
Für manche ist dieses Bloggersdorf ja eh ein Buch mit sieben Siegeln, so viel wie man sich Bälle da zuwirft und selbstverständlich voraussetzt, dass man den Schnupfzacken-Vergleich im Kommentar von Daniel (47) bei Rimis Blog damals zum Blogger-Event-Posting mit Bezug auf Janinas Megablog im legendären Hirnwindungs-Meta-Blog-Posting gelesen hat.
Ist klar, wer nicht alles liest hat es schwer beim Lesen von Blogs, vor allem wenn man dann auch nicht kapiert, dass das gerade – wie immer wenn Blogmeister Michel schreibt – alles metaphorisch ironisch zu verstehen ist. Und so frotzelte und neckte man sich und balgte sich manchmal handfest auch um Ansichten und Meinungen, doch dann zog man auch wieder mit geballter Macht gegen den schwarzen Ritter aus der Egalwas-Industrie los und alles war gut.
Zur Zeit ziehen aber ziemlich dunkle Wolken auf. Sieht nach Gewitter mit Sturmwarnung aus. Könnte Schäden hinterlassen.
So ein IchweißBescheidworumesgehtichhoffDuauch-Posting liest man gerade – hier aber sehr charmant – bei Julie Paradise die Johnny Haeusler als »Held der Tage« bezeichnet. Wegen seines Engagement für die Blogwelt in den vergangenen Jahren? Nein, einfach »wegen der Haltung. Wenn ich so angegangen würde für jeden Satz, den ich schreibe, ich würde aufgeben.«
Das macht einem schon mal nachdenklich, auch wenn man nicht weiß worum es wohl geht. Und klüger wird man weder über ihren Nachtrag »Zäpfchen / Blutblogger / Arroganz / Erdnußflips / Elefantenhaut« und ebensowenig sollte man auf diesen Artikel stoßen, auf den sich Julie vielleicht bezogen haben mag: Ein Beitrag bei F!XMBR zum Thema China und die Dissidenten – und eigentlich geht es über Johnny und adical.
Wie? Ist Johnny nun etwa pro chinesische Unterdrückungs-System – oder vielleicht F!XMBR? Nein, nein … beide setzen sich vehement dagegen ein und schreiben ganz Protest-Petitionen, die sich Frau Merkel bei einem Besuch in fernen Osten nicht einmal in den Koffer legen trauen würde. Wo ist also das Problem? Sehr vereinfacht ausgedrückt wohl darin, dass Johnny und sein Werbenetzwerk adical Werbung für Unternehmen machen, die sich in China nicht mit Ruhm bekleckert haben. Und damit sei Johnny nun per se nicht mehr tragbar für die China-Protest-Bewegung und die Blogwelt eigentlich auch nicht mehr – finden manche. Wie gesagt, ich vereinfache sehr.
Die Sache hat sich irgendwie zugespitzt und das Problem ist, wie meine Oma schon sagte, ‘es bleibt immer ein bisschen was hängen’. Aber mal weiter im Kontext.
Johnny/adical wurde also massiv kritisiert wegen der Yahoo!-Werbung und just kurz danach erscheint bei Speeblick ein Artikel gegen die aktuellen Dinge in China. Man fragt sich natürlich – wie sich auch der klassische VierBuchstabenZeitungs-Leser das fragen würde – nach all der Diskussion: Hat Johnny den China-Kritik-Artikel nun wegen der Diskussion oder trotz der Diskussion geschrieben. Das kann man sicher nie verbindlich aufklären. Im Anhang des Artikels nimmt Johnny aber mal Stellung zur Diskussion, was anderen aber wieder noch komischer vorkommt. Eine verzwickte Situation.
Bleibt eben immer was hängen – sagte ich ja – wer mal als Kinderschänder angeklagt vor Gericht stand kriegt den schlechten Ruf eben nicht mehr los, Freispruch hin oder her. Wo Rauch ist … wir kennen das ja.
Angegriffen wurde adical aber auch in der Gesamtheit seiner beteiligten Blogs. Darunter auch Nerdcore und der schreibt dann auch noch einen China-Artikel, nimmt aber seinen Lesern die Frage des ob und warum gleich selbst ab. Mancher mag da dankbar gewesen sein. Für Entspannung wird der Artikel nicht sorgen.
