Cern-Forscher schalten Large Hadron Collider ab

Nicht mal 10 Tage ist es her, als der Weltuntergang missglückte, nun müssen die CERN-Forscher ihr Spielzeug schon wieder abschalten – vorübergehend, wegen eines Schadens am Kühlsystem. Kann passieren, sowas, sicherlich, aber nährt nicht gerade das Vertrauen in die Wundermaschine, denen Kritiker eben nichts weniger als das Risiko einen Weltuntergang durch das produzieren schwarzer Löcher nachsagen.

Aber nicht nur das, Hacker (‚friedliche‘) sind eingedrungen und haben eine Botschaft hinterlassen. Als „Schuljungen“ bezeichneten sie darin die Forscher und wollten dabei wohl zum Ausdruck bringen, wie naiv und geradezu fahrlässig in ihrer Begeisterung über das Forschen man solchen Sicherheitsaspekte zu wenig Beachtung schenkt. Als ob es ‚da draußen‘ nicht genug Leute gäbe, die so eine Wunderwumme mit Freuden manipulieren würden um die Erde und die Welt insgesamt vom Ballast der Menschheit zu befreien und sich selbst ob dieser Heldentat sich dann auf einer VIP-Wolke im Himmel sehen.

Des Menschen Stärke ist sicher sein Spieltrieb, seine Neugier, sein Entdeckerdrang. Das brachte uns dahin, wo wir heute sind – mit allen Segnungen dieser Welt, wie Penicilin, mit allem Unsinn dieser Welt, wie das Rumspielen mit Kernkraft ohne Ahnung zu haben, wohin die Reise führt und wie man die Risiken im Griff behält, oder Handy-Nutzung, wo bis zum heutigen Tage genügend Indizien auf gesundheitliche Schädigung durch diesen „Elektrosmog“ vorliegen, diese aber geflissentlich auf die lange Bank der unerforschten Dinge der Menschheit geschoben werden.

Dieser Spieltrieb wird uns wahrscheinlich alle auch mal umbringen. Da brauchen wir dann nicht mal nen Meteoriten oder Außerirdische, solche Dinge regeln wir schon mal alleine und treten dabei den vermeintlichen Gott-ist-nicht-existent-Beweis an, weil wir der Offenbarung zuvorkommen.

Man muss sie eben mögen, die Menschheit. Aussuchen konnte man sie sich eh nicht.

Quellennachweis: NN vom 19.09.2008