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2. Dezember 2008

Blättern: Warnhinweisgenerator «» ‘Ich und mein Arcor’ ist bald Geschichte – Arcor verschwindet vom Markt

Eine subjektive unbrisante Meinung von Alexander am 2. Dezember 2008 22:51

Review: Der Weinfreund


[Trigami-Review] [Honorar-Rezension mit redaktioneller Freiheit]

Du trinkst doch auch gern Wein, welchen soll ich denn nehmen?

Ach wäre es doch so einfach mit dem Genuß – und doch macht genau das auch den Reiz aus. Jeder Gaumen ist verschieden, nicht jedem mag der schwere Barolo behagen oder der frische Frascati eine Freude bereiten. Sicher … mit der 20 Euro-Flasche im Einkaufswagen macht man im Zweifel nicht viel falsch bei den Gästen, aber ob es deswegen zum perfekten Genuß kommt, ist noch lange nicht gesagt, denn dazu gehört einfach ein bisschen mehr und beurteilen kann das am Ende nur der, der genießt.

Doch was bringt einen die Erkenntnis nun? Zweierlei. Zum einen, dass man sich selbst – will man wirklich genießen und sich nicht nur nicht blamieren – auf eine Reise durch den eigenen Geschmack begeben muss und zum zweiten, dass man sich gern auch beraten lassen darf oder sich mit anderen austauschen. Und genau das kann man beim heutigen Thema dieser Rezension: Beim »Genießerportal – Der Weinfreund«

Und mit zwei Dingen kann man sich dort spontan schon mal beschäftigen:
1. Guter Wein muss nicht teuer sein – und
2. Wozu in der Ferne schweifen, guter Wein ist doch so nah.

Denn dass auch ein preisgünstiger Wein aus dem Supermarkt durchaus mal in der Lage ist, auch die Kenner zu überzeugen, darüber lässt sich in der Community unter seinesgleichen trefflichst austauschen. Und dass guter Wein nicht aus den Mittelmeerländern, aus Übersee oder Australien kommen muss, das weiß sowieso eigentlich jeder, der sich mit Wein beschäftigt (auch wenn ich aktuell für einen guten Côtes du Rhône aus südlichen Rhônetal in Frankreich alles liegen und stehen lasse, aber das wechselt…).

»Der Weinfreund« stellt deutsche Weingüter vor, mit Beschreibung des Anbaugebiets und einer Vorstellung der angebauten Weine. Die Winzer sind eingeladen selbst mitzumachen und sich zu präsentieren, mit zunehmender Verbreitung sollte sich hier also ein durchaus breites Angebot deutscher Weingüter darstellen.

Aktuell sind ca. 170 Weine im Portal, die man nach Herzenslust nach Preis und Geschmack sortieren lassen kann um so eine gewisse Vorauswahl zu treffen. Die Weine sind geschmacklich beschrieben und nach einem Wertesystem eingestuft. Dies ist schon ein guter Anhaltspunkt, richtig bereichert werden könnte das durch Bewertungen und Kommentaren von registrierten anderen Weinfreunden, doch hier fehlt es dem jungen Portal offenbar noch an den Nutzern, was sich auch im Forum bemerkbar macht – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Fazit: Die Idee einer Wein-Community mit Informationsportal mit Schwerpunkt deutsche und österreichische Weine ist gut. Ich kenne aus dem Whisky-Bereich ganz hervorragende und hoch frequent besuchte Portale mit angeschlossenem Forum und Shop, die eine wichtige Anlaufstelle für den Genießer sind, gerade weil sie durch die Nutzer eine subjektive, aber eben auch unabhängige Note bekommen, fernab jeden Marketinggedöns.

»Der Weinfreund« wird sich daher - und daher sicher auch diese beauftragte Rezension - auf der Suche nach engagierten Weinfreunden machen müssen, denn dieses stark auf Community ausgelegte Portal braucht auf der einen Seite die individuelle und subjektive Note der Konsumenten und auf der anderen Seite die Eigenpräsentation der Winzer und Weingüter. Wenn beide Seiten überzeugt werden können hier mitzumachen, steht dem Erfolg - soweit sich das auf dem ersten Blick das darstellt - wohl nichts entgegen. Wobei man dann sicher auch noch einmal über die Kategorisierung und Auflistung der Weingüter nachdenken sollte.

»www.weinfreund.de«

Interessant übrigens auch ein paar Backgroundinfos, nachzulesen bei einer anderen Rezension im Blog »Was ein Journalist anrichtet«:
Betreiber dieses Weinportals ist der Leipziger Johannes Geppert. Der Einfall kam dem angehenden Informatiker bei Verwandten – natürlich bei einem Glas Wein. Seine Angehörigen beziehen ihren Wein schon immer direkt vom Weingut. Die Bestellung erfolgte dabei noch per Bestellschein via Post oder Fax. Dem Programmierer Johannes Geppert kamen gleich die modernen Möglichkeiten des Internets in den Sinn und er entwickelte daraufhin dieses Online-Portal.






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Ich glaub, das war's.




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