Regen? Gewitter? … Na, das sind doch Meinungsverschiedenheiten wie in jedem Dorf üblich. Stimmt, aber der Ton wird merklich schärfer, die Angriffe härter, nicht nur bei den direkt Beteiligten, nein auch bei anderen und eigentlich unbeteiligten Bloggern und dort auch in den Kommentaren.
Ja und? Na ja, nun ist ein lautes Rumschreien nun auch bei manchen eben üblich, aber ich lese vieles sehr aufmerksam und frage mich manchmal dann doch, wann die Grenze der strafbaren Beleidigung endgültig überschritten wird (oder ob das gar schon erfolgte) oder ob die Aussagen geeignet sind, eine ernsthafte Schädigung eines (Blog-)Unternehmen zu erreichen. – Bis einer heult eben. – Und jetzt stellt euch nur mal vor, Blogger mahnen Blogger ab. Klingt krass, oder? Aber so unter uns: Was würden wir eigentlich machen, wenn die eigene Credibility von anderen Bloggern nachhaltig beschädigt wird, wenn ein Werbe-Auftrag wegen der Vorwürfe durch die Lappen geht oder man sich plötzlich Anfeindungen aller Art entgegenstellen müßte? Nur mal so spekulativ? Und wenn das Ganze dann sogar noch im Kern auf unwahren Behauptungen, oder jedenfalls auf reinen Spekulationen und Mutmaßungen, basierte, die in der Art der Darstellung als Tatsachen gesehen werden könnten (Ironie hin oder her)? Wann kommt eigentlich der Punkt an dem man sich wehren muss? Zum Selbstschutz und auch um der Sache willen?
Eher vermittelnde Stimmen, wie bei Duckhome oder auch bei mir finden zwar Schulterklopfer, aber bei den Protagonisten und Antreibern wenig Resonanz und bei der Gelegenheit werden Nettigkeiten auch gleich in den Kommentaren noch ausgetauscht – gesucht wird (so der Eindruck bisweilen) nur der Anknüpfungspunkt, der eine schiefe Satz, der auch mit eingebaut werden kann ins nächste Pamphlet.
Heute erst in einem – wie man dort liest – ‘an der Realsatire, über die man so gar nicht lachen kann, beteiligten Blog’ zu lesen: »Wie man Blogger gegen sich selbst aufbringt?« – und ich fragte mich, wer da eigenlich wen gegen sich aufbringt. Die Blogger gegen Firmen, die Firmen gegen Blogger oder ist es nicht längst nur noch Blogger gegen Blogger. Und wer ist denn der Aufgebrachte und wer der Stein des Anstoßes? Das kann man gerade nämlich gut in zwei Richtungen interpretieren.
Ich dachte noch vor ein paar Tagen, also vorgestern, dass man vermittelnd sein kann und neutral. Aber wenn das sich nicht bald entspannen sollte oder gar noch mehr eskaliert, wird man genötigt sein Stellung zu beziehen und sich für eine Seite zu entscheiden. Wegducken und das Thema ignorieren könnte man auch, aber das ist zum einen nicht der Stil der Blogger, die sich derzeit im inneren Zirkel der deutschen Blogosphäre bewegen, zum anderen kennt man ja einige der Protagonisten ein wenig persönlich und da fühlt man sich fast wie ein Verräter, wenn man das, was man liest, unkommentiert lassen würde. Über Johnny z.B., dessen Integrität ich einfach nicht in Zweifel ziehen kann und will. Einer der sich wirklich für die Blogger und das Bloggen reingehauen hat und immer transparent blieb, nie unhöflich und sich nie zu schade war sich zu stellen.
Ich fürchte wir stehen ernsthaft vor einer Spaltung, denn was passiert, dass geht für mich über persönliche Animositäten derzeit weit hinaus. Was für ein Kindergarten eigentlich, gerade wenn man sieht, dass man sich in der eigentlichen Sache sogar einig ist, aber es irgendwie unvermeidlich so wie in eine Nachbarschaftsklage um den herüberhängenden Ast mündet oder in Grenzstreitigkeit in ‘fernen’ Ländern. Erst fliegen Worte, dann wird es verletzend, dann gibt es Schäden, dann Reaktionen und Gegenreaktionen. Leute, die Stellung beziehen, Gruppen, die sich formieren, Positionen die bezogen werden. Selbst wenn sich die Hauptbeteiligten dann einigen sollen: Am Ende bleibt meist was übrig, Unversöhnliches, manchmal auf der zweiten und dritten Eben.
