Sponsored Review: Auto-Freisprecheinrichtung

Bild © Endl 2007

Horch was kommt von draußen rein!

Also manchmal passt es einfach. Ich bin schon länger auf der Suche nach ner vernünftigen Lösung für telefonieren im Auto. Ich brauch das aber so selten, dass ein Festeinbau überhaupt nicht interessant ist und mein Radio bleibt drin, wie es ist, solange es läuft. Einfach nur ab und an mal telefonieren können, ohne irgendwie mit der Handy-eigenen Freisprecheinrichtung rumzuhampeln. Also kaufte ich vor kurzem so ein Bluetooth-Teil von Logitech, so eine für hinters Ohr. Naja. Vielleicht lag es am Handy oder was weiß ich, aber glücklich wurde ich nicht. Erstmal musst du das Ding dann hinters Ohr klemmen, was irgendwie bei meiner Telefonfrequenz albern ist und richtig bequem auch nicht. Dazu hatte ich ewig den Ärger mit Bluetooth – mal hatte er ne Verbindung, mal nicht. Das Wiederanmelden jedesmall ein Act mit lang drücken bis vom kurzfrequenten rot blinken über das rhytmische lange Blau-Blinken ins wechselnde Rot-Blau-Blinken wechselte (oder so ähnlich). Dann noch das Aufladen des Akkus andauernd und die Sprache war auch nicht so prickelnd in meinen Ohren und denen meiner Empfänger. Also weiter auf der Suche.

Und dann hat sich mein Koofmich-Image :mrgreen: endlich rumgesprochen und die Leute von dot-friends.com, die mich erst vor kurzem mal zu einem Tom Cruise-Film eingeladen hatten, aber ich die Einladung aus dringenden Termingründen (*hüstel* Tom Cruise …) nicht wahrnehmen konnte. Die fragten dann mich, wie z.B. auch Rozana, ob wir nicht eine Freisprechanlage testen wollen. No ja, warum nicht? Wenn sie Kritik vertragen? Her damit.

Das ‚Dumme‘ ist nun nur: Ich finde das Ding vollkommen in Ordnung bisher. Wie soll ich das nun verreißen? 😀

Das Ding ist zwar im Design nicht unbedingt mein Ding, aber nun wirklich auch nicht hässlich. Mein Problem: Ich habe keinen Cup-Holder. :-/ Dafür kann aber die Freisprechanlage mit dem beschwingten Namen Ego Cup nichts. Also landete es zwischen Handbremse und Sitz und steht dort auch recht solide. Problem No. 2 (und auch dafür kann der Ego Cup – übrigens von Funkwerk Dabendorf – nichts: Mein Zigarettenanzünder braucht mal ne dringende Überprüfung, da er Sicherungen frisst – steht oben auf der Agenda. Jedenfalls musste ich also erstmal das Problem zumindest temporär beheben.

Dann also endlich mal ein Test und ich muss sagen: Ohne Tadel. Das Handy (obwohl nach Herstellerangaben nicht unterstützt) ließ sich problemlos über Bluetooth anmelden. Und das Beste: Einmal angemeldet ist das Thema erledigt. Man steigt ein, läßt Motor an, Lämpchen blinkt paarmal und nimmt dann mit Handy Verbindung auf. Egal ob Handy im Mantel oder in der Tasche. Wohltuend einfach. Am Gerät selbst sind genau vier Knöpfe. Laut/Leiser und Annehmen/Auflegen – perfekt. Angeblich unterstützt es Sprachwahl, das werde ich aber erst mit meinem neuen Handy testen können. Die Sprachqualität im städtischen Normalbetrieb war auf beiden Seiten tadellos. Einzige Manko finde ich die schlechte bzw. fehlende Beleuchtung. Bei Dunkelheit finde ich kaum den Annehmen-Knopf auf Anhieb. Nur das Verbindungslämpchen weisst mir so vage den Weg. Gleiches mit Lauter/Leiser. Das ist eigentlich total unnötig, so kleine Lämpchen wären sicher ein großer Gewinn.

Also wenig Firlefanz und genau das was ich bräuchte, hätte ich einen Cup-Holder. Mal sehen ob es so lange hält, bis ich mir irgendwann mal ein neues Auto kaufe (geplant: 2037). Statt Anschluß am Zigarettenanzünder würde ich mir alternativ zwar schon einen Akku wünschen, aber na gut, weniger ist manchmal auch nicht schlecht.

Und es kam wie es kommen musste: Jetzt muss ich das Ding im Bekannten- und Kollegenkreis vorführen. War klar. Aber allen Kritikern von solchen Rezensionen muss ich schon mal die Frage stellen: Was ist denn nun dagegen einzuwenden? Ich freu mich, weil ich nun ne Lösung hab. Man schreibt halt wie es einem gefällt (und wäre es Rotz gewesen, dann wäre es eben auch so beschrieben) und viele Leute die ich kenne wollen gerade von mir wissen (als tendentieller Tekkie), was ich zu dem oder dem den meine. Ich mein: Vom Handy bis zum DSL-Anschluss, wer wird gefragt? Eben. Also ich hab da kein Problem mit.

So – und nun recherchiere ich, ob der Hersteller oder einer seiner Zulieferer in China oder Brasilien oder USA irgendeinen Dreck am Stecken hat…