Ein Gedicht eines Mannes der einfach eine Treppe hinuntergehen wollte

Es ging ein Mann hinab zum Keller
bedachte wohl was er zu tun
machte auch mit Licht sich heller
schlüpfte noch in sich’re Schuh.

Den Handlauf seine Hand umfasst
bemerkt er doch nach wen’gen Stufen
obwohl jeder Schritt mit Vorsicht ertast
dass er dafür heut‘ nicht berufen.

Jede einzl’ne Treppenstiege
ihm als schweres Meisterstück erscheint
was selbstverständlich seit der Wiege
die schwerste Übung nun zu sein.

Schweißnass steht er mitten nun
lässt all Vorhaben schnell fallen.
Kurzum drehen sieht man sich ihn um
den Handlauf fest umkrallen‘.

Vollkommen erschöpft sackt er darnieder
in den sicheren Lehnen-Stuhl
Verunsicherung in allen Gliedern
versucht er sich nun auszuruhn.

Was war gescheh’n, fragt er sich,
kann ich die Treppe nicht mehr geh’n?
An Konzentration lag es ja sicher nich‘
wie soll ich das versteh’n?

So nickt er ein und schläft gar tief
träumt von einer großen fetten Wurst
erwacht als Fliege über seine Nase lief
hatte er nun großen Durst.

Schlaftrunken stapft er durch den Flur
läuft hinab in seinen Keller
trank dort aus Flasche Wasser pur
das machte ihn schon heller.

Hinauf läuft er mit wengen Schritten
und blickt nur kurz zurück –
was hatt ihn vorhin da geritten?
zu viel überlegen macht dich wohl verrückt.