
Wer jetzt beim Wort »Lüftersteuerung« zuckt, der ist sozusagen schon als Leser im Sack. Lieblings-Nachbar besorgt mir nämlich heute eine Lüftersteuerung und davon soll die Welt erfahren.
Interessant – das mal vorweg -, dass – seit dem ich mit Nachbarn am PC rumwerkel – ich Dinge brauche und Informationen besitze, deren Existenz mir bis dato noch nicht einmal bewusst waren. Ich trieb quasi wie mit einem Gummiboot auf einem bedürfnislosen Hardware-Tümpel und hatte keine Ahnung von den Essentialia. Eben sowas wie eine Lüftersteuerung.
Selbst beruflich IT-affine waren quasi düpiert, als ich im Messenger-Nebensatz nach ihrer aktuellen Temperatur der passiven Grafikkarte befragte und ob sie im Benchmark da nicht Probleme hätten. Wie glücklich sind die Bedürfnislosen. Eine Lüftersteuerung werden sie aber nie kriegen.
Und dabei ist so eine Lüftersteuerung mal ausnahmsweise was rein sinnvolles – aber das verschließt sich dem bemitleidenswerten Unwissenden natürlich. Denn es bringt dich wieder einen Schritt hin zu etwas, was vielleicht die wahre Währung unserer geplagten Hardware-Tage ist: Stille.
Denn da werkelt es und bläst es und rattert unter unseren Schreibtischen, dass sich die Balken biegen. Und mag das nun vielleicht 9 von 10 egal sein, weil sie eh immer alles mit Musik beschallen oder ihnen – so sie denn mal am Rechner sind – sich die Ego-Shooter-Kugeln um die Ohren fliegen lassen, dass es kracht, so gehöre ich zur der 1-von-10-Fraktion, die nach Ruhe sich sehnen.
Ich verbringe nämlich durchaus viel Zeit vor dem Rechner und mache ne ganze Menge. Neben Blogs wird kommuniziert und informiert und publiziert und konsumiert. Was für viele ihr Fernseher, ist für mich mein Rechner. Und da ich deswegen nicht ein totales Einsiedlerleben führen will, habe ich immer schon eine gewisse räumliche Nähe und Offenheit gesucht. Auch dies ein Grund für Stille, damit andere nicht genervt sind.
Wer sich also über die Lüftersteuerung gerade noch köstlich amüsierte (wie ich mich über mich selbst in dem Zusammenhang übrigens auch), wird vielleicht nun doch auch einen gewissen Sinn nun entdecken. Denn der Weg zur Stille führt entweder über einen dicken Geldbeutel oder eben über viel Detailarbeit. Mein Nachbar – seines Zeichens selbstständiger PC-Rettungsdienst und -Bauer und mein Hardware-Geschenk des Himmels – und ich tüftlen also für kleines Geld an der großen Stille. Hier ein neuer Lüfter, dort was anders gelagert, hier eine gebrauchte passive Grafikkarte erstanden, dort einen günstigen Prozessorlüfter (Bild oben) erschnäppchet. Und manch Maßnahme braucht wieder eine Lösung an anderer Stelle, wie eben die passive Grafikkarte, die wohltuend nun endlich nicht mehr hochfrequent surrt, aber Lüfter erfordert, die die Kühlung unterstützen. Doch neue Lüfter bringen neuen Lärm, zu viel manchmal, auch wenn es nicht nötig ist, und damit sind wir eben bei einer solchen manuellen Lüftersteuerung, die an kühleren Tagen auch mehr Ruhe noch verspricht.
So formt sich langsam eine Stille, die zwar noch als eine Art Grundrauschen wahrgenommen wird, aber selbst die beste Ehefrau von allem im wohlverdienten Ruhezustand nur noch ob des Klappern der Tastatur gestört wird, was sich aber schon mit entsprechender Tastatur in Grenzen hält und ja auch mit entsprechender Aktivität korreliert – man schreibt ja nich immer nur, manchmal daddelt man einfach vor sich hin (dann mit Kopfhörer).
