Eigentlich hab ich mich mit der Situation ja schon arrangiert. So eine gepflegte Null verbindet ja auch. Aber es bewegt sich dann ja doch was.
Wie ich ja ankündigte habe ich eingesehen, dass verkaufte Links in der Tat nicht das Gelbe vom Ei sind und meine letzten Buchungen (siehe rechts unter “werbliche Links”) laufen gerade aus. Das hatte nun nicht unbedingt damit zu tun, dass ich das Wohlwollen Googles damit zurückgewinnen wollte, das war eine reine Frage des Prinzips. Dafür stand und stehe ich auch weiter zu bezahlten Rezensionen, einfach und schlicht weil ich das gern mache und das Geld gern mitnehm dafür. Wie andere das machen ist eine andere Frage, ich jedenfalls versuch meine Linie zu fahren und lehne dann auch schon lukrativere Angebote ab, wie heute, wenn es sich um Glücks- oder Geldspiele-Seiten dreht.
Die Google-Ächtung für Rezensionen nahm ich dafür in Kauf, weil ich darin nichts verwerfliches finde, wenn ich die Links zu trigami mit dem nofollow-Tag markierte (ebenso wie direkte Produktlinks) und fett drüber schreib: Obacht Werbung! Einzig die Links, die ich auch im normalen Alltag verwendete hätte, wie ein Link zu sportsfreunde.de oder zu plazes.com, die wollte ich einfach nicht markieren. Bis heute …
Remo Uherek (trigami) wandte sich heute per Mail an alle Rezensenten und zog Konsequenzen:
Unsere Konsequenzen:
a) Update unserer Kennzeichnung:
Wir haben bereits am 25.10.2007 alle Links in unserer obligatorischen Kennzeichnung mit einem „nofollow”-Attribut versehen. Da es sich hierbei um von uns erforderliche und erzwungene Links handelt, hätten wir von Anfang an das “nofollow”-Attribut verwenden müssen. Dies war ein Fehler, und diesen Fehler haben wir nun behoben. Wir empfehlen Euch ausdrücklich, die trigami-Kennzeichnungen in allen vergangenen Rezensionen zu aktualisieren, d.h. alle Links in der Kennzeichnung mit einem „nofollow”-Attribut zu versehen.
b) Wir empfehlen konsequente Verwendung von „nofollow”:
Wir empfehlen in trigami-Rezensionen die konsequente Verwendung des „nofollow”-Attributs bei allen Links. Begründung: Damit distanziert sich trigami ausdrücklich von ungekennzeichneten bezahlten Links und ist damit zu 100% Google-Richtlinien-konform. Gemäss den Google-Richtlinien sind Abstrafungen bei der konsequenten Verwendung des „nofollow”-Attributs ausgeschlossen.
Damit hier keine Unklarheiten entstehen: Der Einsatz des nofollow war bereits vorher erlaubt, auch rückwirkend, auch wenn wohl vereinzelte Auftraggeber darauf etwas allergisch reagierten, dabei aber wohl ihre wahren Absichten nur allzu deutlich unterstrichen. Nun aber fordert Remo Uherek aktiv seine Rezensenten auf das „nofollow”-Attribut einzusetzen. Das ist eine neue Qualität und zeigt – für mich – die Absicht, dass wenigstens trigami (wenn auch nicht immer jeder Auftraggeber, aber das kann ja jeder Blogger selbst für sich bewerten) die Absicht hat zu manifestieren, dass es um das Geschäftsmodell der Rezension geht, nicht der verscherbelten und redaktionell eingepackten gekauften Links.
Das spricht das (sicher auch bzgl. einiger Aspekte zu Recht) nicht unumstrittene Modell bezahlter Rezensionen nicht heilig, nimmt es aber wenigstens eindeutig aus der Kritik der gekauften Links. Nach Remo Uhereks Aussagen hätten erste Blogger so erfolgreich ein Wiederherstellung des alten PageRanks erlangt.
Ich werde das auch angehen, weil es genau auf meiner Linie liegt. Ich kritisiere Google hier durchaus oft und differenziert, aber das heisst nicht, dass man in die totale Opposition geht. Ich finde Entwicklungen bedenklich, man muss aber auch selbst in der Lage sein Entwicklungen bei sich selbst zu kritisieren und zu korrigieren.
