Neues aus Google-Busch – Überraschung!
Ja, die Sache ist ein wahrer Fortsetzungsroman bei dem man das Ende ja längst kennt. Denn – Überraschung – Google arbeitet nun noch offizieller an … an … richtig geraten! … wie es die Buschtrommeln längst durch den Urwald trieben, an der Video-Erkennung!
Googles Video-Community YouTube will zusammen mit Time Warner und Disney eine neue Video-Erkennung testen. Damit sollen Rechteinhaber Urherberrechtsverstöße leichter finden können. Auch die in selbstgemachten Clips verwendete Musik soll künftig erkannt werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Interview mit einem YouTube-Manager.
Quelle: Golem.de
Aber natüüürlich nur wegen der Urheberrechtsverstöße und zur Aufdeckung von Straftaten, klaaar. Fast aus Selbstschutz eigentlich!
Damit will sich YouTube besser gegen Anschuldigungen wehren, die Site würde Urheberrechtsverstöße fördern.
Quelle: Golem.de
Ja und wie erwartet haben die EU-Datenschützer den Googles auch richtig Dampf gemacht. Jetzt wissen sie sogar in rekordverdächtiger Response-Zeit von 2,5 Wochen (Quelle: Golem.de), dass »alle Server-Logs nach 18 bis 24 Monaten anonymisiert werden. Was danach mit diesen Daten passiert, verrät Google nicht.« Also hier von »Googles Nicht-Antwort« zu sprechen ist doch ein Schlag ins Gesicht unseres »Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar, der sich als Vorsitzender der europäischen Arbeitsgruppe Artikel 29 (Datenschutzgruppe) bei der Suchmaschine nach der fragwürdigen Praxis der Vorratsdatenspeicherung von Suchaufträgen erkundigte«. Das ist doch wenigstens eine Antwort! Von Google!
Die Antwort (PDF) Googles soll wohl wie gewohnt fast kumpelhaft vermitteln, dass Google ein “gutes” Unternehmen ist. Doch was die Antworten auf die konkreten Fragen angeht, so muss man das Schreiben als Farce bezeichnen.
Quelle: intern.de
Ja, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. »Dass die europäischen Datenschützer sich aber längere Zeit mit hohlen Phrasen abspeisen lassen, scheint jedenfalls so gut wie ausgeschlossen.« Und jetzt geht es da auch nur um die längst bekannten Dinge wir Speicherung der Logfiles. Wenn die EU-Datenschützer erst mal Wind von den ganzen anderen Dingen kriegen, wie das mit der Videoerkennung, dann wird man Google aber sowas von zur Stellungnahme auffordern, da werden die gucken. Aber bis dahin muss erst mal die Antwort Googles in die 23 Amtssprachen übersetzt werden. Hoffentlich klingt man die kumpelhafte Tonalität auch in Maltesisch richtig rüber.
{lang: 'de'}
Ja, die Sache ist ein wahrer Fortsetzungsroman bei dem man das Ende ja längst kennt. Denn - Überraschung - Google arbeitet nun noch offizieller an ... an ... richtig geraten! ... wie es die Buschtrommeln längst durch den Urwald trieben, an der Video-Erkennung!
Googles Video-Community YouTube will zusammen mit Time Warner und Disney eine neue Video-Erkennung testen. Damit sollen Rechteinhaber Urherberrechtsverstöße leichter finden können. Auch die in selbstgemachten Clips verwendete Musik soll künftig erkannt werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Interview mit einem YouTube-Manager.
Quelle: Golem.de
Aber natüüürlich nur wegen der Urheberrechtsverstöße und zur Aufdeckung von Straftaten, klaaar. Fast aus Selbstschutz eigentlich!
Damit will sich YouTube besser gegen Anschuldigungen wehren, die Site würde Urheberrechtsverstöße fördern.
Quelle: Golem.de
Ja und wie erwartet haben die EU-Datenschützer den Googles auch richtig Dampf gemacht. Jetzt wissen sie sogar in rekordverdächtiger Response-Zeit von 2,5 Wochen (Quelle: Golem.de), dass »alle Server-Logs nach 18 bis 24 Monaten anonymisiert werden. Was danach mit diesen Daten passiert, verrät Google nicht.« Also hier von »Googles Nicht-Antwort« zu sprechen ist doch ein Schlag ins Gesicht unseres »Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar, der sich als Vorsitzender der europäischen Arbeitsgruppe Artikel 29 (Datenschutzgruppe) bei der Suchmaschine nach der fragwürdigen Praxis der Vorratsdatenspeicherung von Suchaufträgen erkundigte«. Das ist doch wenigstens eine Antwort! Von Google!
Die Antwort (PDF) Googles soll wohl wie gewohnt fast kumpelhaft vermitteln, dass Google ein "gutes" Unternehmen ist. Doch was die Antworten auf die konkreten Fragen angeht, so muss man das Schreiben als Farce bezeichnen.
