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Absolut normales Blog

31. Juli 2007


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 31. Juli 2007 21:23

Was sagt der Esel?


Vor kurzem waren Shrek-Wochen bei McDonalds. Im Happy Meal gab es sprechende Shrek-Figuren. Na ja. Auf dem Weg in den Urlaub war das. Da nimmt man gern den McDonalds, weil da die Toiletten kindgerecht und sauber sind und die immer nen abgeschlossen Spielplatz dran haben. Ziemlich gute Kundenbindungsmaßnahme das.

Na ja. Jedenfalls also Happy Meal und als Gimmick den Esel genommen. Zieht man am Schwanz, sagt er zwei verschiedene Sätze. Der eine ist klar: “Das ist ja ekelhaft” – Aber der andere?

Jedenfalls begleitet uns das Mistvieh und der blöde Satz seitdem und heute endlich kam ich auf die Idee, das mal nachzugooglen. Und siehe da: Es ging nicht nur mir so. :mrgreen:

Aber bevor ich es auflöse: Rätselt doch selbst!

Direktlink zu YouTube – Video ist etwas uninspiriert unscharf, aber ich hatte gerade keinen Ehrgeiz

Auflösung folgt.

Update
Er sagt: Freunde für immer!

Also das in dem Kontext (Freunde für immer – das ist ja ekelhaft) war entweder “sehr witzig” oder einfach mal wieder nicht nachgedacht…




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Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 31. Juli 2007 14:14

Die Kehrseite der bezahlten Rezensionen


Hinweis: Dies ist kein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Ich schreib über trigami und das auch ohne bezahlt zu werden, sowas aber auch. Hintergrund ist eine neue Rezension, die ich gerade vorbereite, und im Rahmen dessen ich mich ein bisschen umgesehen habe, was andere Blogger denn so schreiben.

trigami stand zuletzt wegen einiger Werbekunden Auftraggeber ziemlich in der Kritik, zudem legte der Don einige Finger in ziemlich fiese Wunden, wie der vertraglichen Ausgestaltung dieser “vermittelten Rezensionen”. – Alles führte dazu, dass auch ich das mir jetzt sogar dreimal überlege, ob und für wen ich eine Rezension schreibe. Also insgesamt hat mir die Auseinandersetzung also richtig was gebracht.

Neben den bereits diskutierten Problematiken gibt es aber meiner Ansicht nach noch weitere Probleme dieses Rezensions-Modells. So z.B. der Umstand, dass man sich um so eine Rezension – wenn man denn überhaupt dazu eingeladen wurde das zu tun – noch mal bewerben muss mit einem Bewerbungstext. Nun kann man da nichts unterstellen, aber gefühlt ist es schon so, dass man nur ausgewählt wird, wenn man ein wenig blumig ist und nicht von Anfang an klar macht, dass man in seiner Rezension Tacheles reden wird. Eine Art Vorauswahl? Nun ja, unterstellen kann man natürlich alles, behaupten will man nichts. Aber wäre ich der Auftraggeber, dann würde ich mir das natürlich dreimal überlegen, wen ich da annehme. Daher ist das mit der neutralen Bewertung per se so eine Sache.

Andererseits lese ich dann solche Rezensionen bei NYblog zu dem auch von mir bald behandelten Thema und lese dann, dass sich sogar der Auftraggeber enttäuscht dort zu Wort gemeldet hat: »Too bad you didn’t like the game, but I must say I’m somewhat surprised by the plain negativity of your review and lack of arguments.«

Wie jetzt? Auch noch undankbar oder was? Ne, ich muss ihm da schon mal Recht geben. Eine Rezension ist für mich nicht unbedingt eine vollkommen freie Meinungsäußerung. Das ist alles ein gewisser Spagat. Natürlich (jedenfalls für mich) hat eine trigami-Rezension für den Auftraggeber nicht nur die Intention eine Beurteilung zu bekommen, sondern auch werbliche Aspekte und auch rein strategische Intentionen, wie das auch das Setzen von Links für Suchmaschinen. Davon gehe ich jedenfalls aus. Eine rein negative Beurteilung ist da sicher nicht im Sinne des Erfinders. So what? Wird mancher sagen. Hätten sie halt die Rezension nicht ausschreiben sollen. Und das ist natürlich richtig, aber nicht die ganze Wahrheit.

