Ist doch komisch, wenn man sich so umhört, dann ist es oft überall genau das Gleiche. Vor lauter “Vorfreude” steigt der Spannungslevel. Liegt es daran, dass man zu viel will? Man projeziert es dann auf die Kinder, wahrscheinlich weil sie sich einfach vollkommen ungeheuchelt darauf freuen, dass ihnen nahezu alle Geschenke erwartungsgemäß auf dem Tablet serviert werden – und was nicht gefällt, wir gleich weggelegt, ohne Heuchelei, einfach ungefilterte Ehrlichkeit und im Zweifel sind noch die Eltern schuld, die die falsche Bestellnummer durchgegeben haben.
Will man zu viel? Erwartet man zu viel?
Einerseits hofft man sehr auf einen besinnlichen ungetrübten Tag, voller gegenseitigem Respekt und Zuneigung und dennoch gelingt es oft nur schwer bis holprig. Man merkt es ja an sich selbst, wie man verkrampft oder eben gerade versucht betont unverkrampft zu sein, was aber halb gelogen ist, wenn es mit dem Beisatz in Klammern erfolgt (“die können mich alle”). Oder man bemüht sich erst recht es allen Recht zu machen und merkt dann, dass man spätestens am Abend nach dem dritten Glas Wein oder wenn das Geschenk doch ziemlich enttäuschend ausfiel oder eben “nur” das erwartete umfasste, doppelt bitter aufstößt, weil das totale Bemühen eben Kraft gekostet hat und aufgesetzt war.
Wenn mich manchmal einer fragt, was ich am Glauben und eben damit dieser Weihnacht so verbinde, dann das, dass man seine Hoffnung aus dem Glauben ziehen kann und die Liebe von dort anzapft. Wenn einem das gelingt, ist es tatsächlich irgendwie anders – selbstloser (vielleicht da eben ja nicht von einem selbst kommend). Dann erträgt man alles, erduldet alles und es endet auch nicht um 22:30 Uhr am Abend, sondern scheint unerschöpflich.
Vielleicht bin ich auch nur Romantiker, aber das wünsche ich euch, denen die diese Zeiten lesen, einfach diese Art von Liebe heute zu erfahren und geben zu können. Keine die “will”, keine die aufrechnet, keine die vom kleinsten Gegenwind kapituliert.
Ich hab die paar Zeilen jetzt einfach für mich gebraucht, merke ich gerade.
Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ganz besondere Grüße an ein paar ganz besondere Freunde von mir, wie Frau Pfeffer, meinen Nachbarn und Buddy, Rozana und Stefan von Clubfans United (gewürfelte Reihenfolge *g), meinen Kollegen, aber auch vielen anderen Bekannten und Freunden aus der realen wie auch virtuellen Welt, mit denen ich dieses Jahr einiges erlebt habe oder die einem an bestimmten Dingen zur Seite standen, entweder weil man gebraucht wurde oder weil man jemand brauchte – und sei es nur als Ohr oder mit einem guten Wort.
Frohe Weihnachten!
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Ist doch komisch, wenn man sich so umhört, dann ist es oft überall genau das Gleiche. Vor lauter "Vorfreude" steigt der Spannungslevel. Liegt es daran, dass man zu viel will? Man projeziert es dann auf die Kinder, wahrscheinlich weil sie sich einfach vollkommen ungeheuchelt darauf freuen, dass ihnen nahezu alle Geschenke erwartungsgemäß auf dem Tablet serviert werden - und was nicht gefällt, wir gleich weggelegt, ohne Heuchelei, einfach ungefilterte Ehrlichkeit und im Zweifel sind noch die Eltern schuld, die die falsche Bestellnummer durchgegeben haben.
Will man zu viel? Erwartet man zu viel?
Einerseits hofft man sehr auf einen besinnlichen ungetrübten Tag, voller gegenseitigem Respekt und Zuneigung und dennoch gelingt es oft nur schwer bis holprig. Man merkt es ja an sich selbst, wie man verkrampft oder eben gerade versucht betont unverkrampft zu sein, was aber halb gelogen ist, wenn es mit dem Beisatz in Klammern erfolgt ("die können mich alle"). Oder man bemüht sich erst recht es allen Recht zu machen und merkt dann, dass man spätestens am Abend nach dem dritten Glas Wein oder wenn das Geschenk doch ziemlich enttäuschend ausfiel oder eben "nur" das erwartete umfasste, doppelt bitter aufstößt, weil das totale Bemühen eben Kraft gekostet hat und aufgesetzt war.
Wenn mich manchmal einer fragt, was ich am Glauben und eben damit dieser Weihnacht so verbinde, dann das, dass man seine Hoffnung aus dem Glauben ziehen kann und die Liebe von dort anzapft. Wenn einem das gelingt, ist es tatsächlich irgendwie anders - selbstloser (vielleicht da eben ja nicht von einem selbst kommend). Dann erträgt man alles, erduldet alles und es endet auch nicht um 22:30 Uhr am Abend, sondern scheint unerschöpflich.
Vielleicht bin ich auch nur Romantiker, aber das wünsche ich euch, denen die diese Zeiten lesen, einfach diese Art von Liebe heute zu erfahren und geben zu können. Keine die "will", keine die aufrechnet, keine die vom kleinsten Gegenwind kapituliert.
Ich hab die paar Zeilen jetzt einfach für mich gebraucht, merke ich gerade.
Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ganz besondere Grüße an ein paar ganz besondere Freunde von mir, wie Frau Pfeffer, meinen Nachbarn und Buddy, Rozana und Stefan von Clubfans United (gewürfelte Reihenfolge *g), meinen Kollegen, aber auch vielen anderen Bekannten und Freunden aus der realen wie auch virtuellen Welt, mit denen ich dieses Jahr einiges erlebt habe oder die einem an bestimmten Dingen zur Seite standen, entweder weil man gebraucht wurde oder weil man jemand brauchte - und sei es nur als Ohr oder mit einem guten Wort.
Frohe Weihnachten!
2 Comments
*schnief..
Jetzt bin ich aber wirklich gerührt!
Vielen lieben Dank für die lieben Grüsse. Auch Dir und Deiner Familie ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest.
*muss taschentücher holen
Hi Kollege!
Dir und deiner Familie ein paar schöne und ruhige Tage.
Erhole Dich gut, bevor wir uns ab und zu mal wieder sehen…