Quelle: intern.de
Ja, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. »Dass die europäischen Datenschützer sich aber längere Zeit mit hohlen Phrasen abspeisen lassen, scheint jedenfalls so gut wie ausgeschlossen.« Und jetzt geht es da auch nur um die längst bekannten Dinge wir Speicherung der Logfiles. Wenn die EU-Datenschützer erst mal Wind von den ganzen anderen Dingen kriegen, wie das mit der Videoerkennung, dann wird man Google aber sowas von zur Stellungnahme auffordern, da werden die gucken. Aber bis dahin muss erst mal die Antwort Googles in die 23 Amtssprachen übersetzt werden. Hoffentlich klingt man die kumpelhafte Tonalität auch in Maltesisch richtig rüber.
Publiziert am 12. Juni 2007 von Alexander. Dieser Eintrag wurde publiziert in
Gesellschaft,
Medien,
Netzwelt,
Verbraucher,
Wirtschaft und getagged mit
datenschutz,
europa,
google,
internet,
ironie,
Medien,
mensch,
presse,
subjektive+Meinung,
suche,
zukunft. Speichere den
permalink.
Kleingedrucktes:
Wichtiger Hinweis für Werbelink-Kommentierer: Kommentare, die ungefragt Werbung enthalten (ob im Kommentarfeld oder in der Link-Adresse), werden mit 200,- EUR netto je angefangener Monat in Rechnung gestellt. Als werblich gelten dabei auch Direktlinks auf Produkte, Kategorien oder sonstige Inhalte, die vermuten lassen, dass die Platzierung des Links nichts mit dem Autor persönlich zu tun haben und im Schwerpunkt werbliche Absichten verfolgen.
Als Reaktion auf die Entscheidung des LG Hamburg werden alle Kommentare unbekannter Kommentatoren vorab moderiert. Sollte der Kommentar auch nach einiger Zeit nicht angezeigt werden, dann ist er wohl auch noch im Spam gelandet. Bitte mir das per E-Mail melden oder sich irgendwo beschweren.
Kommentare dürfen nicht beleidigend sein, keine strafbaren Inhalten enthalten und auch kein fremdes Urheberrecht oder Persönlichkeitsrecht verletzen. Nutzer tragen die alleinige Verantwortung für die kommentierten Inhalte und stellen den Website-Betreiber von allen weitergehenden Ansprüchen frei. Wer kommentieren will, muss einen Nutzernamen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Der Website-Betreiber erlangt uneingeschränktes Nutzungsrecht an den eingereichten Beiträgen, die Kommentare können verschoben und dupliziert werden, ein Anspruch auf Löschung besteht nicht. Es ist darauf hinzuweisen, dass Kommentare auch von Suchmachinen erfasst werden.
Ich glaub, das war's.
6 Comments
Was genau ist denn an der Videoerkennung Datenschutztechnisch schlimm?
Endlich fragt mal jemand.
Also aus meiner Sicht ist daran schlimm, dass die Technik geeignet ist nicht nur urheberrechtliches Material aufzuspüren (was imho vorgeschoben ist), sondern auch Menschen und Objekte erkannt werden können. Ich verfolge das Thema ja schon länger hier im Blog und ich vertrete die These, dass man über kurz oder lang in der Lage ist eine Art biometrische Datenbank zu haben mit der man über solche Tools wie Videoerkennung in der Lage ist, Suchen unabhängig von Text durchzuführen. Das betrifft dann auch ungewollt gefilmte und fotografierte Menschen, die über automatisierte Prozesse dann Daten (z.B. wo ich mich wann befand) von sich preis geben, die sie nie preis geben wollten.
Hallo allerseits, wenn in Zeitungen und Blogs Auseinandersetzungen um das Eigentum an so schnoddrigen Sprüchen wie “Die Welt ist eine Google” (bitte sächselnd laut lesen) toben, wenn “Heute” in jeder Sendung auf das Internetangebot verweist und jeden noch so banalen Teaser wie solche über “iPhone” und “Chrome” senden, weil ihnen anscheinend nichts besseres einfällt als damit öffentlich-rechtlich bezahlte Sendezeit zu vergeuden, wenn die Redaktionen ihre Nachrichtenkarten aus Google-Maps nehmen, um den chirurgischen krieg in Bagdad zu dokumentieren oder Google-News anstrengen, um die Sau, die in den Zeitungen bereits durchs Dorf getrieben wurde, nun auch im Fernsehen zu präsentieren – na dann muss sich auch niemand wundern. Die meisten schalten bei solchen Nachrichten genervt weg, oder sind froh, dass es nicht Werbepausen sind. Doch dabei wird ohnehin nur Schleichwerbung seitens ARD und ZDF betrieben, indem nämlich diese Produkte permanent gezeigt werden. Man stelle sich das mal mit Stihl-Sägen oder Ikea-Stühlen vor. Gruß an alle