24. September 2007
Du bist einfach wunderbar,
ich kenne niemanden wie Dich.
Du hast alles, was man sich nur wünschen kann,
und egal wie und wo du es anfängst, es freut mich.
Du musst dich nicht verbiegen,
Du bist genau so perfekt für mich wie Du bist.
Und ob Du schweigst oder redest,
solange Du Du selbst bleibst, werde ich Dich dafür schätzen.
Versuch nicht jemand anderes zu werden,
bleibe Dir einfach treu.
Du musst wissen, dass da jemand ist,
der allein durch deine Anwesenheit ein Stück glücklicher ist.
Eine Ode an meine Leser und ganz besonders Dich!
22. September 2007
Man sollte nicht immer tun, was nahe liegt, auch wenn es einen so einleuchtend erscheint. Und daher sollte man auch einmal konsequent nicht schreiben, auch wenn man es anders könnte, oder auch schreiben, wenn man sich bereits darauf einigte es nicht zu tun.
20. September 2007
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
Alter Sportsfreund! … Ich liebe diesen Spruch – nur mal so am Rande.
Sport spielt sich in den Medien und auch in den Blogs eigentlich nur im Leistungssport ab – und vielen scheinen sogar kleinere Clubs wie Duisburg oder Cottbus ein Dorn im Auge der glamourösen Showbühne Bundesliga zu sein. Lediglich das Fanzine Bolzen kenne ich, dass sich dem Sport, hier dem Fußball, auf der Ebene des Volkssports nähert, dem Fußball-Kicken am Hinterhof eben. Und Sport ist – man mag es kaum glauben – nicht nur Fußball, Formel 1 und vielleicht noch Basketball. Als ich vor ein paar Tagen mal das Angebot des Sportvereins meiner Nähe, der TGH Höchst, ansah, war ich echt beeindruckt, was da in der Breite angeboten wurde. Von Step-Aerobic bis eben Iaido, für das ich mich zur Zeit interessiere. Und genau da bin ich am Punkt, warum mich diese Rezension interessiert hat: Ein Portal, dass sich dem Sport gerade auch in der Breite nähert, hat mir bisher gefehlt. Ein Portal, bei dem man sich über einen bestimmten Sport informieren kann, gerade auch und besonders aus Sicht der selbst aktiven Sportler, einmal zusehen kann, wie ein Training abläuft, ein Wettkampf oder sich auch nur Lokalität näher ansehen kann, oder die Trainer, wäre mir und vielen anderen eine echte Hilfe. Bis dato war man da auf einzelne Fundstücke bei YouTube und Konsorten angewiesen, oder auf das mehr oder minder gepflegte Web-Angebot der Vereine sowie die Webpräsenzen einzelner Aktivisten. Vielleicht kann da sportsfreunde.de eine echte Lücke schließen.
Sportsfreunde versucht sich dem Sport aus der Sicht der Aktiven zu nähern, ein echtes Web 2.0-Projekt also, bei dem Mitmachen zwar keine Pflicht ist, aber Mitmachen eigentlich zum Konzept gehört. Wie bei den meisten Mitmach-Projekten kann man natürlich nur konsumieren, aber das wäre eben irgendwie unsportlich.
Was kann man tun? Eigentlich alles das, was man nach der Einleitung wohl auch schon erwartet. Man kann seine eigenen Bilder und Videos uploaden, Events eintragen und sich in Gruppen organisieren. Man kann aktiv nach Sportfreunden suchen oder sich finden lassen – über eine Art Kontaktanzeige. Aber auch als Verein kann man das Angebot aktiv nutzen. Vereine können angemeldet werden und sich präsentieren. Über die diversen Suchfunktionen, wie auch eine regionale Umkreissuche, kann man auf diese Weise Verein und Sport-Interessierte zusammenbringen.
Das Angebot ist derzeit noch ‘übersichtlich’, knapp 13.000 eingetragene Vereine klingt zwar nach ner Menge Holz, ist deutschlandweit aber noch ausbaufähig und so finden sich in meinem nahen Umfeld auch gerade mal 5 Vereine, potenzielle Sportpartner finde ich Hessen-weit keinen einzigen. Eine junge Community eben, aber eine, die man vielleicht im Auge behalten sollte.
