Das einzig wahre(:) Lobeshymne-Stöckchen

Bild © Endl 2007

Es lag lange in meinem Feedreader und ich hab es mir gern immer wieder angesehen. Ein Stöckchen, dass nichts anderes tun will und soll, außer andere zu loben – und René lobt mich »weil ich so bin, wie ich bin«, was ich gerade in Anbetracht unserer oft kontroversen Lebensauffassungen und Einstellungen als etwas ganz besonderes empfinde.

Und obwohl ich es so schön fand, lag es lange rum und wollte einfach nicht aufgegriffen werden. Ich tat mir schwer, weniger um des Lobes Willen als ob der Auswahl. Sollte ich Menschen loben, weil ich sie persönlich mag, und was denken dann die, die ich nicht lobe? Oder lobe ich die, die mich um ihrer Schreibe Willen so oft bereichert haben, doch auch hier die Frage: Was ist mit denen, die ich nicht erwähne?

Also kein Lob, weil alles Lob auch unvollständig wäre?

Nein, ich lobe einfach trotzdem und sage auch warum: Als ich nach meinem Urlaub wieder in mein Blog zurückkam, wurde ich begrüßt und vermisst. Und das tut einfach gut und das hat mich echt gefreut, daher mein Lob an bosch und Henning, die mich gleich wieder in ihr Online-Leben aufnahmen.

Auch wenn Kommentare nur bedingt etwas über ein Blog aussagen mögen, so wichtig sind doch die Personen dahinter – und ich nehm jetzt für mein Lob nur mal die der letzten Wochen, die, die sich mit meinen wirren Gedanken und verquerten Thesen ebenso auseinandersetzen, wie über meine Witze lachen oder meinen Ärger teilen.
Andi zum Beispiel, bei dem ich mich an der Stelle auch gleich noch für den Sendemitschnitt bedanke, was ich bisher versäumte, oder Patrick, natürlich Andreas, der einen echten „Endl“ stets zu schätzen weiß, und .markus, der éinfach mal auch eine Überschrift lobt und das dann nicht nur denkt sondern auch schreibt, was man selbst auch viel zu wenig macht.
Ich will Judith loben, weil die auch mal ganz anderer Meinung ist, und natürlich gleich auch noch mal den René, nicht nur als freundliche Retoure, sondern weil man Leute braucht, die einen fordern und herausfordern und man sich so mehr als schätzen lernt. Gelobt werden muss Julie, die ich online noch gar nicht lange kenne, die aber mit Kommentaren und eigenen Beiträgen mein Leben eindeutig bereichert und ich mich über ihre Schreibe schon richtig oft gefreut habe, und die Nadine, weil sie sich schon lange lange mit meinem Blog begleitet und nie müde wird, ab und an sich hier und da zu melden. Filzos trockene Einwürfe mag ich, und Jans Anmerkungen sowieso, Jovelstefan ist stets gern gesehen, und auch olli, der meinen Spoiler-Kampf wie kein anderer mit bestritt. SirParker verirrt sich immer öfter hierher und Bastian schafft trotz Zeitmangels auch noch ab und an was dazulassen. Und last but not least auch JayJay, meinen Kollegen, der on- wie offline seinen willkommenen Senf zu allem gibt, was ich so von mir gebe, und der – auch wenn er das vielleicht gar nicht glauben mag – so tatsächlich gar nicht unerheblich auf dieses Weblog Einfluß nimmt.

Ich schätze auch die Gelegenheitskommentierer und freu mich über jeden, der gerade erst Lust darauf bekommt hier öfter mal vorbeizusehen. Und ich vermisse so manchen, der schon lange nichts mehr schrieb und hoffe, sie nicht verschreckt zu haben. Bei manchen ist man sogar irgendwie nachdenklich, weil man sich beim Schreiben des Artikels noch dachte: Na, was der/die wohl dazu sagen wird.

Viele kommentieren nichts, und auch als reine Leser sollen sie willkommen sein und ich freue mich manchmal, wenn man dann sich selbst in einer social bookmark-Liste wiederfindet oder still und heimlich in einer Blogroll auftaucht. Und manche ziehen es vor lieber mit mir über Blogeinträge zu schwätzen als zu kommentieren, wie mein Nachbar, mit dem ich gestern noch stundenlang über den Schwimmbeitrag philosophiert und gelacht habe.

Kommentieren ist kein Zwang, kein Muss. Manche provozieren dazu auch einfach durch ihren Stil und ihren Thesen mehr als andere, und das ist auch ok so. Nichtsdestotrotz sind die, die mich hier kommentierend begleiten (ob real oder virtuell) besonders ans Herz gewachsen, weil sie zu meinen Begleitern geworden sind.

Danke!

Und am Ende noch ein Tadel: An mich! Weil ich bestimmt viel zu viele nicht gelobt und so manchen vergessen habe. Einfach beschweren! Ich tue dann wirklich gerne Abbitte. 🙂

Ein Stöckchen, das nicht geworfen wird. Wer gelobt wurde und auch loben will, darf sich gerne angespornt fühlen.

So, nun aber genug mit Schmusekurs für heute. Sonst wirds unglaubwürdig. 😀