Wir reden und echauffieren uns über die Unversöhnlichkeit und den Hass in Gesellschaft und Politik und beginnen im beschaulichen Bloggersdorf, das doch alles besser machen wollte, selber Mauern zu bauen, Grenzen zu ziehen.
Schon jetzt wird das Entfernen von Blogs aus dem Feedreader zum Politikum erklärt, unwillkommene Kommentare und Pings/Trackbacks auf Gegenmeinungen gelöscht oder unterdrückt und Diskussionen beendet, weil der/ein Gegner sich auch nur beteiligt. Das sind die ersten Schritte in die falsche Richtung, noch aber nur Donnergrollen.
Vielleicht meine letzte Mahnung zur Mäßigung an alle Seiten. Wohl wissend, dass meine Stimme wohl kaum Gehör finden wird.
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Für manche ist dieses Bloggersdorf ja eh ein Buch mit sieben Siegeln, so viel wie man sich Bälle da zuwirft und selbstverständlich voraussetzt, dass man den Schnupfzacken-Vergleich im Kommentar von Daniel (47) bei Rimis Blog damals zum Blogger-Event-Posting mit Bezug auf Janinas Megablog im legendären Hirnwindungs-Meta-Blog-Posting gelesen hat.
Ist klar, wer nicht alles liest hat es schwer beim Lesen von Blogs, vor allem wenn man dann auch nicht kapiert, dass das gerade - wie immer wenn Blogmeister Michel schreibt - alles metaphorisch ironisch zu verstehen ist. Und so frotzelte und neckte man sich und balgte sich manchmal handfest auch um Ansichten und Meinungen, doch dann zog man auch wieder mit geballter Macht gegen den schwarzen Ritter aus der Egalwas-Industrie los und alles war gut.
Zur Zeit ziehen aber ziemlich dunkle Wolken auf. Sieht nach Gewitter mit Sturmwarnung aus. Könnte Schäden hinterlassen.
So ein IchweißBescheidworumesgehtichhoffDuauch-Posting liest man gerade - hier aber sehr charmant - bei Julie Paradise die Johnny Haeusler als »Held der Tage« bezeichnet. Wegen seines Engagement für die Blogwelt in den vergangenen Jahren? Nein, einfach »wegen der Haltung. Wenn ich so angegangen würde für jeden Satz, den ich schreibe, ich würde aufgeben.«
Das macht einem schon mal nachdenklich, auch wenn man nicht weiß worum es wohl geht. Und klüger wird man weder über ihren Nachtrag »Zäpfchen / Blutblogger / Arroganz / Erdnußflips / Elefantenhaut« und ebensowenig sollte man auf diesen Artikel stoßen, auf den sich Julie vielleicht bezogen haben mag: Ein Beitrag bei F!XMBR zum Thema China und die Dissidenten - und eigentlich geht es über Johnny und adical.
Wie? Ist Johnny nun etwa pro chinesische Unterdrückungs-System - oder vielleicht F!XMBR? Nein, nein ... beide setzen sich vehement dagegen ein und schreiben ganz Protest-Petitionen, die sich Frau Merkel bei einem Besuch in fernen Osten nicht einmal in den Koffer legen trauen würde. Wo ist also das Problem? Sehr vereinfacht ausgedrückt wohl darin, dass Johnny und sein Werbenetzwerk adical Werbung für Unternehmen machen, die sich in China nicht mit Ruhm bekleckert haben. Und damit sei Johnny nun per se nicht mehr tragbar für die China-Protest-Bewegung und die Blogwelt eigentlich auch nicht mehr - finden manche. Wie gesagt, ich vereinfache sehr.
Die Sache hat sich irgendwie zugespitzt und das Problem ist, wie meine Oma schon sagte, 'es bleibt immer ein bisschen was hängen'. Aber mal weiter im Kontext.
Johnny/adical wurde also massiv kritisiert wegen der Yahoo!-Werbung und just kurz danach erscheint bei Speeblick ein Artikel gegen die aktuellen Dinge in China. Man fragt sich natürlich - wie sich auch der klassische VierBuchstabenZeitungs-Leser das fragen würde - nach all der Diskussion: Hat Johnny den China-Kritik-Artikel nun wegen der Diskussion oder trotz der Diskussion geschrieben. Das kann man sicher nie verbindlich aufklären. Im Anhang des Artikels nimmt Johnny aber mal Stellung zur Diskussion, was anderen aber wieder noch komischer vorkommt. Eine verzwickte Situation.
