Lecker Plätzchen – Adventsfasten

Im Rahmen meiner diesjährigen Fastenzeit vor Ostern sprang mir die Info unfreiwillig ins Gesicht: Die Adventszeit sei genau genommen die zweite Fastenzeit im Jahr, nach der österlichen Fastenzeit.

Wie? Die Zeit mit lecker Plätzchen und Stollen und Schoko-Adventskalendern als Fastenzeit? Klang absurd, machte aber irgendwo Sinn. Es ist immer eine Vorbereitung auf etwas, im christlichen Sinne auf die beiden größten Feiertage, der Geburt Christi und an Ostern die Kreuzigung und Auferstehung.

Im Mittelalter dauerte die Fastenzeit vor Weihnachten 40 Tage und begann nach dem 11. November, dem Martinstag. Der Brauch, davor noch eine Martinsgans zu essen, stammt daher.
Quelle: wikipedia

‚Dummerweise‘ erinnerte ich mich just gerade wieder daran und ich beschloss die Anregung zu nutzen und werde wenigstens die Adventszeit bis Weihnachten nun fasten. D.h. kein Alkohol und keine Süßigkeiten von Montag bis Samstag, die Adventssonntage sollen dann die Tage sein, an denen man nachholt was nachzuholen geht. 😛

Neben der religiösen Motivation reizt mich wieder die persönliche Erfahrung. Es ist ja heute nur noch eine Materialschlacht. Lebkuchen und Plätzchen wohin man guckt, eine Orgie der Süßwaren. Man kann das gar nicht mehr richtig schätzen und konsumiert nur noch reflexartig. Ich denke, wenn man das auf die Sonntage strikt reduziert, freut man sich mehr darauf als sonst, wenn man bei jeder Gelegenheit oder im Meeting einfach nur zu sich nimmt.