Blogparade Webdesign

Webdesign Zielpublikum © Endl 2008

Stöckchen sind ja das eine, aber irgendwelche Form von Paraden, und dann noch BLOG-Paraden, habe ich a) nie richtig kapiert und sind mir b) höchst suspekt. Man sagt ihnen zwar einen hohen Web-2.0-Faktor nach, sind aber als gemeine Trackbacksammelsauereien gebrandmarkt und damit eigentlich im gut sortierten Blog-Artikel-Markt verpönt. Allein wegen letzterem eigentlich also genau ein Grund mal daran teilzunehmen. :mrgreen:

Aber mal Schluß mit lustig, wir sind ja nicht beim Blog-Mob. webBloggers Blogparade Webdesign (via Prinzzess) kommt mir gerade Recht, weil ich eigentlich schon immer was dazu sagen wollte (und ich es eigentlich hasse sich für Geschmack und Design zu rechtfertigen…), aber immer nur verbal gefragt werde und im Blog keinen rechten Aufhänger für das Thema hatte.

Hier sind die webBloggers Fragen an die Bloggerwelt:

1. Wie wichtig ist euch das Design eures Blogs?

Sehr wichtig, auch wenn ich mich über das Wie mit den Webdesignern rumstreite. Ich mag mein Blog-Design und habe lange daran rumgefummelt (noch bevor es überhaupt ein Blog war). Mein Hauptziel war, neben der Befriedigung meines persönlichen Geschmacksempfindens, eine Anforderung an Kommunikationsdesign: Fokus auf den Inhalt. Und da ich gerne und so oft es geht mit (eigenen!) Bildern arbeite, will ich ein reduziertes zurücknehmendes Webdesign, bei dem die Bilder richtig rein”knallen”. Dies hab ich hiermit nun endlich mal gesagt! :grin:

2. Was für Erfahrungen habt ihr mit Webdesign?

Nur gute. … Was denn das für ‘ne Frage? Aber ich interpretiere sie mal so: Webdesign sollte ja neben guten Geschmack vor allem dem Ziel der Unterstützung der Kommunikationsabsicht dienen. Also kann die Frage auch nur jeder Blogger für sich selbst beantworten: Gefällt mir meine eigene Seite? (Und wenn Nein: Warum nicht? Weil ich es nicht besser kann? Weil ich keine Idee oder Lust zu habe?) Und die zweite Frage: Dient es meinem Zweck und erfüllt es seine Aufgabe? – Die Frage würde ich daher so beantworten: Ich bin zufrieden und mein Wohlfühlgefühl überwiegt nach wie vor den natürlichen Drang alles ab und an anders machen zu wollen.

3. Habt ihr euer Theme selber erstellt oder benutzt ihr ein free/gekauftes?

Selbst erstellt auf Basis eines Standard-Themes. Oder anders: Ich adaptierte mein damals bereits vorhandenes Layout in die Blogumgebung.
Ich finde es sogar sehr wichtig, einen eigenen Stil zu haben, der über das Austauschen des Banners im Kopfbereich des Blogs hinausgeht. Mag das für die ersten Schritte noch reichen, aber ein eigenes Gesicht (mag so manchem die Nase dann auch nicht passen) ist fast so wichtig wie ein eigener Schreibstil. Design und Inhalt machen aus der Ansammlung von Artikeln ein Blog. Verwunderlicherweise stehen selbst Webdesigner mit mir vor dem Bildschirm bisweilen und finden bestimmte Blogs besonders gelungen, die für Blog-Kenner auf den ersten Blick als Standard-Theme zu erkennen sind. Ich muss da sagen, auch wenn viele Themes wirklich gelungen sind, die Lösungen von der Stange sind für mich schlicht und ergreifend keine eigene Leistung des Bloggers und damit ist das für mich wie ne Mogelpackung, wie der Porsche als Leihwagen sozusagen.
Das ist auch das einzige was ich Feedreadern irgendwie als negativ ankreide: Sie löschen einen Teil der Identität. Daher bin ich manchmal gerne trotz Feedreader beim Lesen längerer Artikel doch im Blog direkt. Wenigstens muss man zum kommentieren jetzt noch immer hin – hoffentlich bleibt das auch so.

4. Habt ihr selber Programme wie Photoshop, Fireworks oder GIMP?

Früher mal hatte ich FrontPage, aber das ist Gott sei Dank Schnee von gestern. Photoshop Elements tut mir gute Dienste, nebst ein paar kleineren Bildbearbeitungsprogrammen und HTML-Helferlein.

5. Beherrscht ihr CSS? (Wenn ja, wie viel Erfahrung habt ihr damit.)

“Beherrschen” ist ein großes Wort! Ich kriege das hin, was ich brauche. Allein aus beruflicher Erfahrung weiß man aber, was alles ginge, wenn man so ein Experte wäre, die man sonst für größere Projekte dazu holt. CSS-Design ist aber (ohne Wenn und Aber) nicht nur State-of-the-Art, sondern eigentlich gesetzt. Wer sich nicht mit Standards-Themes begnügen will, kommt um ein wenig Einarbeitung nicht rum.

So. Das war’s. Muss man bei einer Blogparade jetzt noch irgendwas tun? Bei Stöckchen muss man ja immer werfen. Eine Parade hat aber verdammt schlechte Flugeigenschaften.

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Facebook-Kommentare

8 Comments

  • 1
    15. Januar 2008 - 15. Januar 2008 14:24 | Permalink

    Ob das nun eine Mogelpackung ist? Viele große Blogs benutzen Designs von der Stange, vielleicht hier und da ein bisschen aufgehübscht, aber trotzdem eindeutig erkennbar, das ändert ja nichts an ihrer Qualität. Nicht jeder Blogger ist automatisch auch Designer, viele wollen einfach nur drauf los schreiben, ohne sich über die Technik dahinter Gedanken machen zu müssen, und für die ist es ja mehr als ideal, wenn es massenweise Auswahl an schönen Designs gibt. Es stimmt schon, dass man sich in den ersten 1, 2 Sekunden entscheidet, ob man auf einer Website verweilen will, aber trotzdem ist Content King.

    Keine Kritik, nur meine Meinung dazu. Und Kubrick kann ich auch nicht mehr sehen ;-)

    AntwortenAntworten

  • 2
    15. Januar 2008 - 15. Januar 2008 14:54 | Permalink

    nee, mehr musst du nicht. das is alles! :D

    AntwortenAntworten

  • 3
    15. Januar 2008 - 15. Januar 2008 15:10 | Permalink

    Hey,
    danke für deine Teilnahme.
    Grüße
    olli

    AntwortenAntworten

  • 4
    15. Januar 2008 - 15. Januar 2008 15:46 | Permalink

    @Jeriko
    So ist es. Bis auf den letzten Satz: Denn mit massiv geschrumpftem Header sieht es schon gaaanz anders aus. :-)

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    Ich glaub, das war's.