Da sitzt man so friedlich an seinem Rechner, denkt sich nichts Großes und dann kriegt man eine Mail von einem Blogger (sagt er), der sozusagen eigentlich ein Blog betreibt und mich aber nun einladen will Frankfurt zu repräsentieren. Mich! Und über Bars und Clubs, da bin ich ja Experte mit meinen 2 Kids. Man muss ja auch raus ab und an und die Frau macht das schon zu Hause. Oder so … Naja, zu Hause ist ja auch schön, dann blogge ich eben.
Also der Blogger, der nach ner italienischen Modemarke klingt, schreibt:
gerade sind wir zusammen mit ein paar berlinern dabei eine plattform zu entwickeln, auf der man die besten und schönsten plätze, orte, bars, klubs usw. in seiner stadt raufladen kann… momentan ist fast nur berlin am start. da du ja aus frankfurt kommst, wollte ich dich einladen mal vorbeizuschauen und quasi frankfurt zu representen…
Soweit so “gut”, dann aber kommt’s:
die seite heisst yumondo und ist momentan noch auf closed beta.
Ach was! Mäusekind ick hör dir trapsen. “Yumondo”, da klingeln doch alle Glocken bei mir. Von wegen ‘sind wir mal gemütlich zusammen und entwickeln da was’, da denke ich doch eher
an »PR-Gau im Web 2.0«,
an »Ach, nur so«,
an »Web 2.0: Klauen, wie die Großen«,
an »Die Sendung mit der Maus dem Chris – Heute: Rezept zum Bekanntmachen eines Startups im Web 2.0«,
an »Vom Sex der Startup-Gründer« und
an »Startups und der Umgang mit Menschen«.
He he, und natürlich an den lengendären Satz:
»laden wir uns Agenturen ein, um uns inspirieren zu lassen, und machen es dann selbst?”
[Quelle u.a.]
Also ich mag mich ja irren, aber wenn das mir nicht der zweite Lausbuben-Marketing-Streich ist. So einen auf kumpelhaft einladen, das soll ja funktionieren, hörte man ja hier und da. Ihr wisst schon “Virales Marketing” ^^
Also da hab ich doch gleich mal nachgefragt per Mail und war auch leicht pikiert:
Hallo ###
also die Mail finde ich nun schon sehr interessant, meine nach all der Diskussion um yumondo und das Marketing und das Wiki und so.
Ich hoffe, ich war nicht auf einer Liste der ‘naiven B-Blogger’ … 
Das würde mich ernsthaft kränken.
Also sehe ich mir den Testzugang mal an mal unverbindlich an. 
Und berichte, klar, das war sicher auch Sinn der Übung.
Schönen Gruß vom Zielpublikum Weblog
Alexander

Bin ich jetzt schon drin oder was? Aber nur zum Gucken.
Also da bin ich mal gespannt, was da nun raus kommt. Denke, das wird so manchen interessieren, die die Bemühungen von Metaversum und Yumondo bisher so interessiert verfolgten.
P.S. Wenn ich mich recht erinnere, fand ich mich damals über einen Referer auch auf der Einladungsliste des Wiki zum Koch-Event, wurde dann aber in der nächsten Einladungslisten-Version glatt einfach gestrichen. Sowas vergisst man nicht. Ein Blogger hat auch Gefühle.
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Da sitzt man so friedlich an seinem Rechner, denkt sich nichts Großes und dann kriegt man eine Mail von einem Blogger (sagt er), der sozusagen eigentlich ein Blog betreibt und mich aber nun einladen will Frankfurt zu repräsentieren. Mich! Und über Bars und Clubs, da bin ich ja Experte mit meinen 2 Kids. Man muss ja auch raus ab und an und die Frau macht das schon zu Hause. Oder so ... Naja, zu Hause ist ja auch schön, dann blogge ich eben.
Also der Blogger, der nach ner italienischen Modemarke klingt, schreibt:
gerade sind wir zusammen mit ein paar berlinern dabei eine plattform zu entwickeln, auf der man die besten und schönsten plätze, orte, bars, klubs usw. in seiner stadt raufladen kann... momentan ist fast nur berlin am start. da du ja aus frankfurt kommst, wollte ich dich einladen mal vorbeizuschauen und quasi frankfurt zu representen...