Bleibt eben immer was hängen - sagte ich ja - wer mal als Kinderschänder angeklagt vor Gericht stand kriegt den schlechten Ruf eben nicht mehr los, Freispruch hin oder her. Wo Rauch ist ... wir kennen das ja.
Angegriffen wurde adical aber auch in der Gesamtheit seiner beteiligten Blogs. Darunter auch Nerdcore und der schreibt dann auch noch einen China-Artikel, nimmt aber seinen Lesern die Frage des ob und warum gleich selbst ab. Mancher mag da dankbar gewesen sein. Für Entspannung wird der Artikel nicht sorgen.
Regen? Gewitter? ... Na, das sind doch Meinungsverschiedenheiten wie in jedem Dorf üblich. Stimmt, aber der Ton wird merklich schärfer, die Angriffe härter, nicht nur bei den direkt Beteiligten, nein auch bei anderen und eigentlich unbeteiligten Bloggern und dort auch in den Kommentaren.
Ja und? Na ja, nun ist ein lautes Rumschreien nun auch bei manchen eben üblich, aber ich lese vieles sehr aufmerksam und frage mich manchmal dann doch, wann die Grenze der strafbaren Beleidigung endgültig überschritten wird (oder ob das gar schon erfolgte) oder ob die Aussagen geeignet sind, eine ernsthafte Schädigung eines (Blog-)Unternehmen zu erreichen. - Bis einer heult eben. - Und jetzt stellt euch nur mal vor, Blogger mahnen Blogger ab. Klingt krass, oder? Aber so unter uns: Was würden wir eigentlich machen, wenn die eigene Credibility von anderen Bloggern nachhaltig beschädigt wird, wenn ein Werbe-Auftrag wegen der Vorwürfe durch die Lappen geht oder man sich plötzlich Anfeindungen aller Art entgegenstellen müßte? Nur mal so spekulativ? Und wenn das Ganze dann sogar noch im Kern auf unwahren Behauptungen, oder jedenfalls auf reinen Spekulationen und Mutmaßungen, basierte, die in der Art der Darstellung als Tatsachen gesehen werden könnten (Ironie hin oder her)? Wann kommt eigentlich der Punkt an dem man sich wehren muss? Zum Selbstschutz und auch um der Sache willen?
Eher vermittelnde Stimmen, wie bei Duckhome oder auch bei mir finden zwar Schulterklopfer, aber bei den Protagonisten und Antreibern wenig Resonanz und bei der Gelegenheit werden Nettigkeiten auch gleich in den Kommentaren noch ausgetauscht - gesucht wird (so der Eindruck bisweilen) nur der Anknüpfungspunkt, der eine schiefe Satz, der auch mit eingebaut werden kann ins nächste Pamphlet.
Heute erst in einem - wie man dort liest - 'an der Realsatire, über die man so gar nicht lachen kann, beteiligten Blog' zu lesen: »Wie man Blogger gegen sich selbst aufbringt?« - und ich fragte mich, wer da eigenlich wen gegen sich aufbringt. Die Blogger gegen Firmen, die Firmen gegen Blogger oder ist es nicht längst nur noch Blogger gegen Blogger. Und wer ist denn der Aufgebrachte und wer der Stein des Anstoßes? Das kann man gerade nämlich gut in zwei Richtungen interpretieren.
Ich dachte noch vor ein paar Tagen, also vorgestern, dass man vermittelnd sein kann und neutral. Aber wenn das sich nicht bald entspannen sollte oder gar noch mehr eskaliert, wird man genötigt sein Stellung zu beziehen und sich für eine Seite zu entscheiden. Wegducken und das Thema ignorieren könnte man auch, aber das ist zum einen nicht der Stil der Blogger, die sich derzeit im inneren Zirkel der deutschen Blogosphäre bewegen, zum anderen kennt man ja einige der Protagonisten ein wenig persönlich und da fühlt man sich fast wie ein Verräter, wenn man das, was man liest, unkommentiert lassen würde. Über Johnny z.B., dessen Integrität ich einfach nicht in Zweifel ziehen kann und will. Einer der sich wirklich für die Blogger und das Bloggen reingehauen hat und immer transparent blieb, nie unhöflich und sich nie zu schade war sich zu stellen.