Optisch und in puncto Funktionalität gibt es nichts zu kritteln. Die Anmeldung ist reibungslos, auch wenn ich die Pflicht zur Angabe eines Geburtsdatums immer als einen Eingriff in mein Persönlichkeitsrecht sehe und ich da gerne auch mal die Finger kreuze beim eintippen. Die Navigation ist selbsterklärend, die Suche und die Vermittlungstexte (soweit gesehen) ohne Fehl und Tadel. Man muss sich ein wenig mit dem Gesamtkonzept vertraut machen, also mal die Terminologien von “Gruppe”, “Sportspartner” oder “Vereine” vergegenwärtigen und wie das jeweils zu verstehen ist. Ich dachte z.B. zuerst, dass wäre alles auf “mich” bezogen, also “mein Verein” etc., dabei ist das die Plattform “für” Vereine. Aber auch das kriegt man schnell mit.
Kurzum: Gefällt mir. Und das noch mal ausdrücklich ob mit oder ohne Rezension (aber ohne hätte ich mich nicht so lange drüber ausgelassen, klar…). Ich finde die Idee gut, auch wenn man natürlich mal wieder anmerken kann, dass man die Nutzer braucht, wenn es was werden soll, und die ganze Debatte über Preisgabe der eigenen Daten kann man auch führen – wie immer eben, bei solchen Web 2.0-Communities. Aber vom Ansatz her eben ne feine, sehr spezifische Sache mit einem vielleicht guten Gesamtergebnis: Ein leichterer Zugang zum aktiven Sport.
19. September 2007

Früher – so in den 80ern – musste man als Pressesprecher eines Automobilkonzerns mindestens einmal pro 15 Minuten das Wort CW-Wert in den Mund nehmen. Ein Begriff, den sicher jeder kennt aber dessen wörtliche Bedeutung vollkommen unklar ist, wie mein Nachbar Ronny so treffend gerade feststellte. Heute ist CW-Wert so sexy wie Servo-Lenkung, wobei man die wenigstens jetzt serienmäßig erwarten kann, was der CW-Wert heute genau macht ist unbekannt, aber wer will schon wirklich vom Strömungswiderstandskoeffizienten reden, wenn er nicht muss. Am Ende muss man das dann noch erklären.
Heute jedenfalls musst du irgendwas mit CO2 einbauen, also CO2-Reduzierung, CO2-Versprechen oder CO2-Minderung. Ganz groß dann, wenn man es sogar zum ‘Leitmotiv’ erklärt und dabei die Absicht äußert, den ‘Flottenverbrauch’ (natürlich ‘nachhaltig’!) zu senken.
Und während so also jeder irgendwo sein Öko-Wunderchen dekorativ und seelenberuhigend neben den PS-Monstern drappiert, wälzen sich die Besuchermassen in die Stadt – mit dem Auto natürlich, Ehrensache.
Hier ein paar tägliche Vorher/Nachher-Impressionen von der Frankfurter Naherholungsperle Rebstockpark während der Messe, direkt von der Blog-Außendienstmitarbeiterin Svenja G.:






18. September 2007
17. September 2007

»Den Löffel gibt es nicht« – siehe unten
In der Tat! Auch ohne das man vorher sich damit beschäftigt hat und die Themen nicht mal kannte, hätte ich das Feedback der ZKM-Veranstaltung und der darum rankenden Diskussionen und Beiträge auch selbst aus der eigenen Beobachtung formulieren können: Die Blogger haben einen Blogblues, wie Don Alphonso es nannte. Oder ist es vielleicht doch eher etwas anderes? Eine handfeste Midlife-Crisis?
Judith und auch Björn stellen sich die Frage: Was bin “Ich” als Blogger? Kunstfigur? Authentisch? Wie das zuletzt Malte (mal wieder) bei Spreeblick thematisierte?
Nein, für mich ist das alles kein Blogblues. Über den Blues belehrt uns Wikipedia: »Bluestexte sind in der Regel in der Ich-Form verfasst, das heißt der Autor oder Sänger erzählt von tatsächlichen oder fiktiven eigenen Erlebnissen. Diese sind aber meist so stark verallgemeinert, dass eine Identifikation des Hörers mit dem Sänger ermöglicht wird. Häufig enthalten die Texte sexuelle Bezüge und handeln von Verrat, Resignation, unerwiderter Liebe, Arbeitslosigkeit, Hunger, finanzieller Not, Heimweh, Einsamkeit und Untreue.«
Den Blues haben wir doch hinter uns, es ist doch eher so, dass wir das alles in epischer Breite durchlebten und durchschrieben. Nein, für mich passt die Blog-Midlife-Crisis besser. Blogger haben keinen Blues, sie stellen sich die Blog-Lebens-Sinnfrage nach Abschluß eines Lebensabschnitts, nach Rekapitulation dessen und nüchternen Analyse, was um einen passierte und worauf das alles hinausläuft, mit sich und den anderen.
