Per Anhalter durch Blogosphere – Welcome to Paradise

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Ich wusste es, irgendwann werden wir alle bei Paradise sein.

Also eben fragte mich ein RL-Leser (RL ist übrigens brutal Second Life-Slang und steht für Real Life im Gegensatz zu SL, also Second Life – anyway), also was denn das mit dem Anhalter sein soll. Und ich erwiderte: Eine gute Frage!

Zitieren wir doch einfach mal unsere Anhalterin (die zweite ihrer Art im Übrigen):

Also, der Anhalter wäre schon ein Mann, eigentlich, denn der der anhält, ist ja doch der Fahrer. Warum das aber so seltsam umgebogen wurde im Sprachgebrauch, und nun der, für den angehalten wird, der Anhalter sein soll? Versteh einer die Welt!

Und da konnte ich nur erwidern:

Also kommt auf die Perspektive an. Der Anhaltende wird ja von jemanden angehalten zu halten. Also kann nicht nur der der Anhalter sein, der anhält, sonder eben auch der, der den Anhaltenden anhält anzuhalten. Daher kommt das dann wohl mit dem Anhalter. Und wenn man das nun auch im feminin formuliert klingt das so: Die Angehaltene wird von der Anhalterin angehalten anzuhalten. Was geht, also nehmen wir auch Frauen mit. Rozana ist sicher froh, wenn sie Verstärkung kriegt.

DER EINSCHUB: Der Anhalter ist sowas wie ein blogosphärisches Kunstprojekt, das dem Prinzip des Anhaltens und ‘Angehalten werden’ folgt und es aufnimmt und bei belieben umdreht und so ganz im Sinne seines geistigen Patens, dem »Anhalter durch die Galaxie«, einem vollkommen freien Ziele folgt. Ha … ruft da der Intrigant … Ha! Nur ein schnöder Link-Sammelversuch! und ich schleudere ihm entgegen Ja und ergänze Du Tor. Denn nur weil etwas, wie das Spielen mit vernetzten Gebäuden und Gedanken, dem Sinne nach zu dem gereicht was dienlich ist, wird sich das Beiwerk nicht dazu gerieren können, dem Ursprung/der Idee die Absicht zu nehmen. Oder einfacher: Warum nicht, wenn es Spaß macht? Man sollte nicht beginnen all das zu diffamieren was ein positives Ergebnis hat, nur weil manche Mittel und Zweck persiflieren.

Nun ist diese Station unseres Anhalter-Daseins nun einmal weniger metaphorisch und dafür erklärender, nichtsdestotrotz gewohnt bedeutungsschwanger. Doch kann das metaphorisch Metamorphorische im Reisebericht auch einmal zurücktreten, wenn die Anhalterin selbst die Metamorphose ist:

Wenn ich stehenbleibe und sage: Hier spricht Julie Paradise, wenn ich gefragt werde, wer ich denn sei, weil dies der erste Name ist, der mir beifiel, das bezeichnet, was ich gerade sein möchte, etwas, wie Kleidung und Tonfall, das Menschen ein Bild von mir gibt, und ich rede, dann spreche ich bereits hinter einer Maske, die manche vielleicht nicht als solche erkennen. Dann bin ich so frei, morgen auszuschlafen, weiterzugehen, unterzugehen in der Masse, obwohl vielleicht 100 Menschen auf Julie warten, denn dann bin ich schon wieder jemand anders.

So langsam brauchen wir einen Bus. Aber das passt ja.



Wie man Anhalter wird? Eigentlich ganz einfach, man braucht ein handelsübliches eigenes Weblog und einen Daumen.Einfach einen Blogeintrag bei sich im eigenen Blog dazu posten und dann den Daumen raushalten, also ne E-Mail oder einen Trackback hierher schicken. Na, und vielleicht klappt’s dann sogar und wir nehmen den Anhalter mit auf unsere gemeinsame Reise durch die Blogosphere.