Ein offener Brief an 1&1:
Sehr geehrte Damen und Herren
ich habe bei Ihnen einen Business-Tarif und nahm daher auch an, dass man dies auch im Business-Rahmen nutzen kann. Dies ist aber offenbar nicht der Fall – und wir reden hier von Datenbank-Lasten die von vielleicht 1.000 Besuchern am Tag verursacht werden. Dass eine Datenbank dabei, wenn man standardisierte Software wie WordPress einsetzt, auch beansprucht wird, davon sollte bei der Kalkulation des ja auch nicht gerade günstigsten Tarifs ausgegangen worden sein – nahm ich an.
Ich werde nun einen bestimmten Dienst (WordPress Plugin), von dem ich annehme, dass er eine höhere Datenbanklast verursacht, (unfreiwillig) deaktivieren und bitte um entsprechenden Hinweis, ob dies eine entsprechende Entlastung bedeutet hat. Zugleich bitte ich um den informatorischen Hinweis um die nächstmögliche Kündigungsmöglichkeit.
Noch eine ganz persönliche Anmerkung: Zuerst wurde ich aufgrund des gestiegenen Traffics “angemahnt”, nun wegen des Datenbank-Traffics. Man kommt sich vor, als wäre man mit zunehmenden Erfolg einer Website immer weniger gern bei Ihnen gesehen. Und wir reden hier ja nun über Business-Tarife, die sich zudem im Markt nicht am untersten Rand der Kosten bewegen. Nun also die nächste Unbill, die Androhung einer Datenbanksperrung.
Ich weiße darauf hin, dass ich dieses Schreiben und meine damit verbundene Meinung einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen werde. Als Kunde der fast ersten Stunde habe ich stets Ihrem Haus die Treue gehalten und auch private wie berufliche Empfehlungen ausgesprochen. Ich sehe mich aber zwischenzeitlich kaum mehr in der Lage, in wirtschaftlich vertretbarem Rahmen meine Website bei Ihnen zu betreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Endl
Assessor jur.
Frankfurt
Hintergrund diese Mail:
Sehr geehrter Herr Endl,
wir haben erneut festgestellt, dass Ihr Datenbankbenutzer dbo###### starke Last auf einem unserer Datenbankserver verursacht.
Sie teilen den Datenbankserver mit weiteren Kunden. Durch Ihre starke Beanspruchung werden diese in der Nutzung ihrer Datenbanken signifikant beeinträchtigt.
Sollte die Last nicht entsprechend zurückgehen behalten wir uns eine Sperrung der Datenbank vor.
dbo##### 446 SELECT post_title AS posttitle, wp_posts.guid AS postid, COUNT(wp_statz.page) AS count FROM wp_posts, wp_statz WHERE wp_statz.page = %% GROUP BY postid LIMIT %%;
Benutzen Sie die MySQL-Datenbank nicht für Anwendungen, welche die Datenbank stark belasten, z.B. Logauswerteverfahren, Add-Clicks, Chatsysteme, Bannerrotations oder Ähnliches. Bei zu starker Beanspruchung unserer Datenbankrechner sehen wir uns gezwungen, unsere Datenbank-Dienste zukünftig einzuschränken.
–
Mit freundlichen Grüßen,
Und als Antwort auf meine Mail:
Sehr geehrter Herr Endl,
vielen Dank für Ihr Feedback. Soweit ersichtlich, ist die Belastung durch Ihren Datenbankbenutzer seit ca. einer Stunde signifikant zurückgegangen.
Problematisch waren vor allem die Abfragen dieser Art:
dbo##### 2/104 1/2 # Query_time: 4 Lock_time: 0 Rows_sent: 10 Rows_examined: 72498
dbo##### 2/104 2/2 SELECT post_title AS posttitle, wp_posts.guid AS postid, COUNT(wp_statz.page) AS count FROM wp_posts, wp_statz WHERE wp_statz.page = wp_posts.ID GROUP BY postid ORDER BY count DESC LIMIT 0,
10;
Es handelt sich anscheinend um eine Statistikfunktion. Mit der Zeit ist die Tabelle stark angewachsen. Inzwischen mussten schon jedes mal über 70.000 Datensätze durchsucht werden, um diese Abfragen abzuarbeiten. Dies führte zu einer stark erhöhten I/O-Last, die übrigens auch die Performance Ihrer Seite senken dürfte.
–
Mit freundlichen Grüßen,
Kurzum: Mein geliebtes Semmelstatz-Plugin macht 1&1 zu viel Wind. Ich musste es rausnehmen und gut war’s. Natürlich nicht gut, denn ich mochte es und überlege mir weiter, ob ich wechsel. Ich kann das alles echt nicht nachvollziehen. Der Daten-Traffic, den ich ansprach und für den ich angemacht wurde, wurde nur kurze Zeit später auf 75 GB angehoben und damit erstmal Frieden geschaffen. Und die jetzige Diskussion um Datenbank-Traffic ist sicher morgen Hardware-seitig auch vom Tisch. Und dafür riskiert man Kundenbeziehungen. Mir ein Rätsel.
Ein offener Brief an 1&1:
Sehr geehrte Damen und Herren
ich habe bei Ihnen einen Business-Tarif und nahm daher auch an, dass man dies auch im Business-Rahmen nutzen kann. Dies ist aber offenbar nicht der Fall - und wir reden hier von Datenbank-Lasten die von vielleicht 1.000 Besuchern am Tag verursacht werden. Dass eine Datenbank dabei, wenn man standardisierte Software wie Wordpress einsetzt, auch beansprucht wird, davon sollte bei der Kalkulation des ja auch nicht gerade günstigsten Tarifs ausgegangen worden sein - nahm ich an.
Ich werde nun einen bestimmten Dienst (Wordpress Plugin), von dem ich annehme, dass er eine höhere Datenbanklast verursacht, (unfreiwillig) deaktivieren und bitte um entsprechenden Hinweis, ob dies eine entsprechende Entlastung bedeutet hat. Zugleich bitte ich um den informatorischen Hinweis um die nächstmögliche Kündigungsmöglichkeit.
Noch eine ganz persönliche Anmerkung: Zuerst wurde ich aufgrund des gestiegenen Traffics "angemahnt", nun wegen des Datenbank-Traffi
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