Wer erinnert sich noch?
- Herr Endl, wir haben eine tolle Neuigkeit für Sie!
- Echt?! Super! Und was?
- Wir haben Ihr Problem, die gemeldete Störung mit DSL 16.000, behoben!
Wir haben Sie erfolgreich auf DSL 6.000 downgegraded.
- oh …
- Aber keine Sorge: Vertraglich bleibt natürlich alles gleich!
Ja, das war nun gut 3 Wochen her, ich berichtete. Zwischenzeitlich musste also doch der Service-Mann kommen und es war – Überraschung! – der WLAN-Router. Selbstverständlich hatte der freundliche Mann ein Ersatzgerät dabei, dafür durfte ich auch die Anfahrt bezahlen, machte roundabout 80 Euro, wenn ich mich gerade Recht erinnere.
Das tolle dann am Abend: Erste Amtshandlung von mir “Rechner an, Testen”. Ergebnis: Kein Netz. Support anrufen, aber sofort. Kein Telefon.
Operation erfolgreich, Patient tot.
Zwei Stunden verbrachte ich damit, mit Technikern per Handy zu reden, und wenn die Zusage nicht stimmt, dass die Nummer kostenfrei war, fahre ich persönlich nach Eschborn… Das Ende vom Lied war noch blöder als gedacht. Erst wollten sie mir einen neuen Techniker vorbeischicken, was ja in Ordnung wäre, käme dann nicht der Zusatz “aber der würde dann auf ihre Kosten gehen” … … Ich fasste daraufhin mich und das Geschehene kurz zusammen “Lassen Sie mich zusammenfasssen” begann ich, “heute war ein Techniker bei mir, der Verbindungsaussetzer beheben sollte, ich komme heim, das Netz ist total weg und auch das Telefon und nun soll ich einen weiteren Termin bezahlen, richtig zusammengefasst… …” … es folgte Schweigen am anderen Ende … “Richtig?” … er wolle kurz nachfragen, meinte er dann … es folgte Gedudel und dann die Stimme “der Termin geht dann auf uns” …
Zwischenzeitlich war mein Lieblingsnachbar eingetroffen, alarmiert von der zum Sport flüchtenden Frau. Wir gingen fernab der Erstdiagnose des Supports alles mal durch, jeden Stecker, jeden Trick. Der Zugriff auf den Router hatte ich ja nicht, da sich die Arcor-Software nicht mehr auf Vista installieren lässt (…
…). Aber Nachbar wusste Rat und wir suchten die direkte IP. Auf dem Router angekommen spielten wir alles durch, auch noch so absurde Dinge wie: Vertippe dich bei der Zugangskennung. Ok, Fehler wird gemeldet. Vertippe dich beim Passwort. Ok, alles grün … WTF?! warum Grün?? Also noch mal alle Unterlagen durchgesehen und TATSÄCHLICH: Irgendwann hatte Arcor mein Zugangspasswort geändert. Warum? Keine Ahnung mehr. Aber da der Router-Test ja grünes Licht zeigte, kam keiner mehr auf den Gedanken, dass die alten Zugangsdaten nicht mehr die richtigen wären.
Das war dann auch die Ursache, warum DSL dicht machte. Warum dann das Telefon auch mit ging, kann man nur mit Solidarität erklären, die Frau an der Hotline jedenfalls versicherte, dass das gar nichts miteinander zu tun haben könne. Nach einem erneuten Reset allerdings ging dann plötzlich alles – sicher nur ein Zufall…
Kurzum: Einmal was kaputt und das Chaos bricht aus. Muss ich erwähnen, dass der Techniker, der für den nächsten Tag angekündigt war, den ich aber dann telefonisch stornierte, Tage später sich bei mir meldete um einen Termin zu vereinbaren? Oder dass der andere Techniker, der am Tag da war, die Rückstellung auf DSL 16000, was ja offenbar eben NICHT die Ursache der Probleme war, sondern der defekte Router, natürlich NICHT wie zugesagt eingeleitet hat!?
Der einzige “Trost”: Ich wüßte nicht, wo es die Probleme nicht gibt… Und nun geb ich mal wieder ein Ticket auf, dass ich mein DSL 16000 wieder haben will – und zwar OHNE deswegen meinen Vertrag zu verlängern.
Und das Schöne: Meinen Nachbarn kann man auch buchen! Der kann nämlich auch prima in DSL im Raum Frankfurt und hat ne eigene Firma. – Und – ganz ehrlich – sein erster Satz war, als ich ihm damals das Problem schilderte “vielleicht der Router kaputt”? Wundert mich nicht, dass viele heute erst mal einen Externen auf eigene Kosten kommen lassen für einen Test, bevor sie den Anbieter selbst ran lassen. Spart mindestens Zeit und Nerven. Und wenn ich das gleich gemacht hätte, hätte ich heute auch einen besseren Router dran, denn den, den der Techniker eingebaut hat, ist das gleiche Ding wie der alte (nur mit neuer Firmware, wie er selbst ja sagte), aber was tut man nicht alles, wenn die Uhr tickt und man dem Techniker ausgeliefert ist…
Nachtrag 30.10.2008:
Heute kam die Antwort auf mein Ticket »dass ich mein DSL 16000 wieder haben will – und zwar OHNE deswegen meinen Vertrag zu verlängern.«
Warum wusste ich es nur vorher …
»Wir haben für Sie Ihr Bandbreite auf 16000 eingerichtet:
Ab dem 10.11.2008 surfen und telefonieren Sie zu den neuen Konditionen. Ihre neue Mindestvertragslaufzeit beträgt aufgrund der Tarifänderung 12 Monate.«
Windmühlen, ich sage nur ein Kampf gegen Windmühlen …
Wer erinnert sich noch?
Herr Endl, wir haben eine tolle Neuigkeit für Sie!
Echt?! Super! Und was?
Wir haben Ihr Problem, die gemeldete Störung mit DSL 16.000, behoben!
Wir haben Sie erfolgreich auf DSL 6.000 downgegraded.
oh ...
Aber keine Sorge: Vertraglich bleibt natürlich alles gleich!
Ja, das war nun gut 3 Wochen her, ich berichtete. Zwischenzeitlich musste also doch der Service-Mann kommen und es war - Überraschung! - der WLAN-Router. Selbstverständlich hatte der freundliche Mann ein Ersatzgerät dabei, dafür durfte ich auch die Anfahrt bezahlen, machte roundabout 80 Euro, wenn ich mich gerade Recht erinnere.
Das tolle dann am Abend: Erste Amtshandlung von mir "Rechner an, Testen". Ergebnis: Kein Netz. Support anrufen, aber sofort. Kein Telefon.
Operation erfolgreich, Patient tot.
Zwei Stunden verbrachte ich damit, mit Technikern per Handy zu reden, und wenn die Zusage nicht stimmt, dass die Nummer kostenfrei war, fahre ich persönlich nach Eschborn... Das Ende vom Li
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Blog-Tags: DSL, kommunikation, kunde, subjektive+Meinung, telekommunikation, zielpublikum
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