Ist natürlich subjektiv, was “teuer” ist, aber ich für meinen Teil hab das heute so für mich festgestellt. Kann noch nicht mal sagen, ob das irgendwann sprunghaft so angestiegen ist, denke mir geht es da wie den meisten, die einfach Änderungen der Teilnahmebedingungen hinnehmen wie das Wetter, aber was das im Detail bedeutet … und dabei gehe ich fast Wetten ein, dass ich mir manches Detail noch genauer durchlese als der Rest. Aber Gebühren, das liest sich immer so kleckerlesweise, aber wenn man dann mal nachliest.
Ich bekam z.B. eine eBay-Rechnung über 11 Euro irgendwas, das ist jetzt keine riesen Summe, aber immerhin. Ich mal daraufhin zu “Mein eBay”, weil es mich mal interessiert hat. Unter Migliedskonto > Verkäuferkonto wurde ich fündig: 11 Euro irgendwas. Aber wofür? Also mal auf “Details anzeigen > Zahlungen”. Dort steht: “Lastschrifteinzug: automatische Zahlung – Vielen Dank!” und dann wieder 11 Euro irgendwas. Aber wofür nun? Also mal auf den Reiter “Gebühren”, da stehen alle Gebühren auf Null, da ich immer Aktionen nutzte und mit 1 Euro einstellte. Ich klickte und suchte, aber eine Auflistung, was die 11 Euro irgendwas bedeuten fand ich nicht. Nun wurde ich neugierig.
Ab zu “Hilfe > Welche Gebühren berechnet eBay?” und da folgt eben jenes Tabellchen der Gebühren, die mir so nie aufgefallen ist. Die “Tücke” des Verbrauchers: Man wird sich zwar sehr gewahr, was man da an Einstellgebühren bezahlt und dort wird das auch sehr transparent beim Einstellen eines Artikels aufgeführt, doch die noch ausstehende Verkaufsgebühr blendet man aus – doch die macht den Braten ja erst fett. Ab 50 Euro Verkaufserlös nimmt eBay nach dieser Tabelle (Stand: 31.08.2008) 4,00 EUR pauschal zzgl. 5,0% des Verkaufspreises über EUR 50,00. Verkauft man also ein gebrauchtes technisches Gerät für – sagen wir – 200,00 Euro, fallen nach Adam Riese 4 Euro pauschal plus 7,50 Euro (5% von 150 Euro) an, das macht 11,50 Euro. Ein Betrag nicht ohne, wie ich meine. Will man sich nicht auf das Wagnis einer 1 Euro-Aktion einlassen und legt redlich seinen Startpreis auf gewünschte 150 Euro Minimum fest, kommen noch 3,20 Euro Einstellgebühr dazu, mit einem zusätzliches Bildchen und einem obligatorisches Galeriebild kommen noch schnell 1 Euro obendrauf. Zack: Von den 3, 2, 1 … seins sind von meinen 200 Euro auch schon wieder fast 16 Euro weg, das Gerät bringt mir nur noch “netto” 184 Euro. Das sind immerhin 8 Prozent.
Da Kleinkram unter 10 Euro meist die Versandkosten und das “Gwerch” nicht lohnt und größere Anschaffungen über eBay auch ne Frage des Vertrauens sind, hielt ich eBay immer für den “idealen” Markt im Bereich zwischen 50 und 100 Euro. Doch genau da haut das ja richtig rein. Selbst wenn man hier noch mit 1 Euro startet, kommen dann die 4 Euro pauschal plus 5% dazu, bei einem Artikel, der dann für 80 weggeht sind das 5,50 Euro – nicht ohne, wie ich meine.
Sicher, ist alles subjektiv und ich hoff ich hab mich nicht verrechnet irgendwo. Aber ich muss ehrlich sagen, dass mir das so bewusst nicht war und ich mir dann schon genauer überlegen werde in Zukunft, gerade wenn man im Vorfeld mal so Vergleichsauktionen so beobachtet und guckt wo die so enden, ob ich das Gerät/das Objekt nicht lieber behalte, statt es für Betrag X abzugeben, von dem am Ende noch einige Prozente für eBay fällig werden.
Ich will damit gar nicht von eBay abraten oder sagen es wäre “Wucher” oder sowas, ich will lediglich mal darauf hinweisen, dass man sich das bewusst machen sollte, was dann noch kommt und eben die smarten 0,25 Cent Angebotsgebühr (bei Startpreis 1 Euro) noch nicht das letzte Wort gewesen sein werden. Da lohnt dann vielleicht doch mal, statt eines erhofften Mondpreises man dem Kollegen oder Bekannten das “gute Stück” einfach günstig anzubieten, und wenn es nur das Gefühl bedeutet, die Geldmachine eBay nicht mit betrieben zu haben – denn neben eBay verdienen ja auch noch bspw. die ganzen Banken und Zahlungssysteme mit Gebühren oder die Zustelldienste mit Versandkosten. (Von der Verpackungsindustrie mal ganz zu schweigen).
Es war nun nicht so schwer das ganze bei eBay auch zu finden, aber – ganz subjektiver Eindruck – man legte es auch nicht unbedingt darauf an, dass die Zusammensetzung der 11 Euro irgendwas mir ins Auge springt – sonst hätte man ja vielleicht einfach hingeschrieben: “bestehen aus bla plus bla aus Verkauf bla und bla”. Ne, das kann man sich schon selbst zusammenreimen und anhand der schönen Tabellen rausrechnen. Jedenfalls hab ich es nicht gefunden – und im Internet stell ich mich so blöd meist nicht an…
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