Der Idealfall dieses Geschäftsmodells stelle ich mir so vor: Ein Auftraggeber ist von seinem Angebot überzeugt und will eine ehrliche Meinung und konstruktive Kritik von der Zielgruppe (= Blog-Rezensionen). Um Auftraggeber zusammenzubringen gibt es eine Vorauswahl (über das Profil bei trigami) und den Bewerbungstext. Läuft alles prima, schreibt ein interessierter Blogger über ein Angebot, dass ihn und damit auch seine Leser zumindest schon mal grundsätzlich interessiert. Ist das Angebot des Auftraggebers dann tasächlich schlecht gemacht, dann muss er auch mit der schlechten Kritik leben.

Offenheit und Ehrlichkeit in allen Phasen dieses Procederes wäre insoweit maßgeblich um das Geschäftsmodell “erfolgreich” zu machen. Auftraggeber, die nur mit der Prämisse kommen, “billig” Links zu kaufen und Meinung zu manipulieren indem man nur positive Rezensionen “bestellt”, zerstören die Glaubhaftigkeit ebenso wie speichelleckende Rezensions-Söldner, die nur auf die Kohle schauen. Aber eben auch Negativ-Rezensenten, die irgendwie zu der Rezension kamen und dann mal richtig abledern – sei es aus Desinteresse, sei es, weil das auch ziemlich en vogue ist, die Hand, die einen gerade füttert, zu beißen. Kommt cool, kennen wir ja aus anderen Werbeformaten, wenn ich da auch kein Konzept unterstellen will, ist eher eine gefühlte Stimmung manchmal.

Nun will ich den NYblog-Blogger nicht explizit ans Bein pinkeln und ihm auch gar nichts unterstellen, weil ich mich dazu auch gar nicht mit ihm oder seinem Blog tiefer auseinandergesetzt habe – es war mir nur der Anlaß für diese Überlegungen.
Denn wenn einer ausdrücklich eine Promo-Internet-Spiel bewerten soll, dann aber schreibt, dass er »generell keine Spiele« spielt und dies »insofern als reine Zeitverschwenung betrachte[t]«, dann frage ich mich, wie das passieren konnte, dass Auftraggeber und Rezensent überhaupt zusammenkamen. Dass dann der Auftraggeber bemängelt (so denn der Kommentar im Blog authentisch ist), dass doch wenigstens konstruktive Kritik angebracht hätte werden können (immerhin zahlt man ja genau da für), sind bei Aussagen wie: »Viel zu überladen, ein nerviges Spiel und einen Sinn, welcher sich mir nicht offenbart. Die Grafik ist billig. Der Sound nervig. Mag sein, dass Europa-Zugreisenden eine solche Seite gefehlt hat. Mir jedoch nicht.« mir jedenfalls nachvollziehbar.

Your post underlines to me that the Trigmai concept has to mature quite a bit more.
By working with Trigami I am looking for some honest, yet constructive feedback for some new things we are trying out for InterRail. Naturally we can improve in many areas. With feedback from many sources, among which the Trigami reviews, I am looking to set priorities for the next iterations.

With this post you make it very clear that some blogs get this concept and some don´t. I hope Trigami filters out this type of blog quickly and will develop itself as a label for high quality reviews.
Kommentar Stephan

Ganz wichtig: Mir geht es nicht um diese spezielle Rezension und das für und wieder in dem speziellen Fall. Es geht mir darum, dass ich das Modell “Freie Rezension gegen Geld” gut finde und ich mir wünschen würde, dass es auch sauber funktioniert (gänzlich naiv bin ich aber nicht). Dazu müssen aber alle Beteiligten mitspielen, und dazu gehört auch der schreibende Blogger, der von seiner “Freiheit” Gebrauch macht.

Das hat mir das Beispiel klar gemacht. Nicht mehr, nicht weniger.




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Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 31. Juli 2007 12:00

Aus der Spreeblick-Leser Selbsthilfegruppe


Spreeblick früher

Ich geb es zu, es muss raus – ich als langjähriger Spreeblick-Leser gestehe hier und in aller Form und ohne Umschweife:

Ich bin der Alexander und habe bei Spreeblick den Faden verloren.

Hab mir gerade noch mal den einen ganzen Monat Revue passieren lassen – nur zur Sicherheit -, aber es ändert nichts, im Gegenteil. Ist keine Frage von besser oder schlechter, ne ne. Darum geht es gar nicht. Fühlt sich nur an wie wenn du abends deine amerikanische Lieblingsserie ansiehst und du darauf wartest, dass du wieder an den gleichen Stellen lachen musst und du dich einfach sofort wie zu Hause fühlst – aber sich das Gefühl einfach nicht mehr so anfühlen will wie es sich mal anfühlte. Beginnt ganz leise, dann irgendwann verpasst man die ersten Folgen und erwischt sich beim Zappen.