Ich fürchte wir stehen ernsthaft vor einer Spaltung, denn was passiert, dass geht für mich über persönliche Animositäten derzeit weit hinaus. Was für ein Kindergarten eigentlich, gerade wenn man sieht, dass man sich in der eigentlichen Sache sogar einig ist, aber es irgendwie unvermeidlich so wie in eine Nachbarschaftsklage um den herüberhängenden Ast mündet oder in Grenzstreitigkeit in 'fernen' Ländern. Erst fliegen Worte, dann wird es verletzend, dann gibt es Schäden, dann Reaktionen und Gegenreaktionen. Leute, die Stellung beziehen, Gruppen, die sich formieren, Positionen die bezogen werden. Selbst wenn sich die Hauptbeteiligten dann einigen sollen: Am Ende bleibt meist was übrig, Unversöhnliches, manchmal auf der zweiten und dritten Eben.
Wir reden und echauffieren uns über die Unversöhnlichkeit und den Hass in Gesellschaft und Politik und beginnen im beschaulichen Bloggersdorf, das doch alles besser machen wollte, selber Mauern zu bauen, Grenzen zu ziehen.
Schon jetzt wird das Entfernen von Blogs aus dem Feedreader zum Politikum erklärt, unwillkommene Kommentare und Pings/Trackbacks auf Gegenmeinungen gelöscht oder unterdrückt und Diskussionen beendet, weil der/ein Gegner sich auch nur beteiligt. Das sind die ersten Schritte in die falsche Richtung, noch aber nur Donnergrollen.
Vielleicht meine letzte Mahnung zur Mäßigung an alle Seiten. Wohl wissend, dass meine Stimme wohl kaum Gehör finden wird.
33 Comments
Immerhin: man redet noch miteinander…
Gibt es diese Grenzen nicht schon lange? Vielleicht nicht derart hart gezogen wie es aktuell der Fall ist, aber es gab bei den “üblichen Beteiligten” schon immer zwei Lager, Pro/Kontra, Dafür/Dagegen, jeder mit seinen eigenen Lesern, Mitziehern, Befürwortern und Anführern.
Vielleicht mache ich es mir gerade auch zu einfach, aber könnte man nicht einfach den Ignore-Modus einschalten? Also nicht generell, auch aus einer Provokation kann eine gute Diskussion entstehen, aber dann gibt es eben auch diese wirklich grenzwertigen Fälle, bei denen ich mich doch frage, ob es sich wirklich lohnt, darauf einzugehen.
Blogger mahnen Blogger ab. Ja, ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann mal soweit kommt. Gerade, wenn man auch sieht, wie durch bewusste Wortwahl gezielt versucht wird, in Suchmaschinen bessere Ergebnisse zu erzielen.
Einer hats ja bereits getan.
rene … ob ihr euch da richtig verstanden habt ……
Danke. Du hast das erklärt, wofür ich gestern zu angeekelt war. Ich hatte bewußt keine Links gesetzt, aber wenn das hier bald im Archiv verschwindet und in einem Jahr (hoffentlich!) keiner mehr weiß, worum es ging, dann findet man hier Klärung.
@Alexander: Zuerst dachte ich ja, nun weiß ich: nein.
@Alexander:
Ich finde den Beitrag (und das “Sautreiben”) gut. Wollte ich jetzt nur mal kommentieren – nicht das Du glaubst, das ganze bleibt ungelesen.
Ich finde die Jungs (besonders Rene und Chris) voll niedlich. Sitzen den ganzen Tag mit wutgeschwollener hochroter Birne vorm Computer und spucken sich ins Gesicht wie kleine Mädchen.
Haut euch bitte endlich in echt! Ich schäme mich für euch!
@ Chris: Warum nein? Würde mich echt interessieren. Kein Interesse an Dialektik?
Sandro … gestern sah Rene noch ganz entspannt aus, und auch kurz vor dem Posting klang er nicht so (wir hatten kurz Chat) als wäre er wutgeschwollen … ich denke das sitzt tiefer
danke Jens, das ist nett
Ich bin auch (wieder) recht entspannt, aber vorhin ist mir beim Lesen der Kamm geschwillt, wegen diesem Zurechtbiegen, wegen diesem selbstherrlichen Bullshit… aber was solls, mit Chris würde ich mich in Echt wahrscheinlich nicht prügeln, sondern besaufen. Hat ja dann auch wieder was Gutes
@Rene: Ich hatte erst nur Deinen Comment bei uns gelesen, dann Deinen Blödsinn wieder bei Dir wo Du Dir Applaus von Deinem Mob abholen wolltest. Von daher…
@Sandro: Sei sicher, dass dem nicht so ist.