Soweit so "gut", dann aber kommt's:
die seite heisst yumondo und ist momentan noch auf closed beta.
Ach was! Mäusekind ick hör dir trapsen. "Yumondo", da klingeln doch alle Glocken bei mir. Von wegen 'sind wir mal gemütlich zusammen und entwickeln da was', da denke ich doch eher
an »PR-Gau im Web 2.0«,
an »Ach, nur so«,
an »Web 2.0: Klauen, wie die Großen«,
an »Die Sendung mit der Maus dem Chris - Heute: Rezept zum Bekanntmachen eines Startups im Web 2.0«,
an »Vom Sex der Startup-Gründer« und
an »Startups und der Umgang mit Menschen«.
He he, und natürlich an den lengendären Satz:
»laden wir uns Agenturen ein, um uns inspirieren zu lassen, und machen es dann selbst?"
[Quelle u.a.]
Also ich mag mich ja irren, aber wenn das mir nicht der zweite Lausbuben-Marketing-Streich ist. So einen auf kumpelhaft einladen, das soll ja funktionieren, hörte man ja hier und da. Ihr wisst schon "Virales Marketing" ^^
Also da hab ich doch gleich mal nachgefragt per Mail und war auch leicht pikiert:
Hallo ###
also die Mail finde ich nun schon sehr interessant, meine nach all der Diskussion um yumondo und das Marketing und das Wiki und so.
Ich hoffe, ich war nicht auf einer Liste der 'naiven B-Blogger' ... :-(
Das würde mich ernsthaft kränken.
Also sehe ich mir den Testzugang mal an mal unverbindlich an. :-)
Und berichte, klar, das war sicher auch Sinn der Übung.
Schönen Gruß vom Zielpublikum Weblog
Alexander
Bin ich jetzt schon drin oder was? Aber nur zum Gucken.
Also da bin ich mal gespannt, was da nun raus kommt. Denke, das wird so manchen interessieren, die die Bemühungen von Metaversum und Yumondo bisher so interessiert verfolgten. :mrgreen:
P.S. Wenn ich mich recht erinnere, fand ich mich damals über einen Referer auch auf der Einladungsliste des Wiki zum Koch-Event, wurde dann aber in der nächsten Einladungslisten-Version glatt einfach gestrichen. Sowas vergisst man nicht. Ein Blogger hat auch Gefühle.
9 Comments
Und da sage einer nochmal, Blogger litten unter dem Goldfischsyndrom
Hallo Alexander,
ich kann deine Aufregung ehrlich gesagt nicht verstehen. Du bist auf ein neues deutsches Web-Projekt aufmerksam gemacht worden, welches nicht den “metoo” Charakter hat, sondern etwas neues versucht. Es ist eine Mail, die Dir von jemandem geschrieben wurde, der von Yumondo überzeugt ist.
Wir wollen niemandem auf die Nerven gehen, aber anscheinend liegt die Schwelle hier recht niedrig.
Über eine Verlagerung der Diskussion auf die inhaltliche Ebene könnte man auch nachdenken.
Gruss
Robert
Robert … ich bin wirklich unaufgeregt, kommt sicher bei jedem aber anders rüber, der Artikel, je nach Background. Ich hatte das Thema ja damals auch nicht auf der Agenda. Aber nun schreibt mich ein mir vollkommen unbekannter Blogger an – und dann lese ich mir die Artikel von damals noch mal durch. Was soll ich denn dann davon halten? Was für Motive soll der Schreiber der Mail denn gehabt haben, gerade mich anzusprechen? Das erscheint mir alles sehr seltsam. Daher will ich das auch in meinem Blog zur Diskussion stellen, wie andere das empfinden.
Also ich diskutier das wirklich gern unaufgeregt und sachlich. Ich denke viele werden mir das hier auch in meinem Blog zusprechen.
Warum er gerade Dich ausgewählt hat, kann ich Dir nicht sagen. Ich kann aber bei weitem nichts schlimmes an der Aktion finden. Es wurde Dir nichts angeboten bis auf den Blick auf einen neuen Dienst. Wir sind momentan in der geschlossenen Beta und demzufolge noch kräftig am entwickeln. Gerade zu dem Zeitpunkt ist aber Feedback von web-affinen Leuten, die ein kritisches Auge auf die Plattform werfen, besonders wichtig. Und zu diesen Leuten zählen nun mal auch viele Blogger und ihre Leser.