Ob das Modell “bezahlte Rezension” generell etwas in Blogs zu suchen hat, ist wie die Bannerfrage in den 90ern. Mit der Zeit sind die Argumente ausgetauscht und es steht eben Meinung gegen Meinung. Wer Rezensionen nicht mag hat das gute Recht, von dem viele auch Gebrauch machen, das zu überlesen oder solche Blogs zu meiden. Ob letzteres überzogen ist, kann dann jeder selbst entscheiden, auch darüber wurde schon genug diskutiert. Ich bin Rezensionen sicher auch nicht unkritisch gegenüber und sehe durchaus auch die Probleme: Erstens machen manche wirklich keinen guten Job, die letzten die ich las fand ich in der Tat auch nicht gut – also weder informativ noch witzig noch differenziert, einfach Worte gegen Geld und die Hoffnung, nächstes mal wieder dabei zu sein und sein Gesicht vor seinen Lesern nicht zu verlieren. Das bedeutet aber nicht, dass alle so wären, der Markt wird auch da aussortieren. Klar ist auch, dass man im Spannungsfeld des Bewerbungsverfahrens steht, da man sich um Rezensionen individuell ja bewerben muss. Dass man bei dem Text nicht gleich reinschreibt: Find ich alles kacke, ist klar, auch dass man nicht unbedingt sich für Dinge bewirbt, die einen eh nicht interessieren.
Dennoch kam – zumindest bei mir – trotz relativ nüchterner Bewerbung und in der Mehrzahl eher kritisch bis negativeren Rezensionen immer wieder was rein und der Buchungspreis stieg sogar. Aussagen allerdings wie die folgende, die im Rahmen einer Standard-Mail bei Ablehnung der Bewerbung von trigami mitgeschickt werden, sind aber wieder eher Wasser auf den Mühlen der Kritiker:
Tipp: Je öfter Du Dich mit einer überzeugenden Begründung bewirbst, desto grösser ist die Chance, viele Aufträge zu erhalten. Versuch Dich schon vorher mit dem Produkt auseinanderzusetzen und beantworte dem Kunden die Frage, warum er gerade Deine Bewerbung akzeptieren sollte.
Das mag zwar im Ergebnis richtig sein, schürt aber den Verdacht sich bei Bewerbungen doch richtig ranzukuscheln. Ich bin da skeptisch, ob es auf Dauer richtig ist so einen Bewerbungstext zu Grunde zu legen. Es ist einerseits eine persönliche Komponente, andererseits birgt sie latent ein “Gschmäckle” in sich. Jedenfalls für mich.
Ich bin jedenfalls gespannt. Geht es Google nur um den Suchindex, dürfte der rückwirkende Einsatz von nofollow und das entfernen bezahlter Links wie bspw. der von Linklift, die Gründe eines Null-PageRank aufheben. Liest man hier bei Blogging Tom, hat Google durchaus auch berechtigte Probleme mit solchen versteckten bezahlten “Empfehlungen”. Doch diese schwarzen Schafe bemühen sich sicher auch zukünftig nicht um “fair play”. Dass hiergegen etwas unternommen werden muss und soll, ist klar und findet breite Unterstützung. Wer aber im Rahmen der Google Richtlinien ein Geschäftsmodell betreibt oder daran teilnimmt, hat – auch wenn er dafür nicht geliebt wird – auch das Recht fair beurteilt zu werden. Und ich sage es mal ganz subjektiv: Ich sehe mich einfach als “koscher” – ich mag zwar manchmal andere Meinungen haben, aber ich verkaufe weder meine Seele noch die meiner Leser.
Mal abwarten, was passiert.
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Eigentlich hab ich mich mit der Situation ja schon arrangiert. So eine gepflegte Null verbindet ja auch. Aber es bewegt sich dann ja doch was.
Wie ich ja ankündigte habe ich eingesehen, dass verkaufte Links in der Tat nicht das Gelbe vom Ei sind und meine letzten Buchungen (siehe rechts unter "werbliche Links") laufen gerade aus. Das hatte nun nicht unbedingt damit zu tun, dass ich das Wohlwollen Googles damit zurückgewinnen wollte, das war eine reine Frage des Prinzips. Dafür stand und stehe ich auch weiter zu bezahlten Rezensionen, einfach und schlicht weil ich das gern mache und das Geld gern mitnehm dafür. Wie andere das machen ist eine andere Frage, ich jedenfalls versuch meine Linie zu fahren und lehne dann auch schon lukrativere Angebote ab, wie heute, wenn es sich um Glücks- oder Geldspiele-Seiten dreht.
