Paid Review: Weißt du wo die Sternlein stehen

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ProduktbildAlso bei großer Wagen bin ich noch bei, Mond und mit Abstrichen sowas wie Abendstern aka Venus geht auch noch bei sternenklarer Nacht über die Lippen, aber danach ist bei mir Schluß, was die Sternlein angeht. Aber mit diesem Ding könnte man wohl tatsächlich live da draußen am Himmel Infos abrufen wie aus einer digitalen Enzyklopädie – und genau genomme ist es das auch.

Spontan entlockte es mir ein freudiges »Geek«, auch wenn ich zugeben muss, dass ich es erst auf dem zweiten Blick kapiert habe. Das Ding, das sich »SkyScout Handplanetarium« nennt, ist (wie der Name ja schon eigentlich sagt) eben keine Art Beamer für’s Wohnzimmer, sondern es ist was zum in die Hand nehmen in der Größe einer modernen Videokamera. Und es wirft auch keine Sterne an den Himmel der heimischen Kuschelecke, es liefert Informationen und bedient sich dabei eines GPS-Empfängers. So sollen Himmelskörper durch optisches Anvisieren erkannt werden können und aus einer umfangreichen Datenbank mit Text und Ton erläutert.

Also wenn ich das alles richtig verstanden habe (leider kriegt man ja kein Exemplar für die Rezension zur Verfügung gestellt…), und glaubt dem „Test„, der sich aber eher wie eine erweiterte Produktbeschreibung des Herstellers liest, dann kann man auf zwei Arten das Handplanetarium nutzen: Man visiert z.B. durch eine Art Okular einen Himmelskörper an und – wenn alles klappt – spuckt das Gerät dazu Daten aus, entweder in Textform (siehe Bild unten) oder teilweise auch per Stimme über den Kopfhörer.

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Alternative 2 ist die Positionierung, was spannend und auch komplex klingt (insoweit wäre ich gespannt und skeptisch, ob das so immer klappt), also das Auffinden eines bestimmten Objektes am Himmel. Dazu wird man wohl mit Pfeilen und Richtungsanweisungen zum Objekt geführt. Also ich find das klingt aufregend (wenn es klappt).

Soweit mein Eindruck vom Produkt, ohne es in der Hand gehalten zu haben. Die Idee und die Produktbeschreibung finde ich witzig und einleuchtend. So mal als „Gag“ zu Weihnachten geht das »SkyScout Handplanetarium« mit einem veranschlagten Preis von 429,00 EUR bei mir aber nicht durch, da braucht es schon ne lockere Geldbörse oder sehr sehr viel Interesse an der Materie (wobei die, die die Materie kennen, wohl weder für Positionierung noch Information ein technisches Gerät brauchen).

Erhältlich ist es im Astroshop, die auch diese Rezension beauftragt haben.

Bei einem so speziellen und auch eher hochpreisigeren Gerät ist ein Feedback von Usern nicht leicht zu finden. Einzig auf der US-Amazon-Seite las ich was von Problemen mit dem Firmware-Update, Problemen mit dem Support und der Stromversorgung, wobei das durstige Gerät wohl schnell Batterien verbrauche und ein Wechseln derer ein Geduldsspiel sei. Aber einige dieser Rezensionen sind auch schon 1 Jahr alt, es könnte also eine neuere Version vorliegen (sollte man prüfen, wenn man sich für das Produkt interessiert).
Im Schnitt kam ein positives Feedback (wobei man solche Kundenrezensionen auch immer richtig bewerten sollte…), aber auch einige negative Erfahrungen. So im Überblick finden die meisten aber den WOW-Effekt prima und die Positionierung scheint bei der Mehrzahl gut zu klappen – übrigens auch in Europa, wie ein Rezensent schreibt.

Und zum Schluß noch ein Schmankerl aus der Produktbeschreibung:
»Auch für solche, die in romantischen Momenten gerne Frauen beeindrucken wollen, durch Ihre Kenntnisse über den fantastischen Sternenhimmel, ist der SkyScout ein ideales Übungsgerät.«
Also meine Vorstellung von Romantik ist wohl etwas anders als das Herausziehen eines Technischen Spielzeugs und Ablesen der Planetenbeschreibung an einem lauen sternenklaren Sommerabend – aber man soll das ja auch nicht unbedingt während dessen machen, sonder nur vorher üben (ich seh dann aber die Typen schon im geistigen Auge schnell zum Auto hetzen, weil sie wieder alles vergessen haben und noch mal nachschauen wollen). Aber vielleicht hat der Verfasser des Textes schon den nächsten Knaller als Produkt im Kopf: Der mega frauen-beeindruckende automatische Briefmarkendetektor – für die ganz lauschigen Stunden zu zweit. 😀

Kleine Anmerkung: Das Lied heisst »Weißt du wieviel Sternlein stehen«. Nur so am Rande