Bloggen ist wie Punk – jedenfalls in der Entwicklung

Und das sagt Stephan Kochs bei RANDPOP und so unrecht hat er sicher nicht, wenn er ausführt:

Wenn ich ein paar Begriffe und die Namen austausche, dann könnte ich 1 : 1 diverse Artikel aus Punk-Fanzines der Achtziger hier präsentieren und keiner würde den Unterschied merken. All die ganzen Argumente habe ich genau so, wie sie jetzt formuliert werden, auch schon vor 20 Jahren im Underground‑ und Punk/HC-Kontext gelesen und gehört:
„Werbung ist der Tod aller Kreativität”
„Wir brauchen das um unsere Strukturen aufrecht zu erhalten und zu erweitern”
„Ja, aber dann nur CDs besprechen die ohne Barcode kommen. Die Industrie hat immer Blut an den Händen”
„Wenn weiter der Metal Einzug in den Punk hält, dann geht die schöne neue Welt die wir geschaffen haben vor die Hunde”
„Der XYZ ist ein Schwein, der bringt sein neues Album jetzt bei der EMI raus. Den kaufe ich nicht mehr”
„Schreiber XYZ ist ein käufliches Arschloch, der veröffentlicht jetzt seine Texte auch in der ZYX neben Werbung”

Und das ganze hat sich dann auch bei der Einführung des Internets generell schon mal abgespielt, als die ersten kommerziellen Anbieter auftauchten und auch die ersten Homepages Banner trugen und PopUps aufgehen ließen.

Der Satz, der mir aber besonders hängen blieb ist der:

… meine ich nicht die konkreten Gegenstände der Diskussion, sondern erstens die Art, wie diese geführt wird und zweitens, wie sich die Lager so langsam aufspalten und sich die Ränder an vielen Stellen zerfasern.

… und fühle mich (trotz Pathos) bestätigt: Es kommt zu einer Art Spaltung.

Ich bin übrigens bei der Bloggersdorfer Volksfront (BVF). [Oder war es doch die Volksfront von Bloggersdorf?] Jedenfalls niemals einer von den Bloggenden Volksfrontmistkerlen oder von der Populären Front – Spalter!