Veränderungen die Bedeutung zu verlieren.

Ist alles egal und am Ende kommt es ja auch gar nicht auf Rankings an… Wollte ich schon schreiben. Stimmt aber natürlich so nicht. Denn tatsächlich bist du – wenn einem daran gelegen ist – erst mit einer bestimmten Reichweite oder zumindest Positionierung in den wesentlichen Charts “von Bedeutung” und wirst eingeladen, angesprochen, hofiert. Ist nun mal so. Also ran an die Buletten. Wer lieber sein Nischendasei führen mag, der darf das weiter. Der Rest muss eben anschaffen. Seien es Links oder User. So isses nun mal.

Wer mitreden will, der braucht eben erst eine Stimme und dann ein Möglichkeit sich Gehör zu verschaffen. Wer wartet, dass man von selbst entdeckt wird, der möge weiter in Frieden ruhen…

Das mag ein wenig trocken klingen, es geht aber ja auch um Statistiken in diesem Artikel.

{lang: 'de'}




Facebook-Kommentare

10 Comments

  • 1
    2. Mai 2007 - 2. Mai 2007 13:55 | Permalink

    Also weniger Google Hits wird es wohl nicht geben, die Seite rankt genauso weiter, wie ehedem. Der Pagerank ist ja nur der von Google verliehende Qualitätsfaktor einer Seite, und höchstwahrscheinlich wird momentan einfach zu vielen Seiten ein hoher Pagerank verliehen, also muss mal wieder das blühenden Web beschnitten werden, um die Skala 1 – 10 noch aussagekräftig zu halten. Scheiß auf Pagerank, hauptsache Du hast Traffic. Andere Rankings sind eventuell wichtiger – wie da ja schon selbst bemerkt hast… Das beste Ranking ist ja wohl immer noch der Grad der Interaktion auf Deinem Blog und der scheint unverändert hoch.

    AntwortenAntworten

  • 2
    2. Mai 2007 - 2. Mai 2007 14:41 | Permalink

    Das ist die gute Frage, ob der PR nicht doch das Ranking beeinflusst. Nach eigenem Empfinden und bei Beobachtung der Suchergebnisse meine ich doch. Ganz schlau wird man aus Googles Algorithmus ja nicht, aber ich bin der Überzeugung, dass ein PR in mehrfacher Hinsicht hier mitspielt – wenn auch nicht allein seligmachend.

    AntwortenAntworten

  • 3
    2. Mai 2007 - 2. Mai 2007 17:19 | Permalink

    Jetzt wo du es schreibst, ist aufgefallen (dafür musste ich erst mal die Google Sidebar installieren), dass mein PR von 4 auf 3 gefallen ist. Oh well. I blog on.

    AntwortenAntworten

  • 4
    2. Mai 2007 - 2. Mai 2007 17:25 | Permalink

    Hättest du gar nicht installieren müssen. Der Link oben zu Future Page Rank hätte dir das auch verraten.

    AntwortenAntworten

  • 5
    2. Mai 2007 - 2. Mai 2007 19:49 | Permalink

    Um die Stimmung hier mal ein wenig aufzuheitern: Mein PR ist von 0 auf 3 gestiegen. Hossa!

    AntwortenAntworten

  • 6
    3. Mai 2007 - 3. Mai 2007 17:55 | Permalink

    Oh, mein PR ist von 3 auf 4 gestiegen, aber kaufen kann ich mir davon leider auch nichts. Glaube nicht, dass ich dadurch auch nur einen regelmäßigen Leser mehr gewinne, der sich hin und wieder durch einen Kommentar bemerkbar macht. Warum gibt es eigentlich noch kein Ranking, dass die Kommentare irgendwie einbezieht. Weblogs ohne Kommentare sind für mich irgendwie tot und ich persönlich nehme anhand der Diskussion unter einem Beitrag eher wahr, ein Artikel angenommen wird oder nicht, als anhand der Zugriffszahlen. Kürzlich hatte ich einen Link aus dem Lawblog. Da haben sich die Besucherzahlen versiebenfacht. Geblieben ist davon kein einziger regelmäßiger Leser, vermute ich.

    AntwortenAntworten

  • 7
    3. Mai 2007 - 3. Mai 2007 17:58 | Permalink

    @bosch … in der Theorie richtig, dass Kommentare was bedeuten, aber dann doch nur in der Theorie. Denn erstens wäre das ja viel zu leicht fake-bar und zweitens kann ich auch ohne Probleme einen Artikel schreiben, der relativ viele Kommentare provoziert. Ein lyrisches Blog z.B. würde kaum zu vielen Kommentaren veranlassen, denn Kommentare wie “finde ich gut” gibt es eh sehr selten (leider).

    AntwortenAntworten

  • 8
    3. Mai 2007 - 3. Mai 2007 18:32 | Permalink

    @Alexander: Stimmt wohl, leider. “Finde ich gut”-Kommentare sind in der Tat eher selten. Wenn ich bedenke, wie selten mir ein gescheiter Kommentar z. B. zu Textspeiers Kleinoden einfällt, dann können Kommentare wohl auch kein geeigneter Maßstab für ein Ranking sein. Für den Schreiber selbst, sind sie dennoch eine wertvolle Bestätigung.

    Anfällig für Manipulationen ist letztendlich jede Form der Messung. Selbst Links aufs eigene Blog sind relativ einfach zu bekommen, wie gerade das Beispiel einer “Blogzählung” (via Pingbacks natürlich) sehr schön zeigt.

    Der Wert oder die Relevanz bemisst sich ohnehin eher nicht an bloßen Zahlen. Wenn ich ich ein Blog gern lese, dann ist für mich wertvoll und relevant, selbst wenn ich der einzige Leser bin.

    AntwortenAntworten

  • 9
    18. Mai 2007 - 18. Mai 2007 12:10 | Permalink

    Hier aber nochmal was Hintergründiges zum Thema Pagerank.

    AntwortenAntworten

  • 10
    18. Mai 2007 - 18. Mai 2007 12:32 | Permalink

    Sehr informativ! Danke, Benjamin.

    AntwortenAntworten

  • Hinterlasse eine Antwort

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    *

    *

    Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

    Kleingedrucktes:

    Wichtiger Hinweis für Werbelink-Kommentierer: Kommentare, die ungefragt Werbung enthalten (ob im Kommentarfeld oder in der Link-Adresse), werden mit 200,- EUR netto je angefangener Monat in Rechnung gestellt. Als werblich gelten dabei auch Direktlinks auf Produkte, Kategorien oder sonstige Inhalte, die vermuten lassen, dass die Platzierung des Links nichts mit dem Autor persönlich zu tun haben und im Schwerpunkt werbliche Absichten verfolgen.

    Als Reaktion auf die Entscheidung des LG Hamburg werden alle Kommentare unbekannter Kommentatoren vorab moderiert. Sollte der Kommentar auch nach einiger Zeit nicht angezeigt werden, dann ist er wohl auch noch im Spam gelandet. Bitte mir das per E-Mail melden oder sich irgendwo beschweren.

    Kommentare dürfen nicht beleidigend sein, keine strafbaren Inhalten enthalten und auch kein fremdes Urheberrecht oder Persönlichkeitsrecht verletzen. Nutzer tragen die alleinige Verantwortung für die kommentierten Inhalte und stellen den Website-Betreiber von allen weitergehenden Ansprüchen frei. Wer kommentieren will, muss einen Nutzernamen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Der Website-Betreiber erlangt uneingeschränktes Nutzungsrecht an den eingereichten Beiträgen, die Kommentare können verschoben und dupliziert werden, ein Anspruch auf Löschung besteht nicht. Es ist darauf hinzuweisen, dass Kommentare auch von Suchmachinen erfasst werden.

    Ich glaub, das war's.