Ob es das wert war?

Sorry, aber die Wolfowitz-Sache geht mir einfach nicht in den Kopf. Da schanzt einer der mächtigsten Banker dieser Erde seiner Freundin einen besseren Job mit deutlicher Gehaltserhöhung zu und stolpert darüber.

Wie das denn?

Oder ganz subjektiv: Wie blöd muss man denn sein, wegen 60.000 Dollar (sind für unsereins viel Geld, aber die Dame verdiente ja schon (Quelle a.a.O.) was um die 200.000 Dollar)? Der „“Präsident einer 60-Milliarden-Dollar-Bank, einer heiligen Institution globaler Entwicklungshilfe. Einer, der die Zukunft der Welt mitgestaltet.“ (a.a.O.) riskiert seine Karriere, seinen Ruf und das Ansehen seines Hauses wegen Peanuts?

Also entweder hatte die ihn richtig unter der Knute am Wickel total lieb darum gebeten, er hatte ein Nero-Syndrom (Marke: „mir langweilt, brenne Bank, brenne„) oder – was ich befürchte – es ist die branchenübliche Arroganz, dass man sich einfach erlauben kann, was man will.

Diese Arroganz, die wir ja auch aus deutschen Bank- und Wirtschaftsetagen zur Genüge zuletzt kennen lernen dürften, funktioniert ja auch, wie man so den Eindruck gewinnt – es sei denn dass die, die noch weiter oben stehen, selbst Einfluß verlieren, die schützende Hand zurückziehen oder andere Pläne haben … Aber was das nun mit Toni Blair zu haben soll … ?

Aber das ist alles natürlich viel zu hoch für mich, so einem dahergelaufenen Straßenblogger der nur Dritt-Quellen zitieren kann. Aber laut denken, dass darf man.