Die Google-Ächtung für Rezensionen nahm ich dafür in Kauf, weil ich darin nichts verwerfliches finde, wenn ich die Links zu trigami mit dem nofollow-Tag markierte (ebenso wie direkte Produktlinks) und fett drüber schreib: Obacht Werbung! Einzig die Links, die ich auch im normalen Alltag verwendete hätte, wie ein Link zu sportsfreunde.de oder zu plazes.com, die wollte ich einfach nicht markieren. Bis heute ...
Remo Uherek (trigami) wandte sich heute per Mail an alle Rezensenten und zog Konsequenzen:
Unsere Konsequenzen:
a) Update unserer Kennzeichnung:
Wir haben bereits am 25.10.2007 alle Links in unserer obligatorischen Kennzeichnung mit einem „nofollow"-Attribut versehen. Da es sich hierbei um von uns erforderliche und erzwungene Links handelt, hätten wir von Anfang an das "nofollow"-Attribut verwenden müssen. Dies war ein Fehler, und diesen Fehler haben wir nun behoben. Wir empfehlen Euch ausdrücklich, die trigami-Kennzeichnungen in allen vergangenen Rezensionen zu aktualisieren, d.h. alle Links in der Kennzeichnung mit einem „nofollow"-Attribut zu versehen.
b) Wir empfehlen konsequente Verwendung von „nofollow":
Wir empfehlen in trigami-Rezensionen die konsequente Verwendung des „nofollow"-Attributs bei allen Links. Begründung: Damit distanziert sich trigami ausdrücklich von ungekennzeichneten bezahlten Links und ist damit zu 100% Google-Richtlinien-konform. Gemäss den Google-Richtlinien sind Abstrafungen bei der konsequenten Verwendung des „nofollow"-Attributs ausgeschlossen.
Damit hier keine Unklarheiten entstehen: Der Einsatz des nofollow war bereits vorher erlaubt, auch rückwirkend, auch wenn wohl vereinzelte Auftraggeber darauf etwas allergisch reagierten, dabei aber wohl ihre wahren Absichten nur allzu deutlich unterstrichen. Nun aber fordert Remo Uherek aktiv seine Rezensenten auf das „nofollow"-Attribut einzusetzen. Das ist eine neue Qualität und zeigt - für mich - die Absicht, dass wenigstens trigami (wenn auch nicht immer jeder Auftraggeber, aber das kann ja jeder Blogger selbst für sich bewerten) die Absicht hat zu manifestieren, dass es um das Geschäftsmodell der Rezension geht, nicht der verscherbelten und redaktionell eingepackten gekauften Links.
Das spricht das (sicher auch bzgl. einiger Aspekte zu Recht) nicht unumstrittene Modell bezahlter Rezensionen nicht heilig, nimmt es aber wenigstens eindeutig aus der Kritik der gekauften Links. Nach Remo Uhereks Aussagen hätten erste Blogger so erfolgreich ein Wiederherstellung des alten PageRanks erlangt.
Ich werde das auch angehen, weil es genau auf meiner Linie liegt. Ich kritisiere Google hier durchaus oft und differenziert, aber das heisst nicht, dass man in die totale Opposition geht. Ich finde Entwicklungen bedenklich, man muss aber auch selbst in der Lage sein Entwicklungen bei sich selbst zu kritisieren und zu korrigieren.
Ob das Modell "bezahlte Rezension" generell etwas in Blogs zu suchen hat, ist wie die Bannerfrage in den 90ern. Mit der Zeit sind die Argumente ausgetauscht und es steht eben Meinung gegen Meinung. Wer Rezensionen nicht mag hat das gute Recht, von dem viele auch Gebrauch machen, das zu überlesen oder solche Blogs zu meiden. Ob letzteres überzogen ist, kann dann jeder selbst entscheiden, auch darüber wurde schon genug diskutiert. Ich bin Rezensionen sicher auch nicht unkritisch gegenüber und sehe durchaus auch die Probleme: Erstens machen manche wirklich keinen guten Job, die letzten die ich las fand ich in der Tat auch nicht gut - also weder informativ noch witzig noch differenziert, einfach Worte gegen Geld und die Hoffnung, nächstes mal wieder dabei zu sein und sein Gesicht vor seinen Lesern nicht zu verlieren. Das bedeutet aber nicht, dass alle so wären, der Markt wird auch da aussortieren. Klar ist auch, dass man im Spannungsfeld des Bewerbungsverfahrens steht, da man sich um Rezensionen individuell ja bewerben muss. Dass man bei dem Text nicht gleich reinschreibt: Find ich alles kacke, ist klar, auch dass man nicht unbedingt sich für Dinge bewirbt, die einen eh nicht interessieren.
