Räikkönen Formel 1 Weltmeister! … vielleicht!

Leider kein Scherz, der Titel „Formel1-Weltmeister 2007“ ist weiter vakant. Warum? Weil drei Fahrer, die zwischen dem vermeintlichen Sieger der WM und dem vor dem letzten WM-Lauf führenden Lewis Hamilton (»Formel-Farce?« bei kicker.de) lagen, evtl. nachträglich die Plätze verlieren können.

Sollten zwei dieser drei Fahrer aus der Wertung genommen werden, würde McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton um zwei Plätze nach vorne auf Rang fünf klettern. Damit wäre der 22 Jahre alte Brite nachträglich doch noch jüngster Weltmeister aller Zeiten.

Damit ist diese Formel1-Saison endgültig zum Grabstein meines Interesses geworden. In den letzten Jahren noch jeden zweiten Sonntag am TV zu sehen gewesen, hatte mein Interesse nach Schumis Karriereende merklich nachgelassen. Sprich: Ich verfolgte diese Saison kein einziges Rennen in voller Länge (nicht mal schlafend…). Dann kam noch diese Spionage-Affäre, die für mich eh zum Ausschluß der Fahrer hätte führen müssen (wie sinnig klingt für mich denn das, dass obwohl das Team als spionierend bestraft wird, bleiben die Fahrer – die davon dann doch wohl provitierten – unbehelligt). Das Finale, mit drei Fahrern im Lostopf am letzten Rennen, war mir dann noch die letzten Runden und ein Blick auf den Zwischenstand währenddessen wert. Und nun das …
Ein Fragezeichen hinter dem Ausgang. Schlimmer geht es nicht. Mehr kann man an Begeisterung kaum kaputt machen. Egal wie die Entscheidung fällt: Kimi Räikkönen wird die Freude über den Titel nie wieder ungetrübt zurückbringen und ein Lewis Hamilton, auch wenn er nachträglich noch Weltmeister würde, wird den Makel daran bis zum Ende seiner Karriere in jedem Rückblick wie ein schaler Beigeschmack serviert bekommen.

Nach der Tour de France der zweite Abgesang auf ein sportliches Großevent. Danke, Raffgier und Sport-Politik…

Update 22.10.2007: Nun also doch Rennergebnis bestätigt. …. Aber Protest angekündigt. … Wir erwarten die engültige Entscheidung dann 2009 nach dem abschließenden Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte