
Ich fühl mich mal wieder so ausgebrandenburgt: Es gibt Länder, wo was los ist. Es gibt Länder, wo richtig was los ist. Und es gibt: Hessen
In Amerika gibt es Jagdbomberflieger John Sidney McCain III, Sarah ‘Barracuda’ Palin und natürlich den designierten Mr. President Barack Hussein Obama – in Hessen haben wir Metzger, Koch und Ypsilanti, kein Scherz.
Alle Augen sind wie gebannt auf die USA gerichtet gewesen und nur wenige rufen mahnend “Obama, Obama – und die Bundestagswahl?“. Doch eigentlich gibt es doch noch ein ganz anderes Thema: “Hessen!”
Da eiern wir jetzt seit Januar in Hessen durch die politische Gegend und kriegen es nicht hin, eine neue Regierung zu stellen und der Koch kocht weiter sein Süppchen und lacht sich ins Fäustchen, denn offenbar war es Aufgabe der Politik zu demonstrieren, dass nicht nur der Wähler sich blöd bei Wahlen anstellen kann.
Jetzt mag man politisch denken wie man mag, dass Andrea Ypsilanti jetzt quasi zum zweiten Mal an ihrer eigenen Partei scheiterte, ist hochgradig peinlich. Klar kann man der Auffassung sein, dass es doch gerade gut ist, dass die Mitglieder der eigenen Fraktion, namentlich Jürgen Walter, Dagmar Metzger, Carmen Everts und Silke Tesch, klar machten, dass sie nur ihrem Gewissen verantwortlich sind und gerade mal davon Gebrauch machen, doch warum – fragt sich der geneigte Mann – passiert das ausgerechnet dann, wenn Frauen aufeinandertreffen (hier im Fall nenn ich den Walter mal eher den Quoten-Mann). Ich bin wahrlich keiner, der ein patriarchaisches Weltbild hat, aber ich bin auch wahrlich keiner, der Mann und Frau gleich sieht – auf die Wertung (oder eben Nicht-Wertung) kommt es eben an. (Aber das nur ein Einschub, sonst gibt es da wieder Haue.) Aber Hand auf’s Herz: In der Politik und Wirtschaft hätten das Männer anders gedeichselt – da wette ich fast drauf. Da hätte es “Deals” und Absprachen vorher gegeben, bevor man den eigenen “Verein” derart debakulös und hochpeinlich an die Wand knallen lässt.
“Es ist klar, dass die hessische SPD nicht zwei Mal mit dem gleichen Kopf gegen die gleiche Wand rennen wird”.
(Der damalige) SPD-Parteichef Kurt Beck im März 2008
via an|di|ary
Und eben doch gleich zweimal, sowas muss man erst mal hinbekommen! Und ob das nun eine Form “fehlender instinktiver Intelligenz” (3-Bein) ist oder einfach nicht “wahr sein [kann], das eine Partei so hilflos 3 Karrieristenarschlöchern ausgeliefert ist” (weltfrieden), sei da mal ganz dahingestellt.
Wenn meine kleine Tochter versehentlich vor die Glastüre vom Wohnzimmer läuft, dann passieren zwei Dinge:
Erstens wird sie sich vermutlich eine blutige Nase holen und zweitens wird sie in ihren (nicht zu ergründenden, weil weiblichen) Gehirnwindungen speichern, daß man besser nicht vor Glastüren rennt.
Und sie wird es nie wieder tun, weil sie lernfähig ist.
Ja und damit ist meine Tochter mit mehr instinktiver Intelligenz gesegnet als SPD-Spitzenkandidatinnen. Punkt.
Quelle: Blutige Nase – 3-Bein
Ich will da wahrlich keinen reinen Geschlechterkampf daraus basteln, aber das kann ich einfach nicht auf die Reihe kriegen, das hätte sich die SPD nicht antun dürfen. Da hätte es vorher – und daher muss man Frau Metzger fast rausnehmen (zumindest aus der Kritik) – klare Ansagen geben müssen, bevor sich SPD und Grüne geoutet hätten durch ein grundsätzliches Bekenntnis für eine von der Linken tolerierte Regierung. Wenn schon mal ne Frau die Chance hat, den Koch zu stürzen (wollte schon sagen: das Süppchen kochen zu vermiesen), wird sie von drei Frauen (plus Quoten-Mann) dabei aus den eigenen Reihen aufgehalten. Na bravo! Und wie gesagt: Es geht nicht darum, dass man nicht zu seinen Prinzipien stehen darf, auch wenn man ein einzelner ist und gegen eine ganze Partei steht (wobei auch das so ne Sache ist…), es geht da vor allem mal um das “Wie”.
Jetzt hat man nämlich die doppelte Arschkarte: Nämlich keine Regierung und den Wortbruch (mit ‘Hilfe’ der Linken nie eine Regierung zu stellen).
Und nun “Wie weiter in Hessen?”, fragt die Netzzeitung: Erstmal abwarten, meint die SPD … Wie lange denn noch? Und worauf? Lasst mich raten: Auf einen dritten Versuch sich zu blamieren?
Klar ist (für mich): Bei den nächsten Wahlen hat die SPD damit ein ganz schweres Erbe. Mich würde nicht wundern, wenn dann für eine Ampel-Koaltion ohne Beteiligung der SPD eine zumindest denkbare tragfähige Mehrheit geben würde. SPD und CDU als große “Oppositions-Koalition”, das wäre man was ganz Neues. Verdient hätten sie es allemal.
Nachtrag via
[zeitcollector]: Es wird immer doller in Hessen!
Es geht nämlich noch schlimmer:
»Ich glaube, ich träume, einen Albtraum – die SPD schließt eine große Koalition nicht aus! Die Partei, die angetreten ist, Roland Koch abzulösen! Die Angst vor Neuwahlen lässt alles vergessen.«
Und noch ein Nachtrag: Jetzt doch Neuwahlen am 18. Januar.
Ich fühl mich mal wieder so ausgebrandenburgt: Es gibt Länder, wo was los ist. Es gibt Länder, wo richtig was los ist. Und es gibt: Hessen
In Amerika gibt es Jagdbomberflieger John Sidney McCain III, Sarah 'Barracuda' Palin und natürlich den designierten Mr. President Barack Hussein Obama - in Hessen haben wir Metzger, Koch und Ypsilanti, kein Scherz.
Alle Augen sind wie gebannt auf die USA gerichtet gewesen und nur wenige rufen mahnend "Obama, Obama - und die Bundestagswahl?". Doch eigentlich gibt es doch noch ein ganz anderes Thema: "Hessen!"
Da eiern wir jetzt seit Januar in Hessen durch die politische Gegend und kriegen es nicht hin, eine neue Regierung zu stellen und der Koch kocht weiter sein Süppchen und lacht sich ins Fäustchen, denn offenbar war es Aufgabe der Politik zu demonstrieren, dass nicht nur der Wähler sich blöd bei Wahlen anstellen kann.
Jetzt mag man politisch denken wie man mag, dass Andrea Ypsilanti jetzt quasi zum zweiten Mal an ihrer eigenen Partei scheiterte,
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