Das Goldfischsyndrom
“Eine Dame verfügt in ihrem Testament, man solle ihren Goldfisch versorgen, aber er müsse ein Kleid tragen. Hier sehen wir eine doppelte Projektion. Kein normaler Mensch würde in einem Goldfisch etwas unanständiges sehen. Sie projizierte ihren Wunsch, nackt zu schwimmen, auf den Fisch, aber auch ihre Abwehr, ihre Scham. Darum mußte diese arme Kreatur ein Kleid tragen, selbst noch nach dem Tod der Dame.”
elephant memory
http://www.khm.de/~timot/langOverview.html
Robert … ich versuch es sehr stark vereinfacht zusammenzufassen.
Wenn ich so eine Aktion wie damals mit dem Wiki mitbekomme und (wenn ich mich eben Recht erinnere sogar selbst auf einer der Listen stand) dann mit etwas Abstand eine solche Mail bekomme, dann schreien alle meine Bauchsensoren nach “Obacht”.
Machen wir uns doch nichts vor, man kennt das doch von anderen Projekten und zum Teil auch durch deren Macher selbst, wie das funktioniert. Man sucht sich Dritte, die diese Einladungen anstoßen und dafür was auch immer bekommen. Manche für die Tätigkeit an sich, manche für die erfolgreiche Akquise.
Das kann nun bei euch alles anders sein(!), keine Frage, deswegen steht es ja nicht unter “Fakten” bei mir, sondern hier im Kommentar unter “Bauchgefühl” und das auch noch auf Nachfrage.
Natürlich würde nie einer das zugeben (oder kaum), aber das heisst doch auch nicht, dass es nicht so praktiziert wird. Und mit der Vorgeschichte von Yumondo und den damals auch (für mich) zum Ausdruck gebrachten Methoden und Ansichten, fühlt sich mein Bauchgefühl auch ziemlich wohl und sicher.
Ich hab ja nichts gegen Akquise, ich werde auch mal eingeladen und ich schreib auch gegen Entgelt Rezensionen. Habe also keine Kommerz- oder Werbe-Allergie. Aber ich hab was dagegen, wenn ich das Gefühl habe, da will jemand klüger als ich sein und mich an der Nase rumführen. Ob direkt oder über Bande.
Vielleicht kannst Du das nachvollziehen. Und das hat mal mit Yumundo als solches nun gar nichts zu tun.
Das Gefühl erinnert an das Lamento des Bajazzo aus Leoncavallos gleichnamiger Oper, das auch heute noch häufig von Tenören mit scheinbar effektvollen Schluchzern angereichert wird. Dabei sollte die Tragik des betrogenen Ehemannes nach dem Willen des Komponisten eher durch rein gesangliche Mittel (etwa durch Verdunkeln der Stimme) zum Ausdruck gebracht werden. Manche deutsche Blogger neigen zu übertriebener Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, Nachtragen von Kränkungen, auch genannt “Misstrauen”, sowie eine Neigung, Erlebtes zu verdrehen, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich missgedeutet werden, durch wiederkehrende unberechtigte Verdächtigungen, schließlich durch streitsüchtiges und beharrliches Bestehen auf eigenen Rechten.
lässt sich hören
… auch wenn ich es nicht ganz kapiere …
otto … in dem Fall würde ich mich dann aber doch von der Deutung, ich habe dies aus »übertriebener Empfindlichkeit« geschrieben, dezent distanzieren. Dass ich bspw. auf der Liste mit den Köchen gestanden habe (wenn es so wahr …), daran erinnerte ich mich erst später.
Nein, in dem Fall ist es kein Weltschmerz eines abgelehnten Bloggers. Eher eine Sensibilität für Kartenspielertricks (im Allgemeinen) und Bauernschläue. Und gerade hier in meinem Blog ist das ja gerade Programm, darüber zu reden, wenn es mir auffällt oder komisch vorkommt..
Daher … toller Text, aber zu verallgemeinernd und der Schuh passt mir gar nicht.