Zielpublikum wendet sich vom Internet Explorer ab

Screenshot Firefox

Dass ich das noch mal im Leben schreiben würde …

Aber ich hab gerade die Nase gestrichen vom Internet Explorer voll und gebe Firefox seine erste echte Bewährungschance in meinem nun schon ziemlich langen Online-Leben. Warum? Kann ich euch gern sagen.

Vorweg: Es hat nichts mit Klassenkampf zu tun. Ich fand das Projekt Firefox schon immer gut, aber der Internet Explorer war immer bisschen wie “zu Hause”. Fühlte sich besser an, vertrauter. War damals einer der ersten, die sich vom ehemaligen Flagschiff Netscape abwendeten, das war als Netscape noch die Kommerzmaschine war und der Internet Explorer der kleine kostenlose Rivale, der dem Platzhirsch die Stirn bieten wollte. Seitdem blieb ich dabei, kein Netscape, kein Opera und schon gar kein Google Chrome oder Safari kamen da ernsthaft in Betracht.

Installiert sind sie zwar alle, das gehört bei mir auch zum Biz, aber nur der Firefox war noch sowas wie die erste zweite Wahl, wenn mal was nicht ging. Aber der Internet Explorer hat es nun wirklich geschafft in einem “Zermürbungskrieg” mir die Laune zu verderben. Und dabei sind es am Ende Kleinigkeiten, die sich ansammelten.

Es sind diese (typisch) microsoftschen ständigen Belehrungen und Nachfragen, die man auch nicht mal deaktivieren kann. Der ständige Hinweis auf “Inhalte aus nicht sicheren Bereichen”, das Blocken von Eingabefenstern in WordPress, was man temporär zulassen kann, dann aber seine Seite neu laden muss und dabei die Eingaben verliert – oder die Seite als “sichere Seiten” einträgt, dann aber bei jedem Crosslink “gewarnt” wird, man betritt nun denn (eigenen) sicheren Bereich. Dazu kamen Probleme bei vielen modernen Websites, bei denen man Text nicht mehr markieren kann (wie 11Freunde.de oder auch die eigenen Überschriften im Blog).

Microsoft-Produkte erscheinen mir zunehmend wie das klassische amerikanische Produkt, bei dem man auf den Rückspiegel schreibt »Objects in Mirror Are Closer Than They Appear«. Ich weiß schon, wenn ich eine Datei lösche, dass ich sie lösche und brauche dann nicht noch einen Hinweis, dass sie nun gelöscht ist. Und wenn ich einen Link anklicke der zu meinen gesicherten Seiten führt heisst das auch, dass ich zu meinen gesicherten Seiten möchte, die übrigens auch nur deshalb gesicherte Seiten sind, weil ich sonst eben (siehe oben) keine Eingabeaufforderung öffnen konnte, obwohl ich auf den Button “Eingabeaufforderung” klickte. Ich kann diese ständigen Hinweise und Warnungen nicht mehr ertragen und sie behindern mich. Mirwegen mag das sinnvoll und nützlich sein, aber ich möchte es auch gern abschalten können, wenn sie mich nerven. Da ich das nicht kann, schalte ich das ganze Programm eben jetzt aus.

Die meisten Zielpublikum Weblog Leser sind übrigens Firefox-Nutzer, was im Verhältnis zum Netz insgesamt eher ungewöhnlich ist.

Und damit ich mich auch bisschen wie “zu Hause” fühle, hab ich meine Links alle importiert und mal ein Theme installiert – und nun sieht es auch noch aus wie in der Browser-Umgebung bei mir zu Hause unter Vista. :-)

Ich denke, Firefox hat nun endlich auch bei mir eine faire Chance verdient.

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5 Comments

  • 1
    tomheine
    16. Dezember 2008 - 16. Dezember 2008 12:14 | Permalink

    Ich nutze auch gerne Firefox, so auch jetzt gerade. Aber bei einer Sache ist der Internet Explorer dem Firefox Browser überlegen und zwar dann, wenn ich eine Webseite auf Joomla-Basis administriere. Möchte ich da bspw. ein Bild in einem Text über den eingebauten Editor einbinden, dauert das bei Firefox eine halbe Ewigkeit bis dieses Java-Script abgearbeitet ist. Beim Internet Expolrer geht das hingegen ruck-zuck. Nichtsdetotrotz ist mir Firefox sympathischer, nicht zuletzt wegen der angebotenen Erweiterungen (TabMix-Plus, Proxy

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  • 2
    tomheine
    16. Dezember 2008 - 16. Dezember 2008 12:15 | Permalink

    , etc.) Ok, weshalb Firefox den “Erweiterungen anzeigen”-Befehl als Aufforderung verstanden hat den Kommentar abzusenden wird wohl sein Geheimnis bleiben, :)

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  • 3
    16. Dezember 2008 - 16. Dezember 2008 16:40 | Permalink

    Ich bin quasi “schon immer” Netscape- bzw. Firefox-Nutzer. Firefox geht mir zwar auch immer öfter auf die Nerven, weil er superviel RAM frisst und langsamer wird, aber mein Rechner ist auch nicht mehr der schnellste. Und wenn ich aus irgendwelchen Gründen mal den IE nutze, raste ich fast aus. Das geht gar nicht.

    Blogs haben übrigens glaube ich generell eher eine Mehrheit an Firefox-Nutzern bei den Lesern.

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  • 4
    16. Dezember 2008 - 16. Dezember 2008 18:23 | Permalink

    Absolut haben Blogs einen erhöhten Zugriff via Firefox – was wohl daran liegt, dass der Firefox eine gewisse autonome Entscheidung erfordert und die eher bei Usern zu erwarten ist, die sich nachhaltig mit der Thematik auseinandersetzen. Dieses Open Source-Feeling ist eben bisschen “intellektuell”.

    Bei meinen Besuchern liegt der Firefox mit 47% sogar satte 5 Prozentpunkte vor dem Internet Explorer.

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  • 5
    17. Dezember 2008 - 17. Dezember 2008 12:23 | Permalink

    Bei mir ähnlich: Ich hab 47,6 % Mozilla/Firefox, 44,2 % IE, 5 % Netscape, 2,9 % Opera und ein bisschen sonstige.

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    Ich glaub, das war's.