So war das damals (so called: die gute alte Zeit; subjektiv natürlich):

Etwas angewidert schaut sie mich an. Es ist dieser Wenn-du-schonmal-ausnahmsweise-kochst-Blick.

„Was is’n? Stimmt was nicht mit den Koteletts?“

„Die schmecken irgendwie… sandig“, erwidert sie. Sandig. Das habe ich noch nie gehört. Ich bin ganz sicher kein guter Koch, ich koche einfach zu selten und nicht gern genug, aber ein Kotelett kann ich schon noch in die Pfanne hauen. Habe ich ja auch. Und dabei ist es wohl „sandig“ geworden. Was für ein Quatsch. Mir schmeckt es jedenfalls.

weiter bei » Spreeblick » Irgendwie sandig (20.01.2006)

Aber Nix für ungut. Kein Problem. Alles verändert sich. I stay tuned.

Aber ist halt was Besonderes, so die ‘erste Blog-Liebe’ – eines der Blogs, warum man man das Bloggen erst anfing und das einen mal maßgeblich mit inspirierte.




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30. Juli 2007


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 30. Juli 2007 11:00

Karla im Koma Folge XIII: Unerwartete Wendungen


Grafik © Batz

Karla im Koma (KiK), die Blog-Soap, ist eine 14-teilige Geschichte im Stile einer klassischen TV-Soap-Opera (zu gut Deutsch: Seifenoper) und geschrieben nach den Grundsätzen des »Collaborative Storytelling«. Batz setze die Grundregeln, entwarf die Basis-Story und führte die wesentlichen Charaktere ein. Weiterschreiben durfte der – »first come first serve« – der sich als erstes meldete. Den Abschluß der Geschichte wird Batz wieder schreiben und damit den Kreis schließen.

Hier Folge 1 und die Regeln, hier die weiteren Folgen: 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12

Dies hier ist mein Teil der Geschichte, der 13te Teil, nachdem ich bei Renés Teil 12 »Super Chemical Hyperenhanced« unvorsichtigerweise und aus einer Laune heraus “Hier” rief. Und ganz im Stile großer Momente der Filmgeschichte gibt es noch das »Making Of« dieses 13ten Teils.

Doch in diesem Artikel geht es nun los, mit dem vorletzten Teil. Film ab.


*** PROLOG ***
Vorspann, Titelmusik, Sprecher

Karla Bock wird jäh aus ihrem Leben als alleinerziehende Mutter dreier Kinder und Lottobuden-Besitzerin gerissen, als ein paar zusammengeklumpte Kamellen beim Kölner Rosenmontagsumzug sie am Kopf treffen und direkt ins Koma befördern. Dieses höchst bedauerliche Ereignis würde sonst vielleicht außer den Kindern niemand interessieren, es sei denn vielleicht Tante Wachtel, die sich nun um den Lotto-Laden kümmern muss und so keine Zeit mehr für ihren Nagel-Pflege-Studio hat, würden sich nicht im Folgenden höchst merkwürdige Dinge ereignen, in denen auch der plötzlich wieder aufgetauchte Ex-Ehemann Joachim Bock verwickelt und in deren Zusammenhang auch ein Todesopfer bereits zu beklagen ist. Alles zufällige Ereignisse? Oder eine von Anfang an geplante Intrige und der Beginn einer Spirale von Gier und Gewalt?

 


*** SZENE 1 ***
Behandlungszimmer im Krankenhaus, durch die dicken Vorhänge dringt ein verwaschenes Dämmerlicht, eine Frau dreht im Close-Up ein braunes Fläschchen in ihren Fingern. Neben ihr ein Mann im Arztkittel. Auf einer Liege im Hintergrund ein stöhnender Mann, der offensichtlich gerade erwacht. Seine Hände und Füße sind mit Tapes gebunden, über seinem Mund ein weiteres breites Pflaster.