Wir müssen echt mal ein Bier trinken gehen. Das meine ich ernst.
Wenn ich das Geld habe, nein, und dafür werde ich nicht für Yahoo werben :p – dann komme ich nach Berlin, wenn die nächste re:publica ist. Ich warte aber am Ausgang auf Dich.
Und damit auch genug … Chris und Rene … hier bei mir in der Sache
Schreib doch mal wieder was über Fußball, Alexander.
Dann hoffentlich über den einzig wahren Verein, unseren FCB…
bosch *rofl … ich krieg echt nen Lachanfall … der war gut
Pathetischer Unsinn. Es gab schon immer welche auf der Verwertungsschiene, und jetzt gehen manche dazu, und andere finden das blöd bis rechtlich hochgradig riskant. Aber jeder geht seinen Weg. Und solange deren Weg nicht meiner ist, ist es in Ordnung.
Ich glaube das diese Konflikte so etwas wie das Vorbeben eines Vulkans sind. Die Geschichte mit der Bloggerei wird langsam aber sicher erwachsen.
So wie die Qualtiätsmedien sich ständig Mühe geben über die Blogger herzuziehen, ahnen die, das es bald wirklich so etwas wie Wettbewerb geben wird.
Nicht Wettbewerb in der Masse. Die Millionen Fliegen werden weiter Bild und Spiegel fressen.
Aber es gibt andere die ausweichen, die nicht mehr erreichbar sind auf den ausgetreten Pfaden.
Der eine oder andere Blogger aber erreicht sie. Sogar immer wieder oder doch immer öfter.
Still, langsam, geradezu unheimlich entsteht ein Markt. Ober besser ein Teil eines alten Marktes verlagert sich an einen neuen Platz.
Das schafft neue Möglichkeiten, aber natürlich auch neue Gefahren.
Die einen fürchten die Gefahr so sehr, das sie sich festklammern an ihrem Stück Treibholz. Andere lassen das Holz los und schwimmen auf die Insel zu.
Mag sein das die Schwimmer in der Mehrheit, in der Brandung umkommen, oder lange vor der Insel lautlos versinken.
Aber wie lange können diejenigen die festhalten, an ihrem Treibholz, sich dort noch halten? Wieviel Inseln können sie noch am Horizont vorbeiziehen lassen, bis die eine nah genug und ohne Brandung ist.
Ich habe keine Ahnung, nur so ein Gefühl. Ich nehme die nächste Insel. Dann sehen wir weiter.
Wenn ich verwachst habe.Ok. Ich bin (begrenzt) lernfähig.
“Aber wenn das sich nicht bald entspannen sollte oder gar noch mehr eskaliert, wird man genötigt sein Stellung zu beziehen und sich für eine Seite zu entscheiden.”
Warum? Wo kommt der Gedanke her, dass man, nur weil man bloggt, sich hier entscheiden muss? Warum muss man dazu eine Meinung haben? Warum muss man immer zu allen Bloginterna eine Meinung haben?
Das Ganze wäre halb so wild, wenn nicht jeder meinen würde, er müsse zu jeder Entscheidung von zB adical etwas sagen. Oder zu den Reaktionen der Entscheidungen. Oder zu den Reaktionen der Reaktionen. Das ist ein bizarres Sichgegenseitighochschaukeln hier (in der ‘sphäre), dass es nicht mehr lustig ist.
Und es kommt von einem diffusen Verständnis von Bloggercommunity oder -zugehörigkeit. Die gibt es aber nicht, zumindest nicht in dem Maß wie in deutschen Blogs wie diesem hier immer angenommen wird. So wenig oder sehr wie es eine Community von Deutschen gibt oder Europäern. Natürlich ist da eine schwache Verbindung aufgrund eines gemeinsamen Merkmals. Aber wenn in einer amerikanischen Sitcom sich über Deutsche amüsiert wird, fühl ich mich dann angegriffen? come on.
Wenn man das mal kapieren würde, würde man sich auch nicht mehr persönlich angegriffen fühlen weil jemand anders über etwas schreibt, was _nichts_ mit einem selbst zu tun hat..
