Wie auch bereits Katja, so habe ich nun auch eine Strafanzeige aufgegeben. Mittlerweile geht das ja bereits bequem und stilecht via Internet in der Onlinewache, jedenfalls in Hessen.
Ich habe die Faxen dicke und hab auch keine Lust das einfach hinzunehmen, solange meine Artikel dort noch online sind. Und zur Erklärung des Betreibers hier im Blog, man habe ja nun alles getan was man konnte, aber man könne nun nichts mehr machen, sage ich zwar verständnisvoll “sorry”, aber auch “die Geister, die ich rief…”. Was können wir dafür, dass er erst mitgemacht hat und nun den Brand nicht mehr löschen kann. Aber jetzt soll erst mal die Strafverfolgungsbehörde prüfen, danach schauen wir mal, ob und welche Kosten wir geltend machen. Vielleicht wäre ihm wirklich zu empfehlen, sich selbst anzuzeigen.
Hier der Anzeigetext:
Inhalte meines Weblogs werden automatisiert erfasst und unter http://blog.tradeboard.info gegen meinen Willen veröffentlicht.
Eine aktuelle Diskussion (siehe auch http://www.xsized.de/content-diebstahl-im-grossen-stil/) und ein direkter Blick auf das Angebot unter der Internet-Adresse http://blog.tradeboard.info zeigt, dass dies möglicherweise im großen Stil geschieht. Der ehemals im Impressum stehende Anbieter reagiert auf E-Mail-Anfragen nicht, anonymisierte Kommentare von ihm (soweit authentisch) sagen aus, dass er keinen Zugriff mehr hätte und machtlos sei die Sache zu stoppen, da Hintermänner ihm den Zugriff entzogen hätten.
Neben evtl. Urheberrechtsverletzungen, auch durch die Vermarktung der Website, besteht die Möglichkeit, dass durch doppelten Content Schaden bei der Suchmaschinenerfassung entsteht, was wiederum die Monetarisierung der betroffenen Content-Anbieter behindern kann. Der Vermarkter wurde kontaktiert, zeigt sich aber nicht in der Lage so zu reagieren, dass die Vermarktung gestoppt würde (und so evtl. der Geschäftszweck beendet wäre; nur eine Vermutung). Aus meiner Sicht steht eine »Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke« im Raum.
Weitere Strafanzeigen wurden offenbar gestellt: http://blondesalien.wordpress….-anzeige-gegen-unbekannt/
Die Betroffenen haben teilweise direkten Kontakt untereinander. Bemühungen, durch entsprechende Hinweise in Richtung Betreiber und Hintermänner die Sache zu beenden, waren bis dato erfolglos.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

9 Comments
Ich muß gestehen, ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Auf der einen Seite “klauen” wir uns täglich unseren DuRöhre Content oder wongen/diggen/wasauchimmer, RSS all over, nutzen die Blogscout Feeds und, und, und… Sommerloch, ich hör dir trapsen.
Und nein, ich weiß nicht ob der auch Artikel von mir “klaut”. Wäre mir auch ziemlich wurscht. In der “Was mich aufregt”-Prioritätenliste rangieren solche Würstchen ganz weit unten.
just my .013 cent
Letztendlich muss jeder selbst wissen, wie wenig erfreut er über sowas ist. Und natürlich gibt es Blogger, die kaum “echten eigenen” Content auf ihren Seiten haben (größtenteils Links, Youtube und was-weiss-ich), andere geben sich da aber mehr Mühre mit ihren Inhalten. Und dass Letztere nicht zwingendermaßen begeistert sind, wenn Andere dann die Texte ungefragt, ohne (oder gar mit falscher) Quellenangabe und ohne offensichtlichen Eigenanteil übernehmen, ist legitim und verständlich. Wohlgemerkt geht es hier nicht um zehn oder 15 Prozent Zitatanteil, sondern um 90 bis 100 Prozent. Und ja, auch in Zeiten von RSS und Syndication, Social Bookmarking und all-die-anderen-Dinge sollten allen Beteiligten einige Regeln des Anstandes klar sein. Wer glaubt, er könne “in Netz” allles machen und ausprobieren, ohne sich vorher über die wichtigsten Grundprinzipien im Klaren zu sein und sich danach auch noch nur mäßig kooperativ anstellt, muss eben damit rechnen, dass es gelegentlich einen Schuss vor den Bug gibt. Dummheit an sich ist zwar keine Straftat, die Folgen davon können (und dürfen) gelegentlich aber trotzdem teuer sein.
Boogie … da ist für mich schon ein riesiger Unterschied, ob ich die Feeds etc. pp. “nutze” oder ob ich sie “verwerte”. Ich habe auch kein Verständnis, wenn Blogger hyperventilierten nur weil man sie etwas länger zitiert, aber komplette Postings zu übernehmen finde ich bereits grenzwertig, automatisiert und (zumindest nach Augenschein) offensichtlich nur zu diesem Zwecke eingesetzt nicht nur einen Schritt zu weit.
Ich weiß, dass manche meinen, nur weil man es ins Netz stellt gebe man quasi es dem Gemeinwohl preis, aber ich gehöre sicher nicht zu den Vertretern dieser Lehre. Der Grundsatz muss bleiben: Was ich gemacht habe, darüber darf ich auch bestimmen. Und jedem ist es freigestellt über eine CC-Lizenz das zu öffnen oder auch individuell auf Anfrage es zu erlauben.
Chris daher auch zustimmt
In der Sache ansich liegen wir gar nicht so weit auseinander. Ich halt das Thema trotzdem für sommerlöchrig und wenn ich mir dazu einige Beiträge der letzten Tage ansehe, dann wird mir bei einigen (und da zähl ich dich expliziet nicht zu) schon ziemlich schummerig.
Ich geb ja zu, dass ich am Anfang auch etwas überrascht war, wie schnell sich da ein Sturm zusammenbraute. Da dachte ich mir noch, was ich dem in die Mail schreib, da war quasi schon die Klage formuliert. Aber es zeigt, dass die Sache insgesamt härter wird, in beiden Richtungen – aus den Blogs und gegen die Blogs.