  • »Anfänger. Solche Anfänger. Sowas klappt doch nur im Fernsehen. Als ob man mit dieser Dosis Chloroform einen Erwachsenen länger als ein paar Minuten betäuben könnte.« Die Frau schüttelt den Kopf. »Da lobe ich mir das da«. Sie tippt mit einem langen gut gepflegten Fingernagel auf die braune Flasche.
  • »Wer ist der Kerl eigentlich, Uta?« Chefarzt Dr. Tannenbaum blickt in Richtung des Mannes, der gerade erwacht und die Augen weit aufreißt und wirr um sich blickt, als ob er von einem schrecklichen Traum erwacht wäre und sich des Umstandes bewußt würde, dass die Realität nicht wirklich besser ist.
  • »Werner, Ernst Werner.« Sie blickt auf ein kleines Plastikkärtchen, das vor ihr auf dem Tisch liegt. »Ist wohl Mitglied in diesem Karnevalsverein«
  • »Was ist eigentlich passiert?« Dr. Tannenbaum senkt seine Stimme.
  • »Das erzähle ich Dir später« Schwester Uta blickt in Richtung Ernst Werner. »Als ich zu mir kam war der Bock weg, der mich betäubt hatte. Der da war da und hatte eine Waffe und drehte mir den Rücken zu. Die Spritze in meiner Tasche und das da« sie klickt wieder auf das braune Fläschchen »haben mir schon oft gute Dienste geleistet.«
  • »Kann er uns gefährlich werden?«
  • »Wir lassen ihn einfach hier. Morgen ist eh alles vorbei, danach kann er uns nicht mehr schaden.«
  • Dr. Tannenbaum wischt sich schwitzige Hände an seinem Kittel ab. »Manchmal bist du mir unheimlich.«
  • Uta dreht sich provokant in Richtung Dr. Tannenbaum und schmiegt sich an ihn, das rechte Bein eng um sein linkes geschlungen. »Nicht nervös werden, Werner, einfach nicht nervös werden«. Und sie beginnt ihn leidenschaftlich zu küssen.

 



*** SZENE 2 ***
Verhörzimmer der Polizei, Joachim Bock auf einem einfachen Stuhl vor einem Schreibtisch. Kommisar Packdreschner geht rauchend mit einem Krempenhut vor ihm auf und ab. Die Tür öffnet sich, ein Mann betritt den Raum.

  • »Soll ich sie immer noch John Mclain nennen«
  • »Ssschhht …« Kommisar Packdreschner wirft den Hut hastig unter den Schreibtisch »Packdreschner, Kommisar Packdreschner will ich mir erbitten!« Seine Augen funkeln Bock an keine weiteren Fragen mehr zu stellen in diese Richtung. »Ah, Doktor Schellack, gut dass sie da sind. – Das ist der Mann mit der Psychose. Er erzählt was von Toten und Zombies und Mord … ach, lassen sie ihn die Geschichte doch selbst erzählen.«
  • »Haben Sie das Krankenhaus umstellt?! Es geht um LEBEN UND TOD!« Joachim Bock springt auf und schreit Kommisar Packdreschner an.
  • »Setzen Sie sich, sofort!« Bock setzt sich. »Wir haben eine Streife hingeschickt, die werden ihre Angaben überprüfen.« Bock sackt in sich verzweifelt zusammen. »Nun also noch mal für unsere Doc zum Mitschreiben. Sie gaben zu Protokoll im Krankenhaus in der Dahlstraße 20-42 Ungewöhnliches im Zusammenhang mit Zombies, außerirdische Superhelden und Penisprothesen bemerkt zu haben. Zudem bezichtigen Sie sich selbst der Mitgliedschaft einer …«
  • Ein junger einfacher Polizist platzt in die Szene. »Karl-Heinz! Das ist so krass, Alter!« Er zuckt zusammen als er die Anwesenden sieht. »Ähh Kommisar Packdreschner, ich habe eine Meldung! Die Streife meldet eine Leiche im Krankenhaus! Wahrscheinlich Mord! Vielleicht sogar Doppelmord! So geil.«

 



*** SZENE 3 ***
Flughafen Köln. Ticketschalter.

  • »Patrick Wagenschneider und Janine Bock, das ist richtig«
  • »Dann wünschen wir einen guten Flug und angenehme Reise«
  • Patrick unterschreibt den Kreditkarten-Beleg und geht mit den Tickets zu seiner im Hintergrund wartenden weiblichen Begleitung, die mit Sonnenbrille und italienischen Kopftuch kaum ein Stück ihres Gesichts preis gibt. »Du sollst doch nicht stehen. Setz dich doch« Patrick ergreift ihren Arm. »Du bist doch noch viel zu schwach.« Sie setzen sich und Patrick schlägt rhythmisch mit zwei Reisepässen auf die Innenfläche seinen Hand. »Das ging ja einfacher als gedacht«
  • »Wie geht es Pascal?« flüstert die Frau fast unhörbar.
  • »Mach dir keine Gedanken! Der ist jetzt in besten Händen.« Er streichelt ihre Hand. »Das war einfach alles zu viel für ihn, der ist total durchgeknallt. Nachdem er mich angegriffen hat brachte ich ihn an einen Ort, wo man damit umgehen kann. Nach dem, was die da in ihn reingepumpt haben, ist der nicht vor Morgen wieder wach.« Kurze Pause. »Ich weiß, du hättest ihn gern bei dir gehabt, aber das Risiko war jetzt einfach zu groß.« Sie seufzt und nickt.