Nach den wilden Sturm- und Drangjahren, die eigentlich viel zu kurz ausfielen, hat für viele schon die Desillusionierung des Alltags begonnen. Enttäuschungen pflasterten unseren Weg, womit wir wieder bei Authentizität wären. Blogger voll wunderbarer Geschichten stellten sich als Gaukler und Märchenerzähler heraus, die Robin Hoods des Blogwood Forest ließen sich nach kurzer Balgerei relativ schmerzfrei vom Sheriff von Nottingham nach Hause einladen und machten zusammen ne lustige Roadshow und bastelten am Vermarktungskonzept. Die eifrigen Mitmach-Gurus der vergangenen Tage kommen vor lauter Mitmach-Dingenskirchen zu allem – nur nicht mehr zum Mitmachen und drehen sich vor allem meist nur noch um sich selbst und ihre eigenen Sinnfragen und Richtungsdiskussionen. Kommentare bei anderen sind dann schon die Ausnahme, die klassischen Themenübernahmen von anderen Blogs, das suchen nach dem Puls der Zeit läuft nur noch in den eigenen Zirkeln, meist nur im eigenen Kopf. – Aber sind deswegen die anderen schuld? Bewahre! Enttäuschung kommt von “Ende einer Täuschung” und das ist nicht immer in den anderen begründet. Man selbst hat sie bisweilen dazu gemacht, idealisiert, ikonisiert. Die Täuschung eine Frage der eigenen Wahrnehmung, das Ende davon ein heilsamer Prozeß.
Es ist fast witzig (für mich), dass ich gerade dabei war nachzudenken, was ich denn in Zukunft so machen würde – manchmal sind wohl Themen einfach “in der Luft”…
Und ich wollte tatsächlich genau das Gegenteil tun, was ich so mancherorts lese. Ich wollte alles gerade noch persönlicher machen (was nicht heisst noch mehr aus dem Nähkästchen zu plaudern), vielleicht sogar ein Bild prominent von mir auf’s Blog-Template bauen – ein “Seht her! Ich!”. Nicht aus Eitelkeit (hoffe ich…), und ich will auch keine Show und ich will auch keine thematische Ausrichtung (und vor allem keine innere Diskussion darum). Ich will schreiben. Ich liebe es zu schreiben. Ich mag es, wenn man mich liest. Wenn man über meine Witze lacht, sich mit mir ärgert und manchmal auch nur die Seele baumeln lässt.
Mögen andere ihre Krisen haben, das einzige was ich aus den ganzen Diskussionen bisher erkenntnisreiches (wenn auch nicht angenehmes) mitnahm: Ich hab meine Naivität verloren. Eine Naivität, mit der ich an viele Dinge bewusst herangehe, um lieber enttäuscht zu werden als etwas schönes von Keim an zu ersticken. Und die Diskussion um Authentizität und Ich ist für mich eben schon durch und wurde mit dem Strich beendet: Ich glaub nur noch die Hälfte, wenn überhaupt.
Aber deswegen muss man das ja nicht selbst so machen. Ich für meinen Teil will ich bleiben. Ich will selbst dosieren, wie viel ich von mir erzähle und was. Ich werde nie alles preis geben und grenze da ne ganze Menge meines Lebens aus. Aber was ich erzähle ist echt, authentisch.
Ich schließe mit den Worten des Don: »Bloggen bedeutet: Erzählen. Erzählen ist ein bombensicheres Kommunikationsmodell, es ist simpel und effektiv wie das Blog als Instrument, da hat eine Ausdrucksform das ideale Ausdrucksmittel gefunden«.
Zitat zum Bild oben aus Matrix (Film):
- Junge: [bietet Neo einen Löffel an, den dieser verbiegen soll] “Versuch nicht den Löffel zu verbiegen, das ist nämlich nicht möglich. Versuch dir statt dessen einfach die Wahrheit vorzustellen!”
- Neo: “Welche Wahrheit?”
- Junge: “Den Löffel gibt es nicht.”
- Neo: “Den Löffel gibt es nicht?”
- Junge: “Dann wirst du sehen, dass nicht der Löffel sich biegt, sondern du selbst.”
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