Dennoch kam - zumindest bei mir - trotz relativ nüchterner Bewerbung und in der Mehrzahl eher kritisch bis negativeren Rezensionen immer wieder was rein und der Buchungspreis stieg sogar. Aussagen allerdings wie die folgende, die im Rahmen einer Standard-Mail bei Ablehnung der Bewerbung von trigami mitgeschickt werden, sind aber wieder eher Wasser auf den Mühlen der Kritiker:
Tipp: Je öfter Du Dich mit einer überzeugenden Begründung bewirbst, desto grösser ist die Chance, viele Aufträge zu erhalten. Versuch Dich schon vorher mit dem Produkt auseinanderzusetzen und beantworte dem Kunden die Frage, warum er gerade Deine Bewerbung akzeptieren sollte.
Das mag zwar im Ergebnis richtig sein, schürt aber den Verdacht sich bei Bewerbungen doch richtig ranzukuscheln. Ich bin da skeptisch, ob es auf Dauer richtig ist so einen Bewerbungstext zu Grunde zu legen. Es ist einerseits eine persönliche Komponente, andererseits birgt sie latent ein "Gschmäckle" in sich. Jedenfalls für mich.
Ich bin jedenfalls gespannt. Geht es Google nur um den Suchindex, dürfte der rückwirkende Einsatz von nofollow und das entfernen bezahlter Links wie bspw. der von Linklift, die Gründe eines Null-PageRank aufheben. Liest man hier bei Blogging Tom, hat Google durchaus auch berechtigte Probleme mit solchen versteckten bezahlten "Empfehlungen". Doch diese schwarzen Schafe bemühen sich sicher auch zukünftig nicht um "fair play". Dass hiergegen etwas unternommen werden muss und soll, ist klar und findet breite Unterstützung. Wer aber im Rahmen der Google Richtlinien ein Geschäftsmodell betreibt oder daran teilnimmt, hat - auch wenn er dafür nicht geliebt wird - auch das Recht fair beurteilt zu werden. Und ich sage es mal ganz subjektiv: Ich sehe mich einfach als "koscher" - ich mag zwar manchmal andere Meinungen haben, aber ich verkaufe weder meine Seele noch die meiner Leser.
Mal abwarten, was passiert.
5 Comments
Ich bin viel zu faul alle Links noch mal zu ändern. Bezahlt mich ja auch keiner für
Die Mail von Remo liegt nun quasi auf meiner imaginären Do-To-Liste.
faul bin ich auch
Aber das ist es mir wert, weil ich das ja auch einsehe, also das mit den gekauften Links, und bei trigami waren es noch nicht so viele Rezensionen, das hielt sich in Grenzen.
Blöder war es mal ein altes Newsletter-Archiv von werblichen Links zu bereinigen: Aber mal ehrlich, da hat man auch viel zu viel hergeschenkt quasi.
Ich musste leider auch einsehen, das man wohl lieber auf nofollow setzen sollte und konnte meine eigentliche Faulheit doch ganz schnell überwinden, da es sich bei mir um einen grossen Verlust handelt. Schliesslich hab ich einen PR 4 gegen eine null getauscht. Deshalb hab ich wenige Minuten nach Remos mail alles in nofollow geändert und sofort einen neuen Antrag bei Google gestellt. Aber meinen lang erarbeiteten PR hab ich wohl trotzdem für immer verloren.
Mirco … naja, ganz überraschend kam das ja nicht, das muss man ja auch zugeben.
Aber warum meinst du “für immer”? So schnell malen Googles Mühlen nicht, also denke ich: abwarten.
Oder hast du Grund zur Annahme, dass man dich für immer sanktioniert?