 



*** SZENE 4 ***
Krankenhaus. Im Gang vor einer mit einem Laken abgedeckten Bahre. Vier Polizisten. Eine schluchzende Schwester Uta. Dr. Tannenbaum. Mit etwas Abstand: Mehrere Patienten, Krankenschwestern, osteuropäische Reinigungskräfte, ein Arzt im Praktikum rennt vorbei zur Visite.

  • »Jetzt bohren Sie doch diese Frau nicht weiter, Sie sehen doch, sie ist mit den Nerven durch« Dr. Tannenbaum fährt den Polizisten herrisch an, der mit Block und Stift bewaffnet seinen Dienst tut.
  • »Ich weiß, diese Fragen sind unangenehm« (er wollte das schon immer einmal sagen) »aber ich muss sie stellen…«
  • Ein Schrei kommt aus einem Zimmer – »Sie ist WEG! Sie ist WEG!« Aus einem Krankenzimmer stürzt eine übergewichtige Frau mit panischem Ausdruck. »Wo haben Sie sie hingebracht?« »WO IST MEINE MUTTER?«
  • Schwester Uta und Dr. Tannenbaum sehen sich entsetzt an. »Oh mein Gott!«

 



*** SZENE 5 ***
Eine kleine Lotto-Bude. Britt Wachtel sitzt allein vor einem Sortiment aus Zeitschriften und Süßwaren und lächelt. Vor ihr ein kleiner Beleg.

  • Sie streichelt über den Zettel. »Das war gar nicht so einfach.« Sie lächelt wie eine jung Verliebte. »Aber wir gehören zusammen«.
  • Eine Frau lehnt sich über den Verkaufsladen. Britt schreckt zusammen und schiebt den Zettel hastig unter eine Zeitschrift. Dann sieht sie der Frau ins Gesicht: »Ach Du bist das! Du sollst mich nicht so erschrecken!«
  • »Du solltest nicht so unvorsichtig sein. Noch haben wir 24 Stunden durchzustehen!« Sie lacht.
  • Britt lacht zurück. »Du hast wieder einmal recht, ich hätte schon viel früher auf dich hören sollen, Janine«

 



*** ABSPANN ***
Liste der Darsteller, Titelmusik, Disclaimer, Hinweis auf Fortsetzung mit dem letzten Teil bei Batz, dort wo alles begann.