Nebenbei sollte man zum Großteil lediglich auf maximale Aufmerksamkeit abzielende Hetze auch diskurstechnisch nicht überbewerten.
nur kurz dazwischen da zu:
Das habe ich meiner Ansicht nach im nächsten Satz direkt beantwortet. Erstens weil es einfach Teil eines bestimmten Kreises von Bloggern ist, auf aktuelle Entwicklungen auch in Bloggersdorf einzugehen, und zweitens weil man sich teilweise ja eben persönlich kennt und schätzt und das auch – wie ich das auch im Privaten tun würde, wenn jemand einen Freund verbal angeht, oder auch in den klassischen Medien (dann mit Leserbrief) – kommentieren würde um dem Verfasser zu zeigen, dass er mit seinen Äußerungen auf Widerspruch stößt. Ich denke, das nennt man durchaus auch Solidarität und ist Teil der Meinungsfreiheit.
Alexander, ich streite Dir ja nicht das Recht zu diesem Artikel ab. Du kannst hier schreiben, worüber Du willst.
Ich meinte das ein wenig grundlegender, vielleicht habe ich hier gerade den falschen Artikel kommentiert weil es auf dich nicht zutrifft, da Du zb Rene auch privat kennst (lgaub ich). Ich habe oft den Eindruck, dass sobald ein Blogger angegriffen wird, den man liest oder dessen Blog man kennt, viele Blogger sich auch gleich persönlich angegriffen fühlen. Das hat so was von einer vermuteten Sippenhaft gegen die man sich wehren muss. Dabei ist das erstens Quatsch, und zweitens führt das nur zu einer verstärkten Reichweite von fixmbrrr und deren Gedankengut in dem Fall hier. Das nebenbei auch zum Teil darauf beruht, sich bei allem was in Blogs vorgeht persönlich zu nehmen, auch wenn es mit ihnen gar ncihts zu tun hat (aber trotzdem erstmal grundsätzlich rumzuhetzen). Es ist der Gedanke ‘Ich blogge, also weiß ich wie Blogs auszusehen haben und das muss ich jetzt verbreiten’ oft auf beiden Seiten, dass dan wenig nutzenbringende Diskussionen zu Blasen (ha!) aufbläht, weil eben jeder seinen Senf dazu abgeben muss. Und Jeder meint, er hat eine Meinung zu Allem und muss sie kundtun. Ich finde bizarr, wie sich das hochgeschaukelt hat.
Vielleicht muss man auch in der deutschen Blogosphäre erst lernen, wie man mit Trollen umgeht, so wie man das damals auch erst in den newsgroups lernen musste.
(Keine Ahnung ob jetzt etwas klarer ist, was ich sagen wollte :/)
Solidarität find ich natürlich trotzdem gut und richtig, besonders in diesem Fall.
@ Alexander: du wirst gelesen.
@ marcel weiss: Was das Klein-Usenet nicht lernt, lernt Internet auch nicht mehr. Egal ob statische Websites, Chats, Foren oder Blogs, der Troll gehört als Grundaustattung dazu. Nun bin ich schon ein paar Jahre nicht mehr im Usenet unterwegs gewesen, vielleicht hat sich die Szene ja tatsächlich so zurechtgeschrumpft, das Trolle dort keine Chance mehr haben. In Foren und Chats gedeiht der Troll prächtig. Und warum sollte es bei Blogs anders sein? Überall wo schriftlich kommuniziert wird, lauert der nächste Troll schon um die Ecke. Dort wo von Angesicht zu Angesicht gesprochen wird, gutes Beispiel war z.B. das letzte Hamburger Barcamp, traut sich der Troll nicht. Ich hab das gerade in einer Radiosendung des Hamburger FSK beklagt. Okay, ich hab nicht beklagt, das keine Trolle anwesend waren. Ich beklagte die Abwesenheit von “Kritikern” vom Schlage Fix und Fonsis. Die Sendung gibt’s als Podcasts im ogg Format hier nachzuhören.
Wie sagte Lawrence Lessig mal so passend: “Writing” is the Latin of our times. The modern language of the people is video and sound.”
… trotzdem schreibe und lese ich gern… inzwischen auch hier.
@ marcel … ich verstehe jetzt, was du meinst
@ boogie … gelesen werden ist schon mal gut
@ alexander: Bekomm ich jetzt noch einen Keks?
@boogie: Für newsgroupsleser gabs ja wenigstens das Killfile.
… den Keks bitte aber nicht zu wörtlich nehmen, jedenfalls wenn man Monty Python kennt
… nimm doch ein Cookie!