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Wer jetzt beim Wort »Lüftersteuerung« zuckt, der ist sozusagen schon als Leser im Sack. Lieblings-Nachbar besorgt mir nämlich heute eine Lüftersteuerung und davon soll die Welt erfahren.
Interessant - das mal vorweg -, dass - seit dem ich mit Nachbarn am PC rumwerkel - ich Dinge brauche und Informationen besitze, deren Existenz mir bis dato noch nicht einmal bewusst waren. Ich trieb quasi wie mit einem Gummiboot auf einem bedürfnislosen Hardware-Tümpel und hatte keine Ahnung von den Essentialia. Eben sowas wie eine Lüftersteuerung.
Selbst beruflich IT-affine waren quasi düpiert, als ich im Messenger-Nebensatz nach ihrer aktuellen Temperatur der passiven Grafikkarte befragte und ob sie im Benchmark da nicht Probleme hätten. Wie glücklich sind die Bedürfnislosen. Eine Lüftersteuerung werden sie aber nie kriegen.
Und dabei ist so eine Lüftersteuerung mal ausnahmsweise was rein sinnvolles - aber das verschließt sich dem bemitleidenswerten Unwissenden natürlich. Denn es bringt dich wieder einen Schritt hin zu etwas, was vielleicht die wahre Währung unserer geplagten Hardware-Tage ist: Stille.
Denn da werkelt es und bläst es und rattert unter unseren Schreibtischen, dass sich die Balken biegen. Und mag das nun vielleicht 9 von 10 egal sein, weil sie eh immer alles mit Musik beschallen oder ihnen - so sie denn mal am Rechner sind - sich die Ego-Shooter-Kugeln um die Ohren fliegen lassen, dass es kracht, so gehöre ich zur der 1-von-10-Fraktion, die nach Ruhe sich sehnen.
Ich verbringe nämlich durchaus viel Zeit vor dem Rechner und mache ne ganze Menge. Neben Blogs wird kommuniziert und informiert und publiziert und konsumiert. Was für viele ihr Fernseher, ist für mich mein Rechner. Und da ich deswegen nicht ein totales Einsiedlerleben führen will, habe ich immer schon eine gewisse räumliche Nähe und Offenheit gesucht. Auch dies ein Grund für Stille, damit andere nicht genervt sind.
Wer sich also über die Lüftersteuerung gerade noch köstlich amüsierte (wie ich mich über mich selbst in dem Zusammenhang übrigens auch), wird vielleicht nun doch auch einen gewissen Sinn nun entdecken. Denn der Weg zur Stille führt entweder über einen dicken Geldbeutel oder eben über viel Detailarbeit. Mein Nachbar - seines Zeichens selbstständiger PC-Rettungsdienst und -Bauer und mein Hardware-Geschenk des Himmels - und ich tüftlen also für kleines Geld an der großen Stille. Hier ein neuer Lüfter, dort was anders gelagert, hier eine gebrauchte passive Grafikkarte erstanden, dort einen günstigen Prozessorlüfter (Bild oben) erschnäppchet. Und manch Maßnahme braucht wieder eine Lösung an anderer Stelle, wie eben die passive Grafikkarte, die wohltuend nun endlich nicht mehr hochfrequent surrt, aber Lüfter erfordert, die die Kühlung unterstützen. Doch neue Lüfter bringen neuen Lärm, zu viel manchmal, auch wenn es nicht nötig ist, und damit sind wir eben bei einer solchen manuellen Lüftersteuerung, die an kühleren Tagen auch mehr Ruhe noch verspricht.
So formt sich langsam eine Stille, die zwar noch als eine Art Grundrauschen wahrgenommen wird, aber selbst die beste Ehefrau von allem im wohlverdienten Ruhezustand nur noch ob des Klappern der Tastatur gestört wird, was sich aber schon mit entsprechender Tastatur in Grenzen hält und ja auch mit entsprechender Aktivität korreliert - man schreibt ja nich immer nur, manchmal daddelt man einfach vor sich hin (dann mit Kopfhörer).