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29. Juli 2007


Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 29. Juli 2007 22:45

Making Of: Karla im Koma Folge XIII: Unerwartete Wendungen


Grafik © Batz

  • Im Interview mit Alexander Endl, Erfolgsautor des Zielpublikum Weblogs, und begnadeter Drehbuchschreiber.
  • »Herr Endl, oder darf ich Alexander sagen?«
  • »Bleiben wir erst mal bei Herr Endl.«
  • »Natürlich, Herr Endl. – Sie sind der Verfasser der 13. Folge der viel umjubelten Blogsoap »Karla im Koma« des Erfolgsautors Oliver Wombatz. Wann dürfen wir mit dem Erscheinen rechnen?«
  • »Die Arbeiten daran sind abgeschlossen. Die Story steht. Wir gehen morgen, Montag, ab 11:00 Uhr auf Sendung.«
  • Interviewer aufgeregt: »Ist das amtlich? Ich meine, ist das verbindlich. Das wäre die erste exklusive Benennung eines Erscheinungstermins. Und das so nahe!«
  • Endl lächelt: »Sie und ihre Leser können sich glücklich schätzen das als erste zu erfahren. Ja, morgen 11:00 Uhr.«
  • »Können Sie uns schon erste Details verraten? Werden noch weitere sterben? Wird Batz in seiner Abschlußfolge noch Darsteller übrig haben?«
  • »Ich hoffe Sie haben Verständnis, dass ich hier noch keine Angaben machen will. Das bin ich der Story und auch den Fans schuldig. Nur so viel: Die letzte Folge wird zu einem eindeutigen Ende kommen können. Und …« (lacht) »genügend Darsteller bleiben sicher übrig.«
  • »Zuletzt wurde vermehrt der Vorwurf laut, die Geschichte würde die Grenzen einer Soap sprengen und wäre für das Nachmittagsprogramm nicht mehr tragbar. Wie sehen Sie das?«
  • »Welche Vorwürfe? Wer sagte das?«
  • »Sagen wir so, es wurde auch redaktionsintern diskutiert. Und wir waren sicher nicht die einzigen.«
  • »Die Medien haben da viel hineingetragen und überinterpretiert. Auch Ihr Haus hat sich da ja beteiligt…«
  • »Und das ist ja auch unsere Aufgabe, zu hinterfragen und zu polarisieren.« -… »Eine Frage unserer Leser: Wie kamen Sie zu der Ehre als Autor in dieses Erfolgsformat einzusteigen? Ging es nur ums Geld und Prestige«
  • »Ich gehe davon aus, dass der letzte Teil der Frage von Ihnen hinzuinterpretiert wurde … … Aber sei es drum: Nein, finanziell hätte es sich eher gelohnt Rezensionen zu schreiben. Das hier war eine Sache aus Überzeugung.«
  • »Manche meinten: Sie hätten vor ihrer Zusage einzusteigen von der gesamten Reihe noch nie etwas gehört! Ist das korrekt?«
  • »Das sind alles Gerüchte. Natürlich kannte ich “Karla im Koma”, wenn ich auch die einzelnen Folgen aus Zeitgründen nicht verfolgte.«
  • »Das heisst: Sie kannten die Story nicht?«
  • »Das haben Sie gesagt. … Für mein Engagement tat es im Übrigen nichts zur Sache. Es war eine Spontan-Entscheidung zu der ich noch heute stehe. Wenn ich Sie auch bisweilen bereute, doch das ist vorbei.«
  • »Bereute?«
  • »Die Einarbeitung in das Thema war doch umfangreicher als gedacht. Fest zugesagte Projekte, wie das Säubern meiner Schuhbekleidung, mussten verschoben werden. Doch ein Endl steht zu seinem Wort. Zudem waren die zugesagten Hilfen nicht immer so ergiebig wie erhofft.«
  • »Welche Art von Hilfen?«
  • »Skizzen z.B.« … kramt einen Zettel hervor und hält ihn in die Kamera …
    © Walter 2007

    Sie verstehen sicher, dass diese Skizzierung der Handlungsstränge, wie man das ankündigte seitens meines Vor-Autoren Walter, nicht wirklich zielführend waren. Dennoch meinen Dank für den Versuch…«

  • … lacht … »… verstehe. Doch zum Werk: Was war für Sie die größte Herausforderung? Wie war Ihre Herangehensweise? Was war Ihr Ziel?«
  • »Sie verstehen sicher, dass Kritik an Kollegen nicht über meine Lippen kommen wird. Auch werde ich nicht – auch wenn Sie noch so oft fragen – etwas aus der Handlung verraten. Nur so viel: Es war nicht einfach durch die verschiedenen Stilrichtungen und Tendenzen, die auf die Geschichte von Karla Bock einwirkten, immer eine klare Linie zu erkennen. So wurde so manche Figur zum Spielball persönlicher Interessen und Neigungen. Meine Aufgabe sah ich darin, die Geschichte wieder auf Bahnen zu bringen, die dem Schöpfer eine Ende ermöglichten, das – so interpretierte ich es – in seinem Geiste längst geschrieben ist. Oder sagen wir es einfacher: … das im Sinne des Erfinders ist.
    Nichtsdestototz auch mein Lob an meine Kollegen: Das Studium der Manunskripte, die immer noch vor mir liegen, fesselte und machte Lust auf mehr. Ich hoffe ich konnte hier auch meinen Beitrag dazu leisten.«
  • »Frei heraus: Stirbt Harry äääh Karla Bock?«
  • »Das Interview ist für mich beendet. Warten Sie einfach, wie alle anderen auch, auf die Veröffentlichung. Auftauchende Spoilern kann ich eine klare Absage erteilen. Außer mir kennt niemand das wahre Ende von: »Karla im Koma Folge XIII: Unerwartete Wendungen« … bis auf den Titel.«



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Eine subjektive unbrisante Meinung von / via delicious am 29. Juli 2007 01:18

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28. Juli 2007


Eine subjektive unbrisante Meinung von / via delicious am 28. Juli 2007 01:18

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