Weil ich es will
War das ne Nacht.
Zwar war ich früh im Bett, weil ich aus unerfindlichen Gründen vor(!) Mitternacht komatös müde wurde und es mich zum Matrazen-Horchdienst drängte – aber dass das ganz gut so war, das weiß ich erst heute morgen. Die ganze Nacht war entweder der Große oder die Kleine wach oder am quengeln. Zwar hat Frau sich vorwiegend in die Bresche geworfen, aber schlafen konnten wir beide nicht. Für Frau war dann auch so kurz nach 5 die Nacht vorbei.
Und dann stehste dann mit gerädertem Blick dir gegenüber, der eine Kopf-, der andere Magenschmerzen, darfst aber die Contenance nicht verlieren, wenn die Kinder, denen das offenbar nicht im geringsten etwas von Energie genommen zu haben scheint, um dich rum rennen, man ihnen – wie gewohnt – zehnmal alles sagen muss und sich der Große in den Kopf gesetzt hat: Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten. [Das klingt dann so: »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten.« »Du, das geht heute nicht, ich bring dich mit dem Auto«, »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten.« »Das geht nicht, Papa muss früher weg, Mama hat Termin und draußen sieht es nach Regen aus.« »Ich will aber.« »Geht nicht« »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten.« »Du kannst gleich zu Hause bleiben, wenn du so weitermachst. (schlappe Taktik, i know)« »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten. Weil ich es will.« »...«]
Soviel zur Elternsein-Romantik. Der Tag wird lange werden.
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War das ne Nacht.
Zwar war ich früh im Bett, weil ich aus unerfindlichen Gründen vor(!) Mitternacht komatös müde wurde und es mich zum Matrazen-Horchdienst drängte - aber dass das ganz gut so war, das weiß ich erst heute morgen. Die ganze Nacht war entweder der Große oder die Kleine wach oder am quengeln. Zwar hat Frau sich vorwiegend in die Bresche geworfen, aber schlafen konnten wir beide nicht. Für Frau war dann auch so kurz nach 5 die Nacht vorbei.
Und dann stehste dann mit gerädertem Blick dir gegenüber, der eine Kopf-, der andere Magenschmerzen, darfst aber die Contenance nicht verlieren, wenn die Kinder, denen das offenbar nicht im geringsten etwas von Energie genommen zu haben scheint, um dich rum rennen, man ihnen - wie gewohnt - zehnmal alles sagen muss und sich der Große in den Kopf gesetzt hat: Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten. [Das klingt dann so: »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten.« »Du, das geht heute nicht, ich bring dich mit dem Auto«, »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten.« »Das geht nicht, Papa muss früher weg, Mama hat Termin und draußen sieht es nach Regen aus.« »Ich will aber.« »Geht nicht« »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten.« »Du kannst gleich zu Hause bleiben, wenn du so weitermachst. (schlappe Taktik, i know)« »Ich will aber mit dem Fahrrad zum Kindergarten. Weil ich es will.« »...«]
Soviel zur Elternsein-Romantik. Der Tag wird lange werden.
Kleingedrucktes:
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Ich glaub, das war's.
2 Comments
Kenn ich. Und wie! Nur zu toppen durch den am Frühstückstisch mantraartig wiederholten Satz: “Ich will heute nicht in den Kindergarten.” Überzeugung nur unter Zuhilfenahme von Lieblingsspielzeug, was “ausnahmsweise” mitgenommen werden darf und dem Versprechen, bald mal wieder gemeinsam McDreck aufzusuchen, möglich. Pädagogisch sehr verwerflich, ich weiß. Aber ich kann morgens um sieben nicht logisch argumentieren. Geht nicht. Wirklich nicht!
Da empfehle ich mal den Song “Aller guten Dinge sind drei” von